SC Union Oldesloe

Die Spielzeit 1979/80 - Hinserie

 

Sonnabend, 12. Januar 1980

Union: Ein Sieg würde doppelt zählen

Abstiegskonkurrent TSV Heiligenstedten am Sonntag Gast im Kurparkstadion

(mth) Mit einem Heimspiel startet Aufsteiger SC Union Oldesloe in die Rückrunde der Landesliga Süd. Gast ist am Sonntag um 14 Uhr im Kurparkstadion mit dem TSV Heiligenstedten eine Mannschaft. die ebenso wie die Oldesloer zum Kreis der abstiegsgefährdeten Mannschaften zu zählen ist.

Ein Sieg, darüber ist man sich im Lager des SC Union im klaren, gegen diesen Gegner würde den Oldesloern für die gewiß nicht leichte Rückrunde nicht nur viel Auftrieb geben, sondern würde auch, da er gegen einen Mitkonkurrenten zustande käme, praktisch doppelt zählen, entsprechend konzentriert will die Truppe von Trainer Hans Otto Fahl an die Aufgabe herangehen.

Gegenüber dem Kreisderby vor 14 Tagen gegen den VfL Oldesloe wird es in der Mannschaft der Oldesloer kaum Veränderungen geben. Der Coach der Männer vom Kurparkstadion wird voraussichtlich die elf Spieler ins Gefecht schicken, die die Schlußphase gegen den Lokalrivalen bestritten.

Kurt Stobbe, der im Lokalderby nicht in bester Form war, wird dieses Mal von Anfang an dem jungen Brandt, der gegen den VfL für eine Belebung des Angriffsspiels sorgte, seinen angestammten Platz überlassen müssen. Bis auf Spiwek, dessen langwierige Verletzung noch immer nicht ganz ausgeheilt ist, haben die Oldesloer alle Mann an Bord, und gehen zuversichtlich an die schwere Aufgabe.

Beste Form wird für einen doppelten Punktgewinn auch nötig sein, denn die Itzehoer Vorstädter haben sich nach schlechtem Saisonstart, als man sie schon fast abgeschrieben hatte, gefangen und sind ein ernstzunehmender Rivale.

Da beide Mannschaften ihre Vorzüge mehr in kämpferischer als in technischer Hinsicht haben, ist im Kurparkstadion mit einer Partie zu rechnen, in der Einsatzbereitschaft aller Akteure ganz groß geschrieben wird. Entscheidend für den Ausgang des Spiels könnte sein, welche Mannschaft sich mit den schwierigen Bodenverhältnissen – ach im Kurparkstadion liegt eine dünne Schneedecke – besser zurechtfindet.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.1.1980

 

Sonntag, 13. Januar 1980

Union Oldesloe – TSV Heiligenstedten 2:0 (0:0)

(16. Punktspiel)

Ein Sieg, der Auftrieb geben wird

Der SC Union schlug zum Rückrundenstart den TSV Heiligenstedten mit 2:0

(fi) Eiskalter Wind pfiff über das schneebedeckte Kurparkstadion, als Schiedsrichter Lieder vom FSV Lübeck pünktlich um 14 Uhr vor nur 120 Zuschauern das erste Spiel der Rückrunde anpfiff. Der schneebedeckte Boden war zwar glatt, ließ aber sonst ein durchaus gutes Spiel zu, Die Oldesloer waren mit der unabdingbaren Marschroute ihres Trainers In diese Begegnung gegangen, dieses Spiel unbedingt zu ihren Gunsten zu entscheiden, zumal es sich bei den Gästen aus Heiligenstedten um einen Gegner handelte, der ebenfalls noch abstiegsbedroht ist und deshalb auch um jeden Punkt zum Verbleiben in dieser Spielklasse kämpfen mußte. Dieser Sieg wird den Oldesloern mit Sicherheit des erforderlichen Auftrieb für die weiteren schweren Spiele in dieser Rückrunde gehen. Der Sieg der Oldesloer wiegt um so schwerer, als er gegen eine Mannschaft errungen wurde, die abgesehen von den ersten 20 Minuten, um jeden Zentimeter Boden zu kämpfen verstand.

SC Union Oldesloe: Spieler, Petzold, Olufs, Borrek, Metzing, Thom, Nossol, Kürbis, Holger Brandt, Gossow.

TSV Heiligenstedten: Gläser, Steinberg, Walter, Ott, Homann, Borze, Thormöhlen, Panten, Lüdemann, Peters, Koppen, Helmut.

Schiedsrichter: Lieder (FSV Lübeck).

Tore: 1:0 Brandt (47.), 2:0 Nossol (49.).

Zuschauer: 120.

Eingedenk der mit auf das Spielfeld genommenen Devise ihres Trainers begannen die Gastgeber sofort mit ihren stürmischen Angriffen und hatten die Gäste in den ersten 20 Minuten so hart im Griff, daß diese kaum über die Mittelinie hinwegkamen. So hatte Torwart Spieler auch im ersten Durchgang nur einen einzigen Schult von Ott In der 20. Minute zu halten.

In dieser für die Oldesloer überlegenen Phase des Spiels war die Abwehr der Heiligenstedtener aber auf der Hut, die auch keine einzige torreife Chance zuließ. Nach dieser 20 Minuten langen Offensive legte sich dann der Druck der Platzherren und die Gäste kamen zu einem ausgeglichenen Spiel, ohne sich aber bei der Abwehr des SC Union durchsetzen zu können.

Torlos wurden die Seiten gewechselt. Die Gastgeber setzten jetzt alles auf eine Karte, griffen bis auf die letzten zehn Minuten pausenlos an und vermochten sich letztlich im Strafraum des kampfstarken Gegners durchzusetzen.

In der 47. Minute war es der junge Holger Brandt, der einen von Gossow getretenen Freistoß zum 1:0 für die Oldesloer über die Linie brachte. Dieser Erfolg löste weitere Impulse aus. Es waren noch keine zwei Minuten vergangen und Nossol jagte einen Eckball von Kürbis zum 2:0 für die Oldesloer Ins Netz.

Die Platzherren bleiben weiter am Drücker. Ein Kopfball von Borrek nach einem Freistoß von Gossow verfehlte nur knapp das Ziel. In der 57. Minute köpfte Thom einen Flankenhall von Kürbis in den rechten Torwinkel, aber Torwart Gläser konnte halten. Drei Minuten später strich ein Schuß von Holger Brandt nach einer Vorlage von Petzold nur knapp über die Latte. Kopfbälle und Schüsse ähnlicher Art von Gossow und Pophal gingen knapp am Pfosten vorbei, wie auch Schüsse von Borrek und Pophal von Torwart Gläser gehalten weiden konnten.

In dieser Phase des Spiels gab es für Torwart Spieler nichts zu tun. Das sollte in den letzten zehn Minuten noch anders werden, den mit letzten Kräften rafften sicvh die Gäste nochmals zu elanvollen Angriffen auf, aber Schüsse von Helmut und Steinberg wurden von Torwart Spieler unschädlich gemacht.

Es blieb bei dem verdienten 2:0-Erfolg der Gastgeber. Es war ein Sieg, der zur rechten Zeit kam und ohne Zweifel zur Stärkung des Selbstvertrauens beitragen wird. Schiedsrichter Lieder konnte durch seine präzisen Entscheidungen gefallen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.1.1980

 

Montag, 21. Januar 1980

Union wieder ohne Trainer

(mth) Landesligist SC Union Oldesloe steht wieder ohne Trainer da! In der letzten Woche trennten sich die Wege von Trainer Hans-Otto Fahl und dem SC Union, nachdem diese „Fußball-Ehe“ erst rund acht Wochen zuvor gestiftet worden war. Mannschaft und Trainer, so erklärte Fußball-Abteilungsleiter Kurt Papstein dazu, haben einfach nicht zueinander finden können, so daß eine Trennung von beiden Seiten als beste Lösung angesehen wurde.

Hans-Otto Fahl hatte erste Ende November das Kommando beim SC Union übernommen. Er war damit Nachfolger von Horst Witt geworden, der die Mannschaft in die Landesliga geführt hatte, wegen einer Erkrankung im letzten Sommer dann aber nicht mehr zur Verfügung stand. In die Trainerzeit von Hans-Otto Fahl fielen beim SC Union nur drei Spiele, aus denen 4:2 Punkte geholt wurden. Erfolglosigkeit, die sonst aller Orten übliche Begründung für Trainerwechsel, kann also beim SC Union nicht der Grund gewesen sein.

Als Außenstehender fragt man sich natürlich, ob die „Unvereinbarkeit“ von Trainer und Mannschaft von den verantwortlichen nicht vorher abzusehen gewesen ist. Bis der SC Union einen neuen Coach für seine Landesliga-Truppe gefunden hat, wird Ligaspieler Uwe Pophal das Training der Mannschaft übernehmen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.1.1980

 

Sonnabend, 26. Januar 1980

Kein Grund zu großem Pessimismus

Der SC Union hat auch in Schlutup wenigstens eine gute Außenseiterchance

(mth) Wenn der SC Union Oldesloe am Sonntag um 14.30 Uhr beim TSV Schlutup antritt – die Austragung dieses Spieles ist wegen der unsicheren Platzverhältnisse genau so gefährdet, wie alle anderen für das Wochenende angesetzten Spiele –‚ dann hat die Mannschaft weder Grund, übertriebenen Pessimismus noch allzu große Zuversicht an den Tag zu legen.

Geht man allein vom Tabellenstand aus, kommt den Oldesloern gewiß nicht mehr als eine Außenseiterrolle zu, aber ein Blick auf das Abschneiden in den letzten Wochen zeigt deutlich, daß für die Männer vom Kurparkstadion eine gute Überraschungschance besteht.

Während die Oldesloer von ihren letzten vier Spielen nur eine einzige Begegnung – das Lokalderby gegen den VfL Oldesloe – verloren, haben die Schlutuper doch sehr abgebaut. Inzwischen sind sie als Tabellenvierter so weit von den drei führenden Mannschaften entfernt, daß sie kaum noch Aussichten haben, in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen zu können.

Diese Tatsache könnte – zum Vorteil des SC Union – natürlich mit sich bringen, daß den Schlutupern die rechte Motivation für die restlichen Spiele fehlt, was heißen will, daß die Spieler nicht unbedingt mehr letzten Einsatz an den Tag legen, weil höher gesteckte Ziele nicht mehr erreicht werden können.

Zur Unvorsichtigkeit allerdings darf den SC Union diese Voraussetzung nicht führen. Die Mannschaft um Senior Helmut Nossol, die voraussichtlich gegenüber den letzten Spielen keine Veränderung auf personellem Sektor vornehmen wird, muß also schon voll konzentriert an die Aufgabe herangehen, wenn sie für eine angenehme Überraschung sorgen will. Immerhin hat sie, auch wenn sie nach der Trennung von Trainer Hans-Otto Fahl nun praktisch führungslos dasteht, in dieser Begegnung nichts zu verlieren und kann unbeschwert aufspielen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.1.1980

 

Sonntag, 27. Januar 1980

TSV Schlutup – Union Oldesloe ausgefallen

(Punktspiel)

 

Sonnabend, 2. Februar 1980

Spitzenreiter SV Itzehoe II wird erwartet

Aber auch das Oldesloer Kurparkstadion wird kaum ein Spiel zulassen

(mth) Eigentlich steht für den SC Union Oldesloe am Sonntag um 14.30 Uhr im Kurparkstadion ein ausgesprochenes Schlagerspiel auf dem Programm. Als Gast wird beim Aufsteiger niemand anderes erwartet als der Tabellenführer SV Itzehoe II. Ein Blick auf die trostlose Lage im Kurparkstadion, der Platz ist von Eis, Schlamm und Pfützen übersät, läßt allerdings wenig Hoffnung zu, daß dieses Spiel such tatsächlich zur Durchführung gelangen kann.

Sollte wider Erwarten im Kurparkstadion dennoch gespielt werden können, wir können uns allerdings keine Wetterbedingungen vorstellen, die ein solches „Wunder“ noch bewerkstelligen könnten, ist der SC Union natürlich nur krasser Außenseiter gegen den Spitzenreiter aus Itzehoe.

Sie könnte allerdings befreit und ohne jeden Druck aufspielen, denn einen Punktgewinn oder gar einen Sieg verlangt wohl niemand vor der Mannschaft. Mit einer solchen Einstellung ist dann vielleicht sogar eine Überraschung nicht gänzlich ausgeschlossen.

Unverwundbar sind die Itzehoer nämlich keineswegs, wie zuletzt der SV Eichede bei einem sensationellen 2:2-Unentschieden gegen den gleichen Gegner zeigte. Die Eicheder hatten in diesem Spiel sogar mit 2:0 geführt und es hätte nicht viel an einer Niederlage der Itzehoer gefehlt.

Und was dem SV Eichede gelang, muß für den SC Union ja nicht ausgeschlossen sein, zumal der Aufsteiger alle Mann an Bord hat und in seinem letzten Heimspiel gegen den TSV Heiligenstedten mit einem 2:0-Erfolg deutlich machte, daß die Truppe gut in Schuß ist.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.2.1982

 

Sonntag, 3. Februar 1980

Union Oldesloe – Itzehoer SV II ausgefallen

(Punktspiel)

 

Dienstag, 5. Februar 1980

Christian Last neuer Trainer bei Union

(mth) Landesligist SC Union hat seit dem Wochenende wieder einen Trainer. Nachfolger von Hans-Otto Fahl, von dem man sich nach kaum zweimonatiger Zusammenarbeit in gegenseitigem Einvernehmen wieder getrennt hatte, ist Christian Last, der bis zum Herbst den Bezirksligisten TuS Hoisdorf trainiert hatte. Last war bei den Hoisdorfern, die er in die Bezirksliga geführt hatte, von Holger Hölzinger abgelöst worden, da er wegen einer beruflichen Abwesenheit längere Zeit der Mannschaft nicht zur Verfügung stand. Wie der Fußballobmann des SC Union, Kurt Papstein, mitteilte, ist mit Last vereinbart worden, zunächst eine vierwöchige Probezeit, in der sich Mannschaft und Trainer näher kennenlernen sollen, verstreichen zu lassen, ehe man zum 1. März – gegenseitiges Wohlgefallen vorausgesetzt – einen Vertrag schließt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.2.1980

 

Sonnabend, 16. Februar 1980

Gute Premiere für den neuen Trainer?

(mth) Die vielen Ausfälle in den letzten Wochen haben es mit sich gebracht, daß der SC Union Oldesloe in der Landesliga Süd am Sonntag ein drittes Heimspiel in Reihenfolge austragen kann. Gegner des Aufsteigers um 14.30 Uhr im Kurparkstadion ist der ostholsteinische SV Hansühn.

Sollten die Oldesloer diese Partie siegreich gestalten können, hätten sie dann mit 15 Pluspunkten aus 17 Spielen eine ausgesprochen gute Basis für den angestrebten Klassenerhalt. Niemand im Lager des SC Union würde das sicher mehr begrüßen als der neue Trainer Christian Last, der nach einer Probezeit in diesem Monat voraussichtlich zum 1. März – gegenseitiges Wohlgefallen vorausgesetzt – einen Vertrag mit dem SC Union abschließen wird.

Seine Arbeit könnte er dann gewiß ruhig und ohne unter akutem Druck zu stehen anpacken. Und das sind für eine Trainerarbeit mit Sicherheit günstigere Voraussetzungen, als eine hektische, nervöse Abstiegsatmosphäre.

Die Grundlagen für ein erfolgreiches Abschneiden der Männer vom Kurparkstadion sind auf personellem Sektor nicht schlecht, denn voraussichtlich stehen sämtliche Stammspieler zur Verfügung.

Der Gegner aus Hansühn kann mit seinem Abschneiden in der Hinrunde beileibe nicht zufrieden sein. Nach einem sensationellen Pokalerfolg vor Saisonbeginn gegen den VfB Lübeck hatte man die Ostholsteiner zu den großen Meisterschaftsanwärtern gezählt. Nach total verkorkstem Saisonstart ist man inzwischen in Hansühn froh, wenigstens einen Platz im Mittelfeld erreicht zu haben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.2.1980

 

Sonntag, 17. Februar 1980

Union Oldesloe – SV Hansühn 2:0 (1:0)

(17. Punktspiel)

Ein Sieg aus verstärkter Deckung

Glücklicher Einstand für Union-Trainer Last: 2:0-Erfolg über SV Hansühn

(fi) Über 200 Zuschauer hatten sich zu diesem für die Oldesloer so äußerst wichtigen Spiel im Kurparkstadion eingefunden und waren von der guten und übersichtlichen Leitung von Schiedsrichter Welz (SV Itzehoe) in angenehmer Weise überrascht. Auf der Spielerbank hatte der neue Trainer Christian Last mit dem Aushilfstrainer Uwe Pophal Platz genommen und die Losung herausgegeben, aus einer verstärkten Abwehr heraus möglichst zu einem Erfolg zu kommen, was schließlich auch mit 2:0 (1:0) gelang, obgleich die Oldesloer ohne ihre Stammspieler Kurt Stobbe, Uwe Pophal und Gossow auskommen mußten.

SC Union Oldesloe: Spieler, Petzold, Metzing, Olufs, Borrek, Thom, Kürbis, Spiwek (71. Rabener), Holger Brandt, Nossol, Fischer.

SV Hansühn: Speth, Stolt, Steffen, Kahl (73. Bahr), Kromm, Kröger, Hagemeister (46. Hollesen), Doormann, Thomsen, Pitzschel, Reis.

Schiedsrichter: Welz (Itzehoer SV).

Tore: 1:0 Thom (31.), 2:0 Brandt (56.).

Zuschauer: Über 200.

Die Platzherren diktierten aus einer verstärkten Abwehr heraus im ersten Durchgang durchaus das Spielgeschehen. Sie wollten dieses Spiel unbedingt zu ihren Gunsten entscheiden, nachdem sie bereits das Hinspiel in Hansühn mit 2:1 gewinnen konnten. In der achten Minute mußte Torwart Speth einen Freistoß von Spiwek halten, und der Nachschuß wurde durch Borrek abgewehrt. Eine Minute später ging ein Schuß von Spiwek nur knapp am Pfosten vorbei.

Erst in der 24. Minute wurde der Sturm der Hansühner erstmalig im Strafraum der Oldesloer tätig, aber der Schuß von Kröger verfehlte knapp sein Ziel. Bei dem nächsten Angriff der Gäste konnte Spieler einen Schuß von Mittelstürmer Thomsen knapp zur Ecke abwehren.

In der 30. Minute verfehlte ein Schuß von Borrek nur knapp das Ziel, aber eine Minute später war es Thom, der nach guter Vorarbeit von Borrek die Oldesloer mit 1:0 in Führung bringen kann. Dieser Führungstreffer löste bei den Oldesloern weitere Impulse aus, und nach einer guten Vorarbeit von Fischer schoß Holger Brandt aus kurzer Entfernung auf das Tor. Sein Schuß wurde aber vom Torwart Speth sicher gehalten.

Die Oldesloer waren mit der Devise ihres Trainers Last nach dem Wechsel auf das Spielfeld gekommen, nach einem weiteren Treffer das Spiel von sich aus defensiver zu gestalten. In der 56. Minute fing Holger Brandt einen weiten Abschlag seines Torwarts Spieler auf, ließ drei Hansühner Abwehrspieler stehen und schoß zum 2:0 im oberen linken Toreck ein.

Jetzt setzten die Hansühner alles auf eine Karte, nahmen zwei neue Spieler auf das Feld und diktierten das Spielgeschehen, wobei sie aber die gut gestaffelte Abwehr der Gastgeber – vorneweg Torwart Spieler – nicht überwinden konnten.

Eine Anschlußchance hatte der noch neu ins Spiel gekommene Hollesen in der 68. Minute. Sein Schuß aus zehn Metern Entfernung ging nach guter Vorarbeit von Pitzschel aber knapp am rechten Pfosten vorbei.

Auch herausgespielte Chancen durch Kürbis und Nossol konnten in der Folgezeit für die Oldesloer nicht mehr genutzt werden. Die größte Chance zur Erreichung eines Ehrentreffers für die Gäste hatte Linksaußen Reis in der 90. Minute, aber sein aus zehn Metern abgegebener Schuß wurde von Torwart Spieler gut unter Kontrolle gebracht.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.2.1980

 

Sonnabend, 23. Februar 1980

Für Union kommt es ganz „dick“

Spitzenreiter SV Itzehoe II ist morgen Gast im Kurparkstadion

(mth) Ganz „dick“ kommt es an diesem Wochenende in der Landesliga Süd für den Aufsteiger SC Union Oldesloe. Gegner der Oldesloer ist kein Geringerer als der Herbstmeister und souveräne Tabellenführer SV Itzehoe II. Dieses Spiel, das gewiß viele Fans in das Kurparkstadion locken wird, beginnt am Sonntag um 14.30 Uhr.

Die Oldesloer sind für dieses Spiel, soviel ist trotz der zuletzt doch so erfreulichen Leistungen und Resultate sicher, nur krasser Außenseiter. Das Hinspiel verlor der SC Union in der Steinburger Kreisstadt glatt mit 2:7 und der Spitzenreiter ist seither keineswegs schwächer geworden. Die Verfolger der Itzehoer – unter ihnen der VfL Oldesloe –, die nach dem furiosen Saisonstart des ISV in der Hoffnung, die Mannschaft würde Leistungsträger an die eigene Amateuroberliga-Mannschaft abgeben müssen, auf ein Nachlassen der Mannschaft gesetzt hatten, haben sich bislang verkalkuliert.

Mit vor allem im Angriff überragenden Leistungen hat der Tabellenführer allen Anstürmern getrotzt und mit der augenblicklichen Mannschaftsaufstellung – es sind jede Menge Spieler mit Oberliga-Erfahrung dabei – ist er der erklärte Meisterschaftsfavorit.

Daß die Itzehoer allerdings nicht unverwundbar sind, hat der VfL im letzten Herbst mit seinem 2:1-Heimsieg bewiesen. Trainer Paul Löper hatte seinerzeit seinen Mannen ein konsequentes „Vorchecking“ mit auf den Weg gegeben, und schon war es mit der Herrlichkeit der Itzehoer nicht mehr weit her. Vielleicht besinnt sich Union-Trainer Christian Last ja auch auf dieses Konzept. Niemand würde sich über eine solche „Kopie“ sicher mehr freuen, als der Lokalrivale.

Noch etwas anderes spricht dafür, daß dem SC Union durchaus eine gute Außenseiterchance eingeräumt werden kann. Die Mannschaft um Kapitän Kürbis kann unbeschwert in das Spiel hereingehen, denn etwas zu verlieren hat sie ohnehin nicht. Hinzu kommt, daß die Abstiegsgefahr nach den beiden letzten Siegen im Moment nicht mehr so akut ist. Die Mannschaft ist zwar noch keineswegs aus dem Schneider, aber sie kann bei zur Zeit 15:19 Punkten der Zukunft doch vergleichsweise beruhigt entgegensehen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.2.1980

 

Sonntag, 24. Februar 1980

Union Oldesloe – Itzehoer SV II ausgefallen

(Punktspiel)

 

Sonnabend, 1. März 1980

Der SC Union will, der SVE muß gewinnen

Für die Püschel-Schützlinge geht es um alles, Union kann dagegen gelassen bleiben

(mk) Am Sonntag (Anstoß: 15 Uhr) steht in Eichede das Stormarner Lokalderby in der Landesliga Süd zwischen dem gastgebenden und Tabellenletzten SV Eichede und der Aufsteigerelf des SC Union Oldesloe auf dem Programm. Allerdings ist das Spiel in Gefahr, weil die derzeitigen Platzverhältnisse ein Fußballspiel nicht zulassen.

Beim Spiel der zweiten Mannschaft am vergangenen Sonnabend wurde der „Rasen“ so umgepflügt, daß das Spielfeld mehr einer Mondlandschaft gleicht. Da nach der Sonnabendbegegnung der Platz nicht gleich wieder geschleppt und gewalzt wurde, ließ der dann einsetzende Frost eine Platzbearbeitung nicht mehr zu. So mußten die Eicheder auch das für Dienstag vorgesehene Freundschaftsspiel gegen Hubertus Lübeck absagen und selbst von einem richtigen Trainingsabend konnte keine Rede sein.

So zog Trainer Püschel mit seinen Schützlingen am Donnerstag auch in die Halle nach Mollhagen um. Wirklich viel Pech für die Eicheder, die nun schon seit Wochen nicht mehr im Punktspieleinsatz waren. Nur wenn die Temperaturen am Wochenende ansteigen und somit ein Abschleppen des Sportplatzes möglich ist, kann das Derby am Sonntag stattfinden.

Dabei würden die Rot-Weißen so gerne mit einem Heimspiel den Endspurt um dem Klassenerhalt beginnen.

Dabei wird der Gegner aus der Kreisstadt keineswegs unterschätzt. Im Gegenteil; man hätte sich lieber einen anderen Auftaktgegner gewünscht. Doch eine Woche später in Burg dürfte die Aufgabe des SVE noch schwerer sein. Doch zunächst einmal geht man davon aus, daß die Begegnung doch noch stattfinden kann. Beim SVE wird Manfred Puppel wegen einer Knieverletzung fehlen und auch hinter Rüdiger Wagener und Manfred Klitzke stehen noch Fragezeichen, doch sollten sie letztlich dabei sein, Trotzdem wird die endgültige Aufstellung erst am Spieltag benannt.

Beim SVE hat man durchaus Respekt vor der Truppe von Trainer Last, die sich als Aufsteiger mit bisher erreichten 15:19-Punkten ausgezeichnet hält und den Klassenerhalt auch leicht schaffen sollte. Vor allem die kompromißlose Abwehr mit dem überragenden Spieler im Tor dürfte eine sehr harte Nuß für den SVE werden. Doch auch die Besetzung der vorderen Reihen kann sich durchaus sehen lassen. Akteure wie Thom, Kürbis (der stärkste Akteur beim Hinspiel) oder Gossow sollen erst einmal wirkungsvoll beschattet werden. Dabei haben die Gäste den Vorteil, die Sache erstmal abwartend auf sich zukommen lassen zu können. Schließlich würde ihnen ein Punkt genügen, während der SVE nur zu gerne beide Zähler für sich verbuchen möchte.

Der SVE wird den Erfolg also im Angriff suchen müssen, darf dabei aber nicht die Abwehr entblößen, denn sonst kann der Schuß schnell nach hinten losgehen. Sicherlich haben die Rot-Weißen die schwerere Aufgabe, zumal sie als Tabellenletzter nicht mehr viel zu verschenken haben und vor allem die Heimspiele Punkte bringen müssen. Das Hinspiel gestalteten die Eicheder nach einem 0:2-Rückstand noch mit einem 2:2-Unentschieden, Eine Punkteteilung also, die sich auch diesmal anbietet und den Gästen letztlich mehr dienen würde als den Hausherren. Mit einem interessanten, kampfbetonten und spannenden Lokalderby darf gerechnet werden.

  • Das Aufgebot des SVE: Klose, Kohfeldt, Dau, Klitzke, Wolfgang Pfeiffer, Hans-Jürgen Pfeiffer, Kielhorn, Rundshagen, Rüdiger Wagener, Wolfgang Busche, Brockmöller, Kramp, Niemeyer, Kühl und Uwe Pfeiffer.
  • Das Aufgebot des SC Union: Spieler, Petzold, Metzing, Olufs, Borrek, Thom, Kürbis, Spiwek, Holger Brandt, Nossol, Gossow, Albrecht, Fischer oder Rabener.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.3.1980

 

Sonntag, 2. März 1980

SV Eichede – Union Oldesloe ausgefallen

(Punktspiel)

 

Sonnabend, 8. März 1980

Union bietet sich eine große Chance

(mth) Eine große Chance hat am Sonntag der Aufsteiger in die Landesliga Süd Union Oldesloe. Sollten die Schützlinge von Trainer Last ihr Heimspiel gegen den TSV Travemünde siegreich gestalten können, hätten sie den Klassenerhalt – seit Saison das erklärte Ziel der Mannschaft – so gut wie in der Tasche.

Die Oldesloer hätten dann ein Punktekonto von 17:19 und eine Woche später würde dann sogar die Chance winken, das Punktverhältnis auszugleichen, denn es wartet ein weiteres Heimspiel auf die Männer vom Kurparkstadion und mit dem MTV Marne erscheint dann ebenfalls ein Gegner, der nicht unschlagbar erscheint.

Zunächst aber tun die Oldesloer gut daran, sich ganz auf das Spiel gegen die Travemünder zu konzentrieren. Die Mannschaft vom Ostseestrand rangiert in der Tabelle zur Zeit hinter den Stormarnern, ist deswegen aber keineswegs zu unterschätzen. Insgesamt verläuft die Saison für den TSV Travemünde, den vor Saisonbeginn nicht wenige Experten sogar als einen Meisterschaftskandidaten angesehen hatten, zwar ausgesprochen enttäuschend, aber in den letzten Spielen hat er doch bewiesen, daß er aus der tiefsten Talsohle inzwischen heraus ist.

Der glatte 4:1-Erfolg am letzten Sonntag über den MTV Marne war dafür ein deutliches Zeichen. Und noch etwas anderes sollte den SC Union warnen: Die Stormarner Kreisstadt scheint für die Travemünder ein gutes Pflaster zu sein. Bei Ihrem letzten Auftreten hier sorgten sie Anfang Dezember für eine handfeste Sensation. Als Tabellenletzter gewannen sie beim VfL Oldesloe mit 3:1 und beendeten so die Siegesserie der Löper-Schützlinge.

Union-Trainer Last wird voraussichtlich den gleichen Kader aufbieten, der am letzten Wochenende das Kreisderby beim SV Eichede hätte bestreiten sollen. Eventuell stößt noch Kurt Stobbe, der nach seiner Verletzungspause am letzten Wochenende bei Union II wieder seine ersten Gehversuche gemacht hat und auch gleich ein Tor erzielte, dazu. Das Spiel im Kurparkstadion beginnt am Sonntag um 15 Uhr.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.3.1980

 

Sonntag, 9. März 1980

Union Oldesloe – TSV Travemünde 1:1 (0:1)

(18. Punktspiel)

Nach der Pause wachte Union auf

So reichte es gegen den TSV Travemünde nach einem Rückstand noch zum Remis

(fi) Über 250 Zuschauer waren Zeugen eines bis zur letzten Minute äußerst spannenden Spiels zwischen dem SC Union Oldesloe und dem TSV Travemünde, das unter der guten Leitung von Schiedsrichter Preuß (Olympia Schwartau) stand, der infolge des schweren Bodens und der kämpferischen Gangart dieses Spiels kein leichtes Amt hatte. Durch den 4:1-Erfolg im letzten Heimspiel gegen den MTV Marne hatten die Travemünder bereits von sich Reden gemacht. Auch der glatte 4:0-Erfolg der Gäste in der Hinrunde hatte bei den Oldesloern einen gewissen Respekt hinterlassen. In der Tat spielten die Travemünder dann auch im erster Durchgang mit allem Elan und mit kämpferischem Einsatz und guter taktischer Einstellung auf, so daß die Gastgeber in dieser Phase der Begegnung einfach nicht zu ihrem Spiel fanden, zumal der glatte Boden ein technisches Spiel nicht zuließ. Das Bild änderte sich zu Gunsten der Platzherren aber nach der Halbzeit, so daß das 1:1-Unentschieden gerecht war.

SC Union Oldesloe: Spieler, Petzold, Metzing, Olufs, Borrek, Thom, Kürbis, Nossol (80. Rabener), Holger Brandt, Spiwek (68. Kurt Stobbe), Gossow,

TSV Travemünde: Freitag, Studt, Geelhaar, Rolbow, Knudsen, Roesge, Klaus (46. Bentien), Schomburg, Vedat, Wiens, Liedtke.

Schiedsrichter: Preuß (Olympia Schwartau).

Tore: 0:1 Vedat (24.), 1:1 Thom (62.).

Zuschauer: Über 250.

Vom Anstoß an spielten die Travemünder mit einem unerhörten Druck auf, wobei der Ball präzise von Mann zu Mann abgespielt wurde. Die Oldesloer ließen zunächst den Gegner kommen, wobei das Mittelfeld klar von den Gästen beherrscht wurde. Dennoch blieben die Oldesloer mit ihren Entlastungsangriffen nicht ohne Chancen.

So ging ein Schuß von Gossow in der 16. Minute nur knapp über das Tor und Thom traf nach einer Vorlage von Kürbis nur das Außennetz. In der 24. Minute war es aber Mittelstürmer Vedat, der zwei Oldesloer Abwehrspieler stehen ließ und aus zwölf Metern Entfernung unhaltbar einschoß. In der 40. Minute hatten die Gastgeber dann noch eine echte Ausgleichschance, aber Nossol scheitert mit seinem Schuß aus kurzer Entfernung an Torwart Freitag.

In der Pause gab dann Trainer Last für die Oldesloer die Parole aus, nunmehr mit mehr kämpferischen Einsatz aufzuspielen, um mindestens noch einen Punkt zu retten. Diese Anweisung wurde strengstens befolgt, denn jetzt hatten die Oldesloer nicht nur die weitaus größeren Spielanteile, sondern ließen die Travemünder kaum noch aus ihrer Hälfte heraus. Auf dem weichen Boden kostete diese Spielweise viel Kraft. Dennoch erspielten sich die Oldesloer eine Reihe von echten Torchancen.

So köpfte Nossol in der 52. Minute einen Freistoß von Borrek nur knapp am Tor vorbei. Ein Kopfball von Metzing wurde nach einer guten Vorarbeit von Kürbis von Torwart Freitag gehalten. Dann aber kam die 62. Minute. Thomas Thom schloß eine Kombination Nossol-Kürbis-Brandt aus kurzer Entfernung zum vielumjubelten 1:1 ab.

Holger Brandt setzt sich hier mit einem Kopfball prächtig in Szene, aber auch diese Chance führte nicht zu einem Tor.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.3.1980

 

Sonnabend, 15. März 1980

Union: Zwei Punkte wären Gold wert

(mth) In einem weiteren Heimspiel, das am Sonntag um 15 Uhr im Kurparkstadion beginnt, erwartet der SC Union Oldesloe den MTV Marne und hat damit eine große Chance, sich weiter vom Tabellenende abzusetzen.

Bei einem Sieg hätte der Aufsteiger aus der Stormarner Kreisstadt dann ein Punktkonto von 18:20, das bei dem breitgestreuten Abstiegsfeld zwar noch immer den Klassenerhalt nicht endgültig sicherstellen würde, aber die Wahrscheinlichkeit, daß die Truppe von Trainer Last dann ihr erklärtes Saisonziel erreichen würde, wäre doch sehr groß, denn niemand bei den Stormarner Fußballfreunden geht davon aus, daß die Mannschaft in den letzten – dann noch elf – ausstehenden Spielen etwa leer ausginge.

Die Oldesloer tun allerdings gut daran, ihren Gegner aus Dithmarschen nicht zu unterschätzen. Sie können sich bei ihrem Lokalrivalen VfL erkundigen, wie schwer es ist, die Marner trotz einer glänzenden Leistung in die Knie zu zwingen. Im Weg steht dem vor allem der glänzende Torhüter Wolfgang Ehlers, der sich vor allem in Oldesloe und gegen Oldesloer Mannschaften besonders wohl zu fühlen scheint.

Der SC Union selbst hat am letzten Wochenende nur streckenweise überzeugen können. Gegen den TSV Travemünde waren die Spieler um Mannschaftssenior Helmut Nossol eine Halbzeit zu zurückhaltend, ehe sie sich in der zweiten Spielhälfte dann doch noch ein 1:1-Unentschieden erkämpften.

Um die „Festung Ehlers“ erfolgreich zu erstürmen, werden sie sich am Sonntag schon in beiden Halbzeiten ins Zeug legen müssen. Trainer Last wird sein Aufgebot gegenüber dem letzten Wochenende kaum verändern. Da Kurt Stobbe inzwischen wieder zur Verfügung steht, sind ihm jetzt sogar mehr Variationsmöglichkeiten gegeben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.3.1980

 

Sonntag, 16. März 1980

Union Oldesloe – MTV Marne 2:1 (1:1)

(19. Punktspiel)

SC Union kann jetzt aufatmen

Durch den 2:1-Sieg über Marne ist der Anschluß ans Mittelfeld geschafft

(fi) Mehr als 300 Zuschauer waren ins Kurparkstadion gekommen, um den SC Union gegen den MTV Marne siegen zu sehen. Bereits in der Kabine hatte Trainer Last die Parole herausgegeben, daß dieses Spiel unter allen Umständen für die Oldesloer gewonnen werden müßte, um endgültig den Anschluß an das Mittelfeld zu gewinnen und letztlich das Debakel aus dem Hinspiel in Marne mit dem Verlust der beiden Punkte und zwei vermeidbaren Feldverweisen endgültig vergessen zu lassen. Der Gegner wurde in keiner Phase des Spiels unterschätzt und das gute Können des Gästetorwarts Wolfgang Ehlers von vornherein in Rechnung gestellt. Nach dem 2:1-Sieg nunmehr 18:20 Punkten können die Oldesloer jetzt in aller Ruhe den weiteren Spielen entgegensehen. Schiedsrichter Spiecker hatte das Spiel jederzeit fest in der Hand.

SC Union Oldesloe: Spieler, Petzold, Metzing, Gossow, Borrek, Thom, Kürbis, Spiwek, Holger Brandt, Nossol, Rabener.

MTV Marne: W. Ehlers, Thomsen, Harder, Tiedje (69. Hamann), Hanßen, Balzer (62. Schiller), Borwik, Little, M. Ehlers, Romahn, Bollmann.

Schiedsrichter: Spiecker (Itzehoer SV).

Tore: 0:1 Little (14., Foulelfmeter), 1:1 Nossol (34.), 2:1 Kürbis (47.).

Zuschauer: Mehr als 300.

Die vom Trainer Last herausgegebene Parole, von vornherein auf Angriff zu spielen, wurde sehr genau befolgt. Die Platzherren waren im ersten Durchgang nicht nur die dominierende Mannschaft, sondern konnten auf dem gut bespielbaren Boden auch ihr technisches Können voll ausspielen, wenn auch einzelne Konterangriffe der Marner nicht ungefährlich waren.

So konnte der hervorragende Torsteher der Gäste gleich in den Anfangsminuten sein Können unter Beweis stellen, denn Schüsse von Holger Brandt auf Vorlage von Kürbis und Gossow wurden durch ihn unschädlich gemacht. Ein Schuß von Spiwek nach Vorarbeit von Thom ging in der elften Minute knapp über das Tor. Dann konnte in der 14. Minute Thom Linksaußen Bollmann nur unfair bremsen. Den verhängten Foulelfmeter schoß LittIe unhaltbar ins untere linke Eck zum 1:0 für die Marner ein.

Die Oldesloer ließen sich durch diesen Treffer nicht verunsichern und spielten weiterhin überlegen auf. Nach einer Vorlage von Spiwek konnte Torwart Ehlers wiederum einen genauen Schuß von Holger Brandt unter Kontrolle bringen. In der 34. Minute mußte er sich aber dann doch erstmalig geschlagen geben, denn Nossol konnte eine Vorlage von Kürbis aus sechs Metern Entfernung zum 1:1 über die Linie drücken. Wenig später ging ein „Geschoß“ von Kürbis nach Vorarbeit von Petzold nur knapp am Tor vorbei.

Auch die zweite Halbzeit begann mit starkem Druck der Oldesloer und in der 47. Minute war es Kürbis, der nach einem Freistoß und einem Doppelpaßspiel mit Spiwek die Gastgeber mit 2:1 in Führung bringen konnte. Ein Schuß von Holger Brandt wurde wenig später vom Marner Schlußmann sicher gehalten.

Nun setzten aber die Marner alles auf eine Karte, um mindestens noch einen Punkt zu retten, aber Unions Abwehr erwies sich als sehr sattelfest. Eine echte Einschußchance hatte der Marner Borwik nach guter Vorarbeit von M. Ehlers in der 58. Minute, aber Spieler hielt auch diesen gezielten Schuß. Die letzte Viertelstunde gehörte dann wieder den Oldesloern. In der 80. Minute war es wieder Holger Brandt, der Torwart W. Ehlers nicht überwinden konnte, der Nachschuß von Thom ging über die Latte. Gefahrdrohend wurde anschließend noch ein Angriff von Linksaußen Bollmann in der 85. Minute, doch Spieler konnte halten.

Alles in allen war es ein verdienter Sieg für die Oldesloer. Torwart Wolfgang Ehlers hatte dafür gesorgt, daß die Niederlage der Marner nicht noch höher ausfiel.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.3.1980

 

Sonnabend, 22. März 1980

Union kann ohne Belastung aufspielen

Beim FC Burg haben die Oldesloer nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen

(mth) Ohne große nervliche Belastung fährt die Landesliga-Mannschaft des SC Union Oldesloe am Sonntag zu ihrem Gastspiel beim Tabellenzweiten FC Burg. Der Oldesloer Aufsteiger, der sich durch eine Reihe großartiger Resultate in den letzten Wochen vor dem Abstieg so gut wie in Sicherheit gebracht hat, geht gegen diese Spitzenmannschaft als krasser Außenseiter ins Rennen, und kann ganz locker aufspielen, denn mit einem Punktgewinn rechnet für die Schützlinge von Trainer Last ohnehin niemand.

Bei den wenigen Punkten, die die Männer vom Kurparkstadion zum endgültigen Klassenerhalt noch benötigen, ist man auf Punktgewinne gegen Spitzenmannschaften nicht unbedingt angewiesen, zumal in den zehn dann noch ausstehenden Spielen noch leichtere Aufgaben auf sie zukommen.

Wenn die Oldesloer auch ohne den Druck, unbedingt gewinnen zu müssen nach Burg fahren, so wollen sie es natürlich dennoch nicht am nötigen Ehrgeiz fehlen lassen. Unbelastet, wie sie sind, ist noch nicht einmal ausgeschlossen, daß sie für eine angenehme Überraschung sorgen können, über die sich wohl niemand so sehr freuen würde, wie der Lokalrivale VfL.

Trainer Last hat nach den guten Leistungen in den letzten Spielen keine Veranlassung, seine Mannschaft groß umzukrempeln. Vielleicht allerdings kommt der zuletzt ausgefallene Vorstopper Olufs wieder zum Einsatz, und auch Kurt Stobbe erhält unter Umständen, wenn er wieder völlig gesund ist, eine neue Chance. Spielbeginn in Burg ist am Sonntag um 15 Uhr.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.3.1980

 

Sonntag, 23. März 1980

FC Burg – Union Oldesloe 1:0 (0:0)

(20. Punktspiel)

Union war nur durch ein Eigentor zu bezwingen

Unglückliche 0:1-Niederlage der Oldesloer in Burg

(fi) 250 Zuschauer waren auf dem Sportplatz des FC Burg erschienen, um sich persönlich von dem aufstrebenden Trend der SC Union Oldesloe zu überzeugen. Wenn auch die favorisierten Burger im zweiten Durchgang mehr vom Spiel hatten, so blieb ihnen letztlich doch die Ehre des eigenen Torerfolges versagt, denn der Siegtreffer zum 1:0-Erfolg für die Dithmarscher fiel in der 72. Minute durch ein unglückliches Eigentor des Oldesloer Rabener.

FC Burg: Horn, Franzenburg, Oehser, Jungk, Schneider (85. Ramm), Witt, Vieth, Rademacher, Vohs, Ellmann, Bressau (60. Reimers).

SC Union Oldesloe: Spieler, Petzold, Albrecht (80. Rohhäuser), Gossow, Borrek, Thom, Rabener, Spiwek (64. Stobbe), Holger Brandt, Nossol, Kürbis.

Schiedsrichter: Freese (Neumünster) war dem Spiel ein gerechter Leiter. Er war stets auf Ballhöhe zu finden und gab seine Anordnungen sehr präzise.

Tor: 1:0 Eigentor Rabener (72.).

Zuschauer: 250.

Das Spiel begann sehr ausgeglichen für die ersten 30 Minuten. Erst dann wurde der FC Burg stärker, vermochte sich aber im Strafraum der Oldesloer nicht erfolgreich durchzusetzen. Auf Vorlage von Vohs kam in der zwölften Minute der Burger Witt zu einem Schuß, der aber absolut sicher vom Torwart Spieler gehalten wurde.

In der ersten Halbzeit hatten aber auch die Oldesloer ihre torreifen Chancen. So strich ein Schuß von Borrek nach einer Vorlage von Thom in der 20. Minute nur knapp über die Latte, und in der 40. Minute war es Thom, der auf Vorlage von Spiwek nur knapp am unteren rechten Toreck vorbeischoß.

In dieser Phase des Spiels hatten die favorisierten Burger keinerlei torgefährliche Chancen aufzuweisen, zumal die Oldesloer Abwehr bei harter Manndeckung auf dem Posten war.

Im zweiten Durchgang wurde der FC Burg dann immer stärker und überließ den Oldesloern nur noch gelegentliche Konterangriffe. Dennoch brachten die Dithmarscher keinen Treffer aus eigener Kraft zustande, denn der spielentscheidende Treffer fiel in der 72. Minute durch den Oldesloer Rabener, der den Ball nach einem Eckball von der rechten Seite mit dem Kopf unglücklich ins eigene Tor lenkte.

Nach diesem Eigentor mobilisierten die Oldesloer nochmals alle Kräfte und ließen sich keineswegs durch dieses Mißgeschick außer Konzept bringen. So hatte der Torschütze Rabener in der 82. Minute noch die Gelegenheit sein Eigentor wieder auszugleichen, aber sein Schuß ging knapp am rechten Torpfosten vorbei. In der 87. Minute war es Nossol, der einen Flankenball von Kürbis nur knapp am linken Pfosten vorbeiköpfte. Aber auch die Burger hatten in der 89. Minute noch die Chance, endlich zu ihrem eigenen Tor zu kommen, denn Rademacher traf mit seinem Schuß nur den Pfosten und Torwart Spieler konnte den Abpraller mit letzter Kraft zur Ecke lenken.

Die Oldesloer hatten die Glücksgöttin „Fortuna“ in diesem Spiel nicht auf ihrer Seite. Sie gehen aber frohen Mutes in die Zukunft und sehen die kommenden Spiele mit Gelassenheit auf sich zukommen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.3.1980

 

Sonnabend, 29. März 1980

Union: Auch nach Schlutup ohne Angst

Die Oldesloer hoffen auch in der Hansestadt auf eine Außenseiterchance

(mth) Ein weiteres Auswärtsspiel steht an diesem Wochenende für den SC Union Oldesloe in der Landesliga Süd auf dem Programm. Der Stormarner Aufsteiger aus dem Kurparkstadion muß am Sonntag um 15 Uhr beim TSV Schlutup antreten und geht dabei sicher nur als Außenseiter auf das Spielfeld.

Mit einer ähnlich guten Leistung allerdings wie am letzten Wochenende beim FC Burg, als man nur durch ein Eigentor höchst unglücklich verlor, sind die Schützlinge von Trainer Christian Last auch in Lübeck gewiß nicht ohne Chancen. Die Mannschaft kann erneut ohne große Belastung aufspielen und will alles daransetzen, die Außenseiterchance zu nutzen.

Sie hat zwar bislang einen achtbaren Mittelplatz erreicht, den ihr vor Saisonbeginn bei weitem nicht alle Experten zugetraut hatten, aber ganz in Sicherheit vor dem, Abstieg ist man noch nicht. Den einen oder anderen Punkt werden die Oldesloer in den letzten zehn Spielen dieser Saison schon noch holen müssen, wenn das rettende Ufer endgültig erreicht werden soll. Aber bis Saisonschluß stehen ja auch noch einige Heimspiele gegen vermutlich leichtere Gegner auf dem Programm, so daß man auf einen Punktgewinn in Schlutup nicht unbedingt angewiesen ist.

Die Schlutuper haben am letzten Wochenende auf dem Exer in Bad Oldesloe gegen den VfL gezeigt, daß sie ihre lange Formkrise, die sie aus dem Kreis der Meisterschaftsanwärter katapultiert hatte, offensichtlich überwunden haben. Sie verfügen wieder über eine kampfkräftige Truppe, die den Oldesloern sicher alles abverlangen wird.

Im Aufgebot des SC Union wird es gegenüber dem letzten Wochenende voraussichtlich keine großen Veränderungen geben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.3.1980

 

Sonntag, 30. März 1980

TSV Schlutup – Union Oldesloe 1:1 (0:1)

(21. Punktspiel)

1:1 – Union gefiel auch beim TSV Schlutup

Die Oldesloer dominierten eine Halbzeit lang

(fi) Die Oldesloer waren mit der von Trainer Last erteilten Devise nach Schlutup gefahren, von dort mindestens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen, was ihnen letztlich auch aufgrund ihrer taktischen guten Einstellung auch vollauf gelungen ist. So setzten sie vor allen Dingen Im ersten Durchgang mit dem leichten Rückenwind alles auf eine Karte, ohne allerdings die eigene Deckungsreihe zu öffnen und legten mit der 1:0-Führung in der 12. Minute den Grundstein für das am Ende verdiente 1:1-Unentschieden.

TSV Schlutup: Eckert, Dahmke, Schröder (46. Tonn), Grube, Gruhn, Möller, Behncke (60. Heerdt), Block, Trantow, Wendlandt, Nekel.

SC Union Oldesloe: Spieler, Petzold, Metzing, Gossow, Borrek, Thom, Fischer, Spiwek (74. Rabener), Holger Brandt, Nossol, Kürbis.

Schiedsrichter: NN.

Tore: 0:1 Brandt (12.), 1:1 Grube (58.).

Zuschauer: Kaum mehr als 100.

Vor kaum mehr als 100 Zuschauern, davon mehr als die Hälfte aus Oldesloe, dominierten die Gäste mit dem leichten Wind im Rücken während des gesamten ersten Durchgangs. Sie hatten in dieser Phase des Spiels nicht nur die größeren Spielanteile, sondern waren den Schlutupern auch in technischer Hinsicht überlegen. Alle wußten, daß in dieser ersten Halbzeit mit dem Wind im Rücken eine positive Vorentscheidung für sie fallen mußte, wenn der erhoffte Punktgewinn gelingen sollte. Zunächst aber hatte Torwart Spieler Mühe mit einem Schuß von Nekel nach einem Freistoß von Wendlandt, den er aber zu meistern wußte. Dann war es der talentierte Holger Brandt, der nach einem Doppelpaßspiel mit Spiwek die Stormarner in der 12. Minute mit 1:0 in Führung brachte.

Diese frühe Führung gab den Oldesloern das nötige Selbstvertrauen. So ging ein Schuß von Kürbis nach einer Vorlage von Nossol in der 30. Minute nur knapp über die Latte und einen direkten Eckball von Kürbis konnte Torwart Eckert wenig später aus dem oberen Torwinkel fausten. Vorher hatte Torwart Spieler noch einen 20-Meter-Schuß von Grube zu halten.

In der zweiten Halbzeit spielten die Oldesloer nur noch mit zwei Angriffsspitzen, um gegen den immer stärker aufkommenden Wind das Schwergewicht auf die Abwehr zu legen, was ihnen vorläufig auch gelang. In der 58. Minute war es aber Grube, der einen Flankenball von Tonn aus zwölf Metern Torentfernung in die untere linke Torecke zum 1:1-Ausgleich einschoß.

Nach diesem Erfolg kamen die Schlutuper besser ins Spiel und nahmen dabei auch die herausgespielten Torchancen wahr, die aber durch die aufmerksame Deckung der Oldesloer, besonders aber durch Torwart Spieler zunichte gemacht wurden. So konnte Spieler in der 78. Minute einen Schuß von Wendlandt noch zur Ecke fausten.

Aber auch die Oldesloer hatten wenig später fast einen weiteren Erfolg durch Holger Brandt verbuchen können, aber Brandt scheiterte knapp an Torwart Eckert. Ausgesprochenes Glück hatte Torwart Spieler noch in der 85. Minute, als er einen gezielten 30-Meter-Schuß gerade noch aus dem oberen rechten Toreck herausfausten konnte.

Aufgrund der verschiedenartigen Halbzeiten entsprach das Unentschieden durchaus dem Spielverlauf, womit die Oldesloer sehr zufrieden waren.

STORMARNER TAGEBLATT vom 31.3.1980

 

Sonnabend, 5. April 1980

Oldesloer Lokalderby

Der VfL hat das Heimrecht verschenkt, will dafür aber die Punkte behalten. Aber auch der SC Union rechnet sich gegen den Nachbarn gute Chancen aus

(mth) Höhepunkt des österlichen Fußballgeschehens im Kreis Stormarn ist zweifellos das Oldesloer Lokalderby in der Landesliga Süd zwischen dem VfL Oldesloe und dem SC Union Oldesloe. Gastgeber für dieses Spiel ist zwar der VfL, gespielt aber wird auf dem Platz des SC Union, dem Kurparkstadion. Der VfL hat sich, im Einvernehmen mit dem Gegner und dem Verband, zu diesem Platzwechsel entschlossen, da er mit einer großen Zuschauerkulisse rechnet – beim Hinspiel am 30. Dezember 1979 kamen fast 1100 zahlende Besucher – und im Kurparkstadion weit bessere Möglichkeiten bestehen, diese abzukassieren als auf dem Exer, auf dem man bis zur Fertigstellung des Travestadions seine Punktspiele austrägt. Der Anpfiff zum Lokalderby erfolgt am Sonnabend um 15.30 Uhr.

Die Voraussetzungen für die Begegnung liegen klar auf der Hand: Der VfL geht mit der erklärten Absicht in das Spiel, wie im Hinspiel, das er recht sicher mit 2:0 für sich entschied, wieder zwei Punkte unter Dach und Fach zu bringen, um weiterhin seine Chancen im Meisterschaftskampf zu wahren.

Die Schützlinge von Tainer Paul Löper haben in den letzten Wochen nicht immer überzeugen können. Sie werden am Sonnabend schon eine konzentrierte Leistung bringen müssen, um den Lokalrivalen in Schach zu halten. Der Mannschaft, das haben fast alle Spiele In dieser Saison deutlich gemacht, fehlt dringend ein Torjäger, der es versteht, aus den vielen Torchancen, die sich die Truppe erspielt, Kapital zu schlagen, und auch ein Regisseur stünde der jungen Mannschaft gut zu Gesicht.

Gegenüber dem letzten Wochenende, als die Mannschaft beim 3:0 gegen SV Heide II recht gut zu gefallen wußte, will der VfL-Coach nach Möglichkeit keine Veränderungen im personellen Aufgebot vornehmen. Fragezeichen stehen allerdings noch hinter dem Einsatz von Matzke, Wölk und Petzold. Auf Thomas Nossol muß Löper auch weiterhin mit Sicherheit verzichten. Er hat seine Fußverletzung noch immer nicht vollständig auskuriert und wird in dieser Saison vermutlich überhaupt nicht mehr zum Einsatz kommen.

Völlig unbelastet und ohne jeden Erfolgszwang kann der SC Union in das Prestige-Duell gehen. Der Aufsteiger hat sich in seiner ersten Saison in der Landesliga bislang prächtig geschlagen und dürfte, wenn er in den letzten Saisonspielen nicht noch krass abfällt, den Klassenerhalt – von Saisonbeginn an das erklärte Ziel der Mannschaft – so gut wie in der Tasche haben.

Gerade in den letzten Wochen hat die Mannschaft von Trainer Christian Last mit einer Reihe von bemerkenswerten Leistungen aufzuwarten gewußt, so daß man ihr auch für das Lokalderby eine gute Außenseiterchance einräumen muß. Zu verlieren hat die Mannschaft um Kapitän Ulrich Kürbis ohnehin nichts und man kann sicher sein, daß die Truppe gegen den VfL mit besonderem Ehrgeiz auf‘s Feld läuft.

Geschenkt, da sind wir ganz sicher, wird dem Meisterschaftskandidaten aus der Stormarner Kreisstadt gewiß nichts. Auch Union-Trainer Christian Last hat keinen Grund, seine zuletzt erfolgreiche Elf umzumodeln. Auch er wird ohne Not keine größeren Umstellungen vornehmen.

Hoffen wir, wie bei allen Lokalderbys. daß die Partie bei allem Ehrgeiz und aller gesunden Rivalität, die zwischen den beiden Mannschaften besteht, einen fairen Verlauf vernimmt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.4.1980

 

Sonnabend, 5. April 1980

VfL Oldesloe – Union Oldesloe 2:0 (0:0)

(22. Punktspiel)

Tore von Schmoliner brachten die Entscheidung

Vor fast 1000 Zuschauern war der VfL die eindeutig dominierende Mannschaft, die leicht höher als 2:0 gewinnen konnte

(mth) Wenn die Ligamannschaft des VfL Oldesloe in der Landesliga Süd in den letzten Jahren Lokalderbys auszutragen hatte, blieb sie oft hinter den Erwartungen zurück und büßte vielfach, obwohl sie doch vermeintlich die stärkste Truppe im Kreis Stormarn stellt, Punkte ein. In dieser Saison nun hat der VfL diese Schwäche in Nachbarschaftsderbys offensichtlich überwunden. Nach drei Kreisderbys – das Rückspiel gegen den SV Eichede steht noch aus – ist sie in diesen Spielen noch immer ohne Punktverlust, ja sogar noch ohne Gegentor. Am Ostersonnabend setzte sich die Truppe von Trainer Löper im Oldesloer Schlagerspiel gegen den SC Union wie schon im Hinspiei sicher mit 2:0 durch. Großer Gewinner dieses Spiels, das der VfL, um auch finanziell aus dem Schneider zu kommen – auf dem Exer, auf dem sonst die Heimspiele stattfinden ist eis lückenloses „Abkassieren“ kaum möglich – ins Kurparkstadion verlegte, war Mannschaftskapitän Gerd Schmoliner, der in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit beide Tore erzielte.

VfL Oldesloe: Sakrzewski, Gerd Albrecht, Heyck, Wölk, Klaus Albrecht, Scheel, Timmermann, Rohde, Hopp (78. Völzke), Gerken, Schmoliner (81. Peter Petzold).

SC Union Oldesloe: Spieler, Metzing, Gossow, Borrek, Michael Petzold, Thom, Spiwek, Nossol (78. Rabener), Fischer (59. Stobbe), Brandt, Kürbis.

Schiedsrichter: Urbanski (Lübeck) mit einer im großen und ganzen befriedigenden Leistung. Metzing und Gerd Albrecht sahen von ihm die gelbe Karte in einem Spiel, das zumeist fair verlief.

Tore: 1:0 Schmoliner (46.) mit einem herrlichen Schuß von der Strafraumgrenze, als die Union-Abwehr offensichtlich mit einem Paß zum freistehenden Gerken gerechnet hatte); 2:0 Schmoliner (54.) wiederum mit einem herrlichen Linksschuß nach einer Flanke von Timmermann.

Zuschauer: Fast 1000 bei herrlichstem Wetter, von denen mehr als 800 Eintritt bezahlten und so die Rechnung des VfL aufgehen ließen.

Nach fulminantem Auftakt – Rohde hatte schon in der zweiten Minute eine Riesenchance, dieSpieler nur mit einem glücklichen Reflex vereitelte; zwei Minuten später verfehlte Borrek mit einem Fernschuß nur knapp das Gehäuse von Sakrzewski – bot die erste Halbzeit nur wenig aufregende Szenen. Gastgeber VfL, das wurde zwar auch schon in diesem Spielabschnitt deutlich, war dem SC Union zwar in fast allen Belangen überlegen, aber die Mannschaft wirkte nicht konzentriert genug, um diese Vorteile auch in Tore umzumünzen.

Erkennbar war aber auf jeden Fall schon, daß der Meisterschaftsanwärter in fast allen direkten Duellen ein Übergewicht hatte. Das fing in der Abwehr an, wo Kürbis (gegen Gerd Albrecht), Brandt (gegen Heyck) und Fischer (gegen Klaus Albrecht) keine „Schnitte“ machten, setzte sich im Mittelfeld fort – Scheel beherrschte Spiwek nach Belieben, Timmermann hatte Nossol sicher im Griff, obwohl er ihn am „langen Band“ führte, und nur Thom hatte etwas mehr Spielraum, da sein Gegenspieler Rohde die taktische Marschroute mitbekommen hatte, des öfteren in der Sturmmitte auszuhelfen – und kam auch im Angriff deutlich zum Ausdruck, wo Schmoliner und Gerken von Metzing und Gossow nicht gehalten werden konnten, während allein Hopp bei Petzold meistens auf Granit biß.

Der schnelle Führungstreffer nach dem Seitenwechsel durch Schmoliner stellte dann die Weichen endgültig auf einen Sieg des Favoriten. Notgedrungen mußte der SC Union nun seine Abwehr mehr öffnen, ohne daß deswegen sein Angriffsspiel mehr Schwung bekam. Man hatte bis zum Schlußpfiff den Eindruck, die Männer vom Kurparkstadion hätten noch ein paar Stunden spielen können, ohne daß ihnen ein Treffer gelungen wäre.

Der VfL dagegen hätte nun reichlich Möglichkeit, seine Konterstärken auszuspielen. Wenn es dennoch nur noch zu einem weiteren Treffer – wiederum durch den überragenden Schmoliner – reichte, lag das zum einen an der schon sattsam bekannten Schwäche des VfL im Ausnutzen von Torchancen und zum anderen an der guten Form von Union-Torhüter Spieler, der zusammen mit Libero Borrek, der allerdings viele Löcher zu stopfen hatte, zu den besten Spielern seiner Mannschaft zählte.

Trainerstimmen zum Spiel:

  • VfL-Trainer Paul Löper: „Ein Kompliment meiner Mannschaft! Sie hat in jeder Beziehung überaus diszipliniert gespielt und das vorgegebene taktische Konzept bis ins Detail auf das Spielfeld übertragen. Abgesehen von Thom lagen alle Union-Mittelfeld- und Angriffsakteure fest an der Kette ihrer Gegenspieler. Im Angriff kamen uns die von Union gewählten Paarungen sehr entgegen. Metzings statische Spielweise jedenfalls hat Schmoliner zu großen Taten animiert. Dieser Sieg, den ich als hochverdient ansehe, und die gleichzeitige Heimniederlage der Burger gegen Schlutup sollten für uns zusätzliche Motivation sein, am kommenden Sonntag bei Spitzenreiter SV Itzehoe II alles zu geben. In diesem Spiel wird sich entscheiden, ob der VfL weiterhin um die Meisterschaft oder „nur um die Plätze spielen wird.“
  • Union-Trainer Christian Last: „Der Sieg für den VfL geht völlig in Ordnung. Meinen Mittelfeld- und Angriffsspielern wurden klar die Grenzen aufgezeigt, und Metzing und Gossow fanden bedauerlicherweise nicht die Form, um ihre Gegenspieler entscheidend zu stören. Für uns aber ist diese Niederlage kein Beinbruch. Wir werden konsequent die Linie der letzten Wochen fortführen. Die Punkte, die wir zum Klassenerhalt noch benötigen, haben wir ohnehin nicht aus den Spielen gegen Spitzenmannschaften eingeplant – dafür sind wir mit nur einem „Anzug“ nicht stark genug – die werden wir gegen Konkurrenten aus dem unteren Mittelfeld holen. Dem Gegner will ich gerne eine gute Leistung bescheinigen. Er hat gerade meinen jungen Spielern ihre noch bestehenden Grenzen aufgezeigt.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.4.1980

 

Sonnabend, 12. April 1980

Das Abstiegsgespenst soll gebannt werden

(mth) Nach drei Auswärtsspielen – das Lokalderby gegen den VfL am Ostersonnabend galt ja auch als solches, obwohl man im heimischen Kurparkstadion antrat – hat der SC Union Oldesloe in der Landesliga Süd an diesem Wochenende wieder ein Heimspiel. Gegner des Stormarner Aufsteigers ist die zweite Mannschaft des Heider SV, die wie der SC Union den Klassenerhalt noch nicht vollständig in der Tasche hat.

Beide Mannschaften, die sich am Sonntag ab 19 Uhr im Kurparkstadion gegenüberstehen, weisen zur Zeit 19 Pluspunkte auf, wobei allerdings die Abstiegsgefahr für die Dithmarscher erheblich größer ist als für die Oldesloer, haben sie doch schon zwei Spiele und damit vier Minuspunkte mehr auf dem Buckel.

Die Heider stellen im Durchschnitt eine sehr junge Mannschaft, die spielerisch zwar mit den meisten Landesliga-Mannschaften gut mithalten kann, aber doch auch zur Unbeständigkeit neigt. Zum SC Union allerdings kommen sie mit der Empfehlung eines sicheren 4:1-Erfolges über den TSV Heiligenstedten, der in den letzten Wochen ja ansonsten selbst Spitzenmannschaften zu schaffen machte.

Der SC Union wird also gut daran tun, den Gegner nicht zu unterschätzen, wenn er nicht eine böse Überraschung erleben will. Bislang haben sich die Oldesloer als Aufsteiger in der Landesliga zwar sehr beachtlich geschlagen, aber eine Heimniederlage gegen eine Mannschaft, die ebenfalls aus dem unteren Mittelfeld kommt, könnte die bislang so gute Basis für einen Klassenerhalt noch einmal entscheidend schwächen.

Trainer Christian Last wird seine Mannschaft trotz der nicht gerade überzeugenden Leistung im Lokalderby kaum wesentlich verändern. Ihm blieben auch kaum Möglichkeiten dazu, denn er verfügt nur über einen sehr begrenzten Kader von Spielern mit Landesliga-Reife.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.4.1980

 

Sonntag, 13. April 1980

Union Oldesloe – Heider SV II 2:1 (1:0)

(23. Punktspiel)

2:1 gegen SV Heide II

Union ist fast am Ziel der Wünsche. Klassenerhalt sollte für die Oldesloer sicher sein

(fi) Mit dem Spiel gegen SV Heide II wollte der SC Union das Abstiegsgespenst um jeden Preis und endgültig beseitigen, Vor über 200 Zuschauern, die bei dem schönen Frühlingswetter den Weg ins Kurparkstadion gefunden hatten, wurde dann auch ein technisch gutes Fußballspiel geboten, an dem man seine helle Freude haben konnte. Vor Beginn hatte Trainer Last seinen Spielern die Devise mit auf den Weg gegeben, sofort mit allem Elan auf Angriff zu spielen mit dem Ziel, beide Punkte einzustreichen, zumal der Heider SV II ebenfalls mit zu den abstiegsbedrohten Mannschaften gehört. Diese Weisung wurde „strengstens befolgt“ und brachte den Oldesloern einen wertvollen und auch verdienten 2:1-Erfolg ein, obwohl sie dieses Spiel ohne ihren erkrankten Stammspieler Holger Brandt durchstehen mußten.

SC Union Oldesloe: Spieler, Petzold, Metzing, Gossow (73. Albrecht), Borrek, Thom, Kürbis, Fischer, Nossol, Kurt Stobbe, Rabener (46. Spiwek).

Heider SV II: Saffe, Weinrich, Quäst, Knobbe, Sonnberg, Damaschke, Nieswandt, Schütte, Schulz (52. Ullbrich), Anker, Adria.

Schiedsrichter: NN.

Tore: 1:0 Nossol (25.), 2:0 Thom (69.), 2:1 Damaschke (87., Foulelfmeter).

Zuschauer: Über 200.

Aufgrund der von Trainer Last herausgegebenen Weisungen spielten die Platzherren von Beginn an mit vollem Elan auf Angriff und hatten auch in den ersten 30 Minuten die weitaus größeren Spielanteile aufzuweisen. So wurde ein gezielter Weitschuß von Borrek aus 25 Metern Entfernung in der zweiten Minute durch den Heider Torwart Saffe unschädlich gemacht. Wenig später schoß Thom nach guter Vorarbeit von Nossol nur knapp über die Latte, und in der 28. Minute wurde ein Kopfball von Kurt Stobbe auf Vorlage von Kürbis ebenfalls vom Heider Torsteher gehalten.

Die Oldesloer drängten weiter, und in der 25. Minute war es Nossol, der eine Kopfballvorlage von Kurt Stobbe mit dem Kopf zum 1:0 für die Gastgeber unterbringen konnte.

Durch diesen Vorsprung wurden die Oldesloer noch ermuntert. Einen Kopfball von Kurt Stobbe nach guter Vorarbeit von Kürbis konnte Torwart Saffe mit letzter Anstrengung halten, und ein Schuß von Thom ging wenig später nach einer guten Vorarbeit von Fischer knapp am rechten Torpfosten vorbei. Die einzige echte Torchance für die Gäste aus Heide ergab sich in der 40. Minute nach einem Eckball von Nieswandt, den Torwart Spieler nicht erreichte, aber Fischer rettete den von Damaschke geköpften Ball auf der Torlinie und verhinderte damit den durchaus möglichen Ausgleich.

Auch die ersten 20 Minuten des zweiten Durchgangs gingen voll an die Oldesloer, die weiterhin mit guten Kombinationen aufwarteten. Aus einer solchen Kombination mit Kürbis und Fischer schoß dann Thom in der 69. Minute zum 2:0 für die Oldesloer ein. Damit schien das Spiel für die Stormarner gelaufen zu sein, aber nach diesem Treffer bäumten sich die Gäste aus Heide noch einmal mit allen Kräften auf, aber die Abwehr der Platzherren stand voll ihren Mann.

Eine gute Einschußmöglichkeit ergab sich dann noch für Thom in der 85. Minute, die eigentlich das 3:0 hätte einbringen müssen, aber Thom traf nur die Latte. Die Heider drängten dann für den Rest der Spielzeit weiter, und Petzold konnte den Heider Adria in der 87. Minute nur noch unfair am Einschuß behindern. Den fälligen Elfmeter schoß dann Damaschke sicher zum einzigen Gegentreffer ein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.4.1980

 

Sonnabend, 19. April 1980

Mit „lxi“ läuft es bei der Eintracht

SC Union Oldesloe morgen in Segeberg nur krasser Außenseiter

(mth) Eine denkbar schwere Auswärtsaufgabe hat an diesem Wochenende in der Landesliga Süd der SC Union Oldesloe zu lösen. Die Schützlinge von Trainer Christian Last treten am Sonntag um 15 Uhr bei Eintracht Segeberg an, jener Mannschaft also, die in der Rückrunde das erfolgreichste Team der Klasse stellt.

Der Weg der Segeberger in dieser Saison ist wirklich erstaunlich. Im ersten Drittel der Serie bekam die Mannschaft einfach kein Bein an die Erde und wurde schon frühzeitig als sicherer Abstiegskandidat gehandelt.

Ein Trainerwechsel im Spätherbst, man verpflichtete den in Oldesloe ja bestens bekannten Wilhelm „Ixi“ Lindemann, der sich zuvor vom Bezirksklassenvertreter SC Leezen nach durchaus erfolgreicher Arbeit getrennt hatte, bewirkte wahre Wunder. Nach kurzer Anlaufzeit steigerten sich die Segeberger in eine Erfolgsserie hinein, die bis jetzt andauert.

Von Abstieg ist bei der Eintracht schon lange nicht mehr die Rede, denn inzwischen hat sich die Mannschaft bis auf den siebenten Tabellenplatz vorgearbeitet und besitzt mit 26:24 Zählern ein positives Punktekonto.

Nicht auszudenken, wo die Segeberger in der Tabelle jetzt stehen könnten, wenn sie nicht den Saisonstart so total verpatzt hätten. Zu den im Augenblick besten Mannschaften dieser Spielklasse sind sie in jedem Fall zu zählen.

Unter diesen Voraussetzungen ist der SC Union am Sonntag natürlich nur krasser Außenseiter. Aber diese Rolle liegt der Mannschaft vom Kurparkstadion ja eigentlich recht gut. Auch die Union-Truppe ist zur Zeit gut in Form und die Mannschaft kann in der Nachbarkreisstadt nun wirklich gänzlich unbeschwert aufspielen, denn nach dem Heimsieg am letzten Sonntag gegen SV Heide II ist ein eventueller Abstieg beim Stormarner Aufsteiger nun wirklich kein Thema mehr.

Trainer Christian Last wird seine Mannschaft gegenüber dem letzten Wochenende kaum wesentlich verändern. Ungewiß ist nur noch, ob er seinen etatsmäßigen Mittelstürmer Holger Brandt nach der Verletzungspause wieder einsetzen kann.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.4.1980

 

Sonntag, 20. April 1980

Eintracht Segeberg – Union Oldesloe 0:2 (0:0)

(24. Punktspiel)

Toll: Der SC Union Oldesloe stoppte Lindemann-Truppe

Verdienter 2:0-Erfolg der Stormarner in Bad Segeberg

(fi) Als krasser Außenseiter war der SC Union Bad Oldesloe zum Rivalen Eintracht Segeberg gefahren. Diese Einstufung der Chancen war dabei keineswegs einer Geringschätzung der Oldesloer Leistungen in den letzten recht erfolgreichen Spielen vorausgegangen, nur mußte man die Siegesserie der Gastgeber in Rechnung stellen, die sich, seit sie vom früheren Oldesloer Spieler „lxi“ Lindemann betreut werden, aus höchster Abstiegsnot bis ins obere Tabellendrittel vorgekämpft hatten. Aber es sollte ganz anders kommen. Von Trainer Christian Last glänzend eingestellt bot der Stormarner Aufsteiger in die Landesliga Süd eine bravouröse Leistung, die am Ende mit einem hochverdienten 2:0 (0:0)-Erfolg belohnt wurde.

Eintracht Segeberg: Müller, Masuhr, Hentze, Kaack, Röhr, Danger, Hammerich, Rüder, Talaga, Wegener, Rathje.

SC Union Oldesloe: Spieler, Petzold, Metzing, Gossow, Borrek, Thom, Kürbis, Fischer, Nossol, Kurt Stobbe, Holger Brandt (30. Spiwek).

Schiedsrichter: Spiecker (SV Itzehoe) fällte ausgezeichnete Entscheidungen, die sehr bestimmt und präzise erteilt wurden.

Tore: 0:1 Kurt Stobbe (52.), 0:2 Kürbis (84.).

Zuschauer: NN.

Trainer Last hatte die Oldesloer mit der Weisung auflaufen lassen, zunächst einmal die Lage zu sondieren, aus einer verstärkten Abwehr heraus aufzuspielen und dann in Gegenangriffen die herausgespielten Chancen zu nutzen. Trotz des Gegenwindes konnten die Oldesloer das Spiel in den ersten 15 Minuten ausgeglichen gestalten, mußten dann aber für den Rest des ersten Durchganges den Segebergern die größeren Spielanteile überlassen.

Besondere Gefahr ging von den Eckstößen der Segeberger aus. So mußte Torwart Spieler bereits in der achten Minute sein ganzes Können aufbieten, um einen Eckball von Rathje aus dem oberen Torwinkel herauszufausten. Das gleiche Manöver wiederholte sich acht Minuten später. In der 34. Minute konnte Torwart Spieler einen Schuß von Hammerich nach Vorlage von Danger unter Kontrolle bringen. Da die Stormarner im ersten Durchgang zunächst auf ein verstärkte Torsicherung bedacht waren, ergaben sich für sie in dieser Spielphase keine echte Einschußmöglichkeiten.

Im zweiten Durchgang erspielter sich die Gäste mit dem Rückenwind nicht nur die größeren Spielanteile, sondern waren den Segebergern auch in kämpferischer und technischer Hinsicht überlegen. Überdies reichten die körperlichen Kräfte bei den Oldesloern für die gesamt Spieldauer aus. Nach guter Vorarbeit von Nossol brachte Kurt Stobbe die Oldesloer in der 52. Minute mit 1:0 in Führung.

Dieser Treffer löste bei den Stormarnern einen noch größeren Eifer aus. So konnte Torwart Müller einen Schuß von Nossol auf Vorlage von Kürbis in der 63. Minute sicher halten und einen 25-Meter-Schuß von Thom in der 74. Minute zur Ecke abwehren. Nur zwei Minuten später mußte Torwart Müller einen 28-Meter-Schuß von Thom unter Kontrolle bringen. In der 80. Minute war es Kurt Stobbe, der mit einer Vorlage von Borrek das ganze Können von Torwart Müller herausforderte.

Dann aber machte Ulli Kürbis in der 84. Minute, mit dem Ball seinen Slalomlauf, ließ dabei drei Segeberger Abwehrspieler einfach stehen und schoß aus elf Metern Entfernung zum 2:0 für die Oldesloer ein. In der 89. Minute hatte Nossol sogar noch die Möglichkeit, das Ergebnis auf 3:0 zu erhöhen, aber sein Schuß ging knapp über die Latte. In dieser Phase des Spiels hatten die Segeberger keine echte Einschußchance zu verzeichnen.

Zu erwähnen wäre noch das gute Spiel des Oldesloer Abwehrblocks mit Spieler, Petzold, Metzing, Borrek und Gossow,während Kürbis, Thom und Stobbe im Angriff mit besonderen Leistungen aufwarteten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.4.1980

 

Sonnabend, 26. April 1980

Diesmal ist der SC Union Favorit

Gegen den SV Fehmarn ist der Aufsteiger in ungewohnter Rolle

(mth) Weit über Erwarten gut hat sich im bisherigen Verlauf der Saison der Landesliga Süd Aufsteiger SC Union Oldesloe geschlagen. Mit zur Zeit 23:25 Punkten nehmen die Oldesloer einen sicheren Mittelplatz in der Tabelle ein, fernab von jeglichen Abstiegssorgen. Am Sonntag um 15 Uhr im Kurparkstadion bietet sich den Schützlingen von Trainer Christian Last nun sogar die Gelegenheit, das Punktekonto auszugleichen, was zugleich in der Tabelle einen großen Sprung nach vorne bedeuten könnte.

Nach Minuspunkten gerechnet ist der SC Union, der mit zwei Spielen im Rückstand ist, nämlich schon jetzt als Neunter mit dem Tabellenfünften (SV Eichholz) gleichauf.

Vor den Preis haben aber auch in diesem Fall die Fußball-Götter den Schweiß gesetzt. Anders als in den letzten so erfolgreich verlaufenen Spielen gehen die Stormarner in die Partie am Sonntag ganz gewiß nicht als Außenseiter. Insbesondere nach dem Sieg am letzten Sonntag in Bad Segeberg muß der SC Union sogar als ausgesprochener Favorit angesehen werden.

Warten wir einmal ab, wie die Männer um Mannschaftsführer Borrek mit dieser noch ein wenig ungewohnten Rolle zurechtkommt. Der Gegner von der Insel Fehmarn gehört noch immer zu den angriffsstärksten Teams der Klasse. Die Gebrüder Ehler und Co. haben mit 50 Treffern hinter Spitzenreiter SV Itzehoe II die meisten Treffer erzielt. Ihre Abwehr allerdings ist nicht immer sattelfest. 51 Gegentore sind hinter dem SV Eichede ebenfalls die zweitschlechteste Ausbeute.

Können die Oldesloer an ihre Leistungen von den letzten Spielen anknüpfen, ist uns um ein erfolgreiches Abschneiden nicht bange. Das Aufgebot der Mannschaft wird gegenüber dem Spiel in Bad Segeberg kaum wesentliche Änderungen erfahren. Dazu besteht nach den hervorragenden Leistungen auch keine Veranlassung.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.4.1980

 

Sonntag, 27. April 1980

Union Oldesloe – SV Fehmarn 1:1 (0:1)

(25. Punktspiel)

Wieder schlug Senior Helmut Nossol zu

Er rettete den SC Union Oldesloe einen Punkt gegen den SV Fehmarn

(fi) Die Favoritenrolle, die dem SC Union Oldesloe nach den guten Leistungen in den letzten Wochen für das Heimspiel gegen den SV Fehmarn zugekommen war, behagte dem Stormarner Aufsteiger in der Landesliga Süd eigentlich nicht so sehr. Die Männer vom Kurparkstadion hatten den 4:0-Hinspielsieg der Insulaner noch gut in Erinnerung und fürchteten ein wenig deren Angriffschwung. Dennoch wollten sie aber wenigstens einen Punkt sichern, um auch letzte Zweifel am Kassenerhalt zu beseitigen. Mit einem 1:1-Unentschieden gelang dieses Vorhaben dann auch nach Maß. Die Gäste hatten im ersten Spielabschnitt die größeren Spielanteile und führten auch mit 1:0, aber im zweiten Durchgang war der SC Union dann stärker und hätte nach dem Ausgleich von Senior Helmut Nossol fast sogar noch gewonnen.

SC Union Oldesloe: Spieler, Petzold, Metzing (48. Albrecht), Gossow, Borrek, Thom, Kürbis, Fischer, Nossol, Kurt Stobbe (60. Holger Brandt), Spiwek.

SV Fehmarn: Hutzfeld, Treimer, Köhn, Laue, Wilken, Grimm, Mittelsdorf, R. Ehler, Schlicht, D. Ehler, Anders (75. Kreil).

Schiedsrichter Müller (VfR Horst), der mit dem fairen Spiel nur wenig Mühe hatte.

Tore: 0:1 R. Ehler (2.), 1:1 Nossol (54.).

Zuschauer: NN.

Die Gäste von der Insel Fehmarn hatten im ersten Durchgang die größeren Spielanteile und waren vor allen Dingen durch ihre Steilangriffe über die Flügel äußerst gefährlich. Auch verstanden sie es, die herausgespielten Chancen mit scharfen Torschüssen abzuschließen.

Bereits in der ersten Minute ging ein Schuß von R. Ehler nur knapp am Tor vorbei. Eine Minute später wurde nach einer Steilvorlage des Mittelstürmers Schlicht der Halbrechte R. Ehler eingesetzt, der mit einem flachen Schuß aus nur acht Metern Entfernung die Gäste aus Fehmarn mit 1:0 in Führung brachte. Den möglichen Ausgleich hatte Fischer nach einer Vorlage von Nossol vor den Füßen. aber sein „Geschoß“ wurde vom Torwart Hutzfeld gehalten. Ebenfalls landete ein Schuß von Kurt Stobbe nach einer Vorlage von Fischer fünf Minuten später sicher in den Armen des Fehmarner Torwarts.

In eine heikle Situation brachte Metzing die Oldesloer in der 25. Minute, als er Mittelstürmer Schlicht nur unfair am Torschuß hindern konnte. Den verhängten Foulelfmeter schoß D. Ehler genau ins untere rechte Toreck, aber Torwart Spieler war auf der Hut und konnte diesen Schuß zur Ecke abwehren. Einen Schuß von Schlicht nach einer Vorlage von Mittelsdorf lenkte Torwart Spieler in der 30. Minute über die Latte, und acht Minuten später wurde ein Schuß von Kurt Stobbe auf Vorlage von Spiwek aus zehn Metern Entfernung durch Torwart Hutzfeld abgewehrt.

Im zweiten Durchgang kamen die Platzherren dann noch stärker ins Spiel. Sie hatten ihren Gegner jetzt fest im Griff, aber die Konterangriffe der schnellen Insulaner blieben stets gefährlich. In der 50. Minute ging ein Kopfball von Nossol nach einer Kombination zwischen Stobbe und Spiwek nur knapp über die Latte. In der 54. Minute war es dann Helmut Nossol, der aus halbrechter Position auf Vorlage von Thom das 1:1 für die Oldesloer anbrachte.

Dieser Erfolg löste bei den Oldesloern noch verstärkte Initiativen aus. So ging ein Kopfball von Thom in der 76. Minute nur knapp über die Latte, und Holger Brandt schoß nach einer Steilvorlage von Spiwek in der 82. Minute nur knapp am linken Pfosten vorbei. Vorher mußte Torwart Spieler sein Können erneut unter Beweis stellen, als er einen gezielten Schuß von D. Ehler sicher unter Kontrolle brachte.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.4.1980

 

Donnerstag, 1. Mai 1980

Union Oldesloe – Itzehoer SV II 1:3 (1:3)

(26. Punktspiel)

… An die Meisterschaft darf man beim VfL Oldesloe ohnehin nicht mehr denken. Die hat die zweite Mannschaft des SV Itzehoe nach dem 3:1-Sieg bei Union Oldesloe endgültig in der Tasche. Mit Unterstützung des Windes hatten die Oldesloer dabei in den ersten 20 Minuten durchaus die Chance, den Meisterschaftsanwärter in Verlegenheit zu bringen, aber nach dem Seitenwechsel waren die Gäste dann die klar bessere Mannschaft. Reich (2) und Ziehlke, der einen Foulelfmeter verwandelte, hatten den Sieg mit einem 3:0-Vorsprung schon perfekt gemacht, ehe Kurt Stobbe drei Minuten vor dem Abpfiff den Ehrentreffer erzielte.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.5.1980

 

Sonnabend, 3. Mai 1980

Für den FC Dornbreite geht es um alles

(mth) Mit dem FC Dornbreite muß der SC Union Oldesloe in der Fußball-Landesliga Süd am Sonntag um 15 Uhr eine Mannschaft aufsuchen, die den Klassenerhalt noch nicht in der Tasche hat und deshalb mit besonderem Ehrgeiz und Einsatz auftreten wird.

Für die Dornbreiter, die als Verbandsliga-Absteiger zu den großen Enttäuschungen dieser Landesliga-Saison gehören, hat sich die Lage durch den Sieg des TSV Travemünde am 1. Mai gegen den SV Eichede besonders zugespitzt. Sie haben vor den Travemündern nun nur noch einen Punkt Vorsprung und dürfen sich auf eigenem Platz keine Ausrutscher mehr erlauben.

Die Oldesloer werden gut daran tun, sich auf einen stürmisch angreifenden Gegner einzustellen, der entschlossen seine Chance sucht. Gegen Spitzenreiter SV Itzehoe boten die Schützlinge von Trainer Christian Last zuletzt eine durchwachsene Leistung.

20 Minuten lang hatte man sogar die größeren Spielanteile und die besseren Tormöglichkeiten, aber als Nossol, Stobbe und Co. auch mit den besten Chancen nichts anzufangen wußten, hatte man das Pulver sehr schnell verschossen, so daß der Spitzenreiter noch zu einem sicheren und ungefährdeten Sieg kam. Ein wenig mehr werden die Oldesloer in Dornbreite schon bieten müssen, wenn sie dort erfolgreicher über die Runden kommen wollen.

Am personellen Aufgebot wird der Union-Coach gegenüber dem Spiel am 1. Mai kaum etwas ändern. Dazu fehlen ihm auch die Alternativen. So ist mit folgendem Kader zu rechnen: Spieler, Metzing, Petzold, Borrek, Gossow, Albrecht, Fischer, Thom, Spiwek, Nossol, Kürbis, Stobbe, Holger Brandt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.5.1980

 

Sonntag, 4. Mai 1980

FC Dornbreite – Union Oldesloe 1:2 (0:1)

(27. Punktspiel)

SC Union gut erholt: Toller 2:1-Erfolg bei FC Dornbreite

Kürbis erzielte beide Tore für die Oldesloer

(fi) Die glatte Niederlage am 1. Mai gegen den Spitzenreiter der Landesliga Süd, SV Itzehoe II, hat beim SC Union Oldesloe keine nachteiligen Folgen gehabt. Nur drei Tage später trumpfte der Stormarner Aufsteiger beim FC Dornbreite wieder mächtig auf und landete bei den verzweifelt gegen den Abstieg kämpfenden Lübeckern einen hochverdienten 2:1 (1:0)-Erfolg. Beide Tore zum Erfolg der Oldesloer erzielte Ulrich Kürbis. Mit diesem Sieg haben die Männer vom Kurparkstadion auch den letzten möglichen Zweifel hinsichtlich ihres Klassenerhalts, an dem praktisch ohnehin schon seit geraumer Zeit nicht mehr zu deuteln war, beseitigt.

FC Dornbreite: Weinberger, Denker, Scharnowski, Grunow, Wulf (70. Honner), Biester, Clasen (60. Reise), Pinneberg, Schorrling, Stüber, Bimmer.

SC Union Oldesloe: Spieler, Petzold, Albrecht (75. Fischer), Gossow, Borrek, Thom, Kürbis, Spiwek, Nossol, Kurt Stobbe, Holger Brandt.

Schiedsrichter: Welz (Itzehoer SV), der das Spiel jederzeit fest in seiner Hand hatte und sehr präzise Entscheidungen traf.

Tore: 0:1 Kürbis (11.), 0:2 Kürbis (69., Foulelfmeter), 1:2 Biester (86.).

Zuschauer: Rund 150, davon mehr als 50 Oldesloer.

Die Oldesloer ließen sich den Schneid bei allem Elan der Dornbreiter nicht abkaufen und hatten in den ersten 25 Minuten dieses Spieles im Mittelfeld eine Überlegenheit. Sie begannen sofort mit planvollen Angriffen über ihre Flügel. In der dritten Minute ging ein Schuß des Dornbreiter Stüber knapp über das Tor. Acht Minuten später erhielten die Oldesloer einen Freistoß zugesprochen, den Kürbis aus 20 Metern Entfernung genau in die obere rechte Ecke zum 1:0 unterbrachte.

Aber auch die Dornbreiter waren in ihren Angriffen nicht ungefährlich. So ging ein Schuß von Bimmer in der 24. Minute nur knapp über das Tor von Spieler. Wenig später zirkelte Kürbis nach einer Vorlage von Stobbe den Ball knapp am rechten Pfosten vorbei. Fast mit dem Halbzeitpfiff brachte Torwart Spieler dann noch einen gezielten Schuß von Biester unter Kontrolle.

Bis zur 69. Minute war das Spiel im zweiten Durchgang ausgeglichen, dann aber griffen die Dornbreiter mit allen Mitteln ununterbrochen an. Sie konnten die gut gestaffelte Oldesloer Abwehr, in der sich Torwart Spieler besonders auszeichnete, aber nur einmal überwinden. In der 55. Minute wurde ein Schuß von Nossol nach Kombination Brandt/Stobbe gehalten. Wenig später ließ Holger Brandt im Alleingang zwei Abwehrspieler der Dornbreiter stehen, scheiterte aber an Torwart Weinberger.

Dann kam die alles entscheidende 69. Minute, Holger Brandt war wieder einmal im Strafraum der Lübecker eingedrungen und konnte durch Denker nur noch unfair am Einschuß gehindert werden. Den Foulelfmeter verwandelte Kürbis unhaltbar zum 2:0 für die Oldesloer. Glück hatte Torwart Spieler in der 74. Minute, als er einen Schuß von Biester aus nur sechs Metern Entfernung unschädlich machen konnte. Dann hatten nacheinander noch Pinnenberg, Stüber und Brunow Einschußmöglichkeiten für die Dornbreiter, aber die Oldesloer Abwehr war einfach nicht zu überwinden.

Erst in der 86. Minute brachte Biester nach guter Vorarbeit seines Linksaußen Bimmer aus kurzer Entfernung den Ehrentreffer für die Dornbreiter an. Der gesamten Abwehr der Oldesloer muß ein Lob ausgesprochen werden. In den vorderen Reihen zeichneten sich Kürbis, Thom, Holger Brandt und Kurt Stobbe besonders aus.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.5.1980

 

Sonnabend, 10. Mai 1980

Der SC Union kann ganz sorglos aufspielen

(mth) Langsam, aber sicher neigt sich auch für den SC Union Oldesloe in der Fußball-Landesliga Süd die erste Saison in dieser Spielklasse ihrem Ende zu. Der Aufsteiger aus dem Kurparkstadion hat allen Grund, mit seinem bisherigen Abschneiden sehr zufrieden zu sein.

Die Mannschaft hat sich durch viele hervorragende Leistungen einen sicheren Mittelplatz in der Tabelle erobert und kann ihr Gastspiel am Sonntag beim FC Dornbreite (Anm.: Die Oldesloer spielen beim Eichholzer SV!) ohne jede Nervenbelastung angehen. Mit dem Abstieg haben die Oldesloer schon seit Wochen nichts mehr zu tun und entsprechend befreit tritt die Truppe von Trainer Christian Last seither auf.

In Dornbreite (Anm.: Eichholz! Der ESV steht mit 29:27 Punkten allerdings auf dem sechsten Tabellenplatz.) müssen sich die Oldesloer auf einen verbissen kämpfenden Gegner einstellen, denn den Lübeckern steht das Wasser förmlich bis zum Hals. Verlieren die Dornbreiter ihr Spiel, das am Sonntag um 15 Uhr beginnt, werden sie vor dem Abstieg kaum noch zu retten sein.

Gerade dieser Erfolgszwang, unter dem der Gegner steht, kann sich aber für die Oldesloer zum Vorteil auswirken. Die Mannen um Senior Helmut Nossol haben keinen Grund, sich von einer eventuell aufkommenden Hektik und Nervosität anstecken zu lassen, und können in aller Ruhe ihr Pensum abspielen.

Mannschaftliche Sorgen hat Trainer Christian Last dabei nicht, auch wenn noch nicht sicher ist, ob Metzing eingesetzt werden kann. Aber seinen Ausfall hat man ja auch im letzten Spiel gut überbrücken können. Ansonsten wird sich im Aufgebot des SC Union gegenüber den letzten Spielen nichts verändern.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.5.1980

 

Sonntag, 11. Mai 1980

Eichholzer SV – Union Oldesloe 1:0 (1:0)

(28. Punktspiel)

Union entwickelte kein Glück

Die Oldesloer gefielen aber auch in der Hansestadt

(fi) Vor mehr als 250 Zuschauern, darunter etwa 70 Oldesloer, entwickelte sich zwischen dem SV Eichholz und dem SC Union Oldesloe von Beginn an ein sehr kampfbetontes und spannendes Spiel. Die Oldesloer hatten sich mit ihrem Trainer Last zum Ziel gesetzt, mindestens einen Punkt mit in die Travestadt zu nehmen. Dem Spielverlauf nach waren hierzu die Möglichkeiten auch durchaus gegeben, aber die Oldesloer hatten in diesem Spiel Fortuna nicht auf ihrer Seite. Letztlich waren die Oldesloer auch mit dieser knappen 0:1-Niederlage dem Grunde nach zufrieden, denn die Abstiegsgefahr hatten sie ja in früheren Spielen mit Sicherheit bannen können.

SV Eichholz: Müller, Singelmann, Witt, Henders, Klette, Möller, Krüger, Macedo, Ellendt, Sieverts, Lüneburg.

SC Union Oldesloe: Spieler, Petzold, Albrecht, Gossow, Borrek, Thom, Kürbis, Spiwek, Nossol (65. Metzing), Kurt Stobbe, Holger Brandt.

Schiedsrichter: Lühmann (SV Henstedt-Rhen), der sich stets auf Bauhöhe befand, keinerlei Härten aufkommen ließ und klare Entscheidungen traf.

Tor: 1:0 Ellendt (15.).

Zuschauer: Mehr als 250.

In den ersten zwanzig Minuten erspielten sich die Eichholzer nicht nur die größeren Spielanteile, sondern hatten in dieser Spielphase auch die größeren Torchancen und kamen letztlich in dieser Zeit auch zu ihrem „goldenen“ Tor.

Die Oldesloer eröffneten dieses Spiel mit einem Weitschuß von Thom in der dritten Minute, der nur knapp am rechten Pfosten vorbeizischte. Dann kamen aber bereits die Eichholzer zu ihren ersten gefährlichen Angriffen. Eine Kombination des Eichholzer Innensturmes schloß der Halblinke Sieverts mit einem Schuß ab, der nur knapp über die Latte ging. Fünf Minuten später konnte der Lübecker Torwart Müller einen Schuß von Kürbis nach guter Vorarbeit von Spiwek unter Kontrolle bringen.

Dann kam die spielentscheidende 15. Minute. Einen Eckball von Möller verwandelte Mittelstürmer Ellendt aus sechs Metern Torentfernung unhaltbar für die Eichholzer zum 1:0. In der 22. Minute schoß Kürbis den Ball nach guter Vorarbeit von Spiwek und Stobbe nur knapp über die Latte und ein Weitschuß von Helmut Nossol verfehlte wenig später nur knapp das Ziel.

Ausgesprochen Glück hatte der Lübecker Torwart Müller in der 40. Minute, als er eine „Granate“ von Gossow aus 35 Metern mit letzter Kraft aus dem rechten oberen Torwinkel zur Ecke abdrehen konnte. Das hätte schon der Ausgleich sein können.

Im zweiten Durchgang wollten die Oldesloer nun mit allen Mitteln zumindestens noch den Ausgleich erreichen. Sie hatten in diesem Spielabschnitt ohne Zweifel die größeren Spielanteile, rannten aber vergeblich gegen die eiserne Eichholzer Abwehr an. So hatte Kürbis in der 56. Minute nach guter Vorarbeit von Thom den Ausgleich buchstäblich auf dem Fuß, sein Schuß ging aber knapp über die Latte. Spiwek konnte in der 60. Minute aus kürzester Entfernung Torwart Müller nicht überwinden.

Aber auch die Konterangriffe der Lübecker bargen stets größere Gefahren in sich. So schoß Krüger den Ball in der 62. Minute an den linken Pfosten und um ein Haar hätten die Eichholzer die Führung auf 2:0 erhöht. Die Kondition der Oldesloer reichte voll aus, und der Ausgleich wäre durchaus verdient gewesen, aber die Oldesloer hatten an diesem Sonntag das Glück einfach nicht auf ihrer Seite.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.5.1980

 

Mittwoch, 14. Mai 1980

In Eichede steigt das letzte Kreisderby

Die Püschel-Schützlinge müssen gegen Union Oldesloe unbedingt gewinnen

(mth) Der Himmelfahrtstag, der in der letzten Saison fast in allen Spielklassen mit einem vollen Programm belegt war, ist in diesem Jahr fast gänzlich frei von Pflichtspielen. Auch die Fußballer können, sofern sie Lust und Laune dazu haben, eine Vatertagstour unternehmen oder sonst das herrliche Frühlingswetter unbeschwert genießen. Ein paar Mannschaften allerdings müssen dennoch ran.

In der Landesliga Süd kommt es dabei in Eichede zu einem für die Schützlinge von Trainer Peter Püschel entscheidenden Spiel. Gegner der Eicheder ist niemand anders als der Kreisrivale SC Union Oldesloe. Die Gastgeber müssen diese Partie unbedingt gewinnen, wenn sie die nach dem letzten Heimsieg gegen MTV Marne wieder aufgekommenen Hoffnungen auf den Klassenerhalt weiter behalten wollen. Zwei Punkte aus dem Kreisderby sind dafür genauso vonnöten, wie ein Sieg drei Tage später im dann letzten Saisonspiel – ebenfalls auf eigenem Platz gegen den TSV Heiligenstedten.

Die Voraussetzungen für die Eicheder sind allerdings nicht gerade günstig. Trainer Peter Püschel muß nach wie vor auf Wolfgang Busche verzichten, der für seinen Platzverweis eine Sperre von sechs Spielen erhielt und erst gegen Heiligenstedten wieder mitwirken kann. Nicht zur Verfügung stehen auch Mittelstürmer Niemeyer, der beruflich verhindert ist, und Manfred Klitzke, der sich in der Partie gegen Marne einen Nasenbeinbruch zuzog.

Brockmöller, mit dem Klitzke dabei unglücklich zusammengeprallt war, steht dagegen eventuell trotz der erlittenen Verlezung in der Mannschaft.

Diese personelle Misere, die den SVE ja nun schon die ganze Saison über verfolgt, und der Druck, die Partie unbedingt gewinnen zu müssen, stempelt die Eicheder natürlich nicht gerade zu Favoriten für das Kreisderby, zumal dem SC Union solche Probleme zur Zeit fremd sind. Trainer Christian Last kann auf die Mannen zurückgreifen, die in den letzten Wochen so erfolgreich abschnitten und da die Oldesloer unbeschwert aufspielen können, ist ihnen auch beim Kreisrivalen ein erfolgreiches Abschneiden zuzutrauen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.5.1980

 

Donnerstag, 15. Mai 1980

SV Eichede – Union Oldesloe 1:1 (1:1)

(29. Punktspiel)

Punkteteilung im letzten Kreisderby

Der SV Eichede konnte gegen Union Oldesloe seine Torchancen nicht verwerten

(mk) Kann dieser Punktgewinn den Eichedern im Kampf gegen den Abstieg noch etwas nützen? Das war die große Frage nach 90 Minuten im Stormarner Kreisderby zwischen dem SVE und Union Oldesloe, das mit einem 1:1-Unentschieden endete. Fest steht, daß der SVE das Schicksal aus eigener Kraft nun nicht mehr meistern kann, da er gegenüber den punktgleichen Mannschaften von Dornbreite und Marne eindeutig das schlechtere Torverhältnis aufweist. Sollte also Marne (zu Hause gegen Segeberg) oder Dornbreite (in Burg) ein doppelter Punktgewinn gelingen, so reicht der Püschel-Truppe im letzten Saisonspiel am kommenden Sonntag vor eigener Kulisse gegen Heiligenstedten nicht einmal mehr ein Sieg zum Klassenerhalt. Sollte allerdings Marne und Dornbreite verlieren, so kann man in Eichede selbst mit einem Unentschieden noch das Ziel erreichen. Es bleibt also spannend bis zur letzten Minute dieser Saison.

SV Eichede: Klose, Wolfgang Pfeiffer, Kramp, Dau, Rundshagen, Hans-Jürgen Pfeiffer, Brockmöller, Kielhorn, Puppel (75. Tessmer), Rüdiger Wagener, Uwe Pfeiffer.

SC Union Oldesloe: Spieler, Petzold, Gossow, Borrek, Metzing, Thom, Spiwek, Kurt Stobbe, Kürbis, Nossol, Holger Brandt.

Schiedsrichter: Redetzki (VfB Lübeck), der mit dem fairen Spiel keine Probleme hatte.

Tore: 1:0 Uwe Pfeiffer (13.), 1:1 Kurt Stobbe (44.).

Zuschauer: 500 bei herrlichem Wetter.

Die Karten vor diesem Spiel waren klar verteilt. Während die ersatzgeschwächten Hausherren (ohne Wolfgang Busche, Niemeyer und Manfred Klitzke) mit vollem Risiko auf Sieg spielen mußten, konnten die Gäste aus der Kreisstadt ohne Nervenbelastung aufspielen. Bereits in der dritten Minute klatschte das Leder gegen den Außenpfosten des Eicheder Gehäuses. Doch dann kamen die Rot-Weißen und der Aufsteiger benötigte einiges Glück und einen überragenden Spieler im Tor, der sich im Verlaufe der 90 Minuten zum besten Akteur auf dem Rasen steigerte. So parierte er einen Kielhorn-Schuß aus kurzer Entfernung sicher.

Doch in der 13. Minute war er machtlos. Eichedes stärkste Angriffswaffe, Linksaußen Uwe Pfeiffer, war mit einem Steilpaß auf und davon gezogen und gegen seinen beherzten Schuß in den Torwinkel gab es keine Abwehrchance. In der 17. Minute war es wieder der schnelle Außenstürmer, der einfach nicht zu bremsen war und plötzlich alleine durchgebrochen war. Doch diesmal konnte Union-Schlußmann Spieler die Fäuste reaktionsschnell hochreißen und somit das Leder zur Ecke abwehren.

Pech für den SVE war in der 23. Minute, als ein Brockmöller-Schuß nur den Außenpfosten traf, und in der 27. Minute, als ein Kopfball von Uwe Pfeiffer nur gegen die Latte klatschte, In dieser Phase hätte der SVE einfach ein zweites Tor machen müssen: Doch auch die Gäste spielten geschickt mit und hatten in der Folgezeit durchaus einige Möglichkeiten, zumal sich bei einigen SVE-Akteuren doch die große Nervenbelastung bemerkbar machte.

So hätte der Ausgleich in der 44. Minute eigentlich auch vermieden werden müssen. Kramp und Dau störten sich gegenseitig bei einem Abwehrversuch, wodurch der völlig freistehende Stobbe das Leder vor die Fülle bekam und mit einem herrlichen Drehschuß das 1:1 herstellte. Drei SVE-Akteure sahen dabei tatenlos zu.

Nach dem Wechsel wurde das Übergewicht des Tabellenletzten immer größer. Die große Chance zur erneuten Eicheder Führung hatte wiederum Uwe Pfeiffer in der 52. Minute auf dem Fuß, als er alleine in den Unioner Strafraum eindrang, doch im Abschluß an Keeper Spieler scheiterte. Pech für den SVE war in der 57. Minute, als ein Brockmöller-Freistoß nur den Pfosten traf. Doch auch die Union-Konter über den agilen Nossol blieben stets gefährlich. Trotzdem hatten die Püschel-Schützlinge die klareren Chancen. So scheiterte Kielhorn an Spieler, der im Nachgreifen den Ball noch vor der Torlinie erreichte.

In der Schlußphase ergaben sich für den SVE noch einmal ein halbes Dutzend Möglichkeiten, zumal jetzt auch einige Union-Spieler nicht mehr mit dem allerletzten Einsatz spielten. Doch einen Dau-Schuß aus kurzer Entfernung meisterte Spieler im Union-Tor ebenso wie Schüsse von Kramp, Brockmöller und Kielhorn. Kielhorn war es auch, der in der 89. Minute die letzte große Chance vergab, doch noch beide Punkte für den SVE zu retten.

Beide Teams boten gute Fußballkost. Bei den Gästen gefiel ihr guter Spielaufbau, der bereits in den hinteren Reihen begann. Bester Akteur war wie bereits erwähnt Torhüter Spieler. Aber auch Libero Borrek, Gossow. Thom, Spiwek und Nossol boten eine vortreffliche Leistung in einer geschlossen wirkenden Union-Elf.

Der SVE hatte seinen stärksten Spieler in Linksaußen Uwe Pfeiffer, der alleine den Angriff des SVE darstellte, denn Puppel und Rüdiger Wagener waren kaum eine Gefahr für den Aufsteiger. Auch im Eicheder Mittelfeld klappte nicht alles nach Wunsch. Hier konnte nur der für Klilzke ins Team gekommene Hans-Jürgen Pfeiffer voll überzeugen. Etwas schwächer als gegen Marne waren Kielhorn und Brockmöller, der allerdings bei den Zweikämpfen verständlicherweise etwas vorsichtiger zu Werke ging.

In den hinteren Reihen war Vorstopper Kramp, der seine Elf immer wieder nach vorne trieb, auch diesmal wieder bester Akteuer. Stark spielten auch Wolfgang Pfeiffer, der sogar Fehler von Mannschaftskameraden noch ausbügeln konnte, und Rundshagen gegen Kürbis. Gut gefiel auch Libero Dau, der es sogar als Angriffsspitze noch versuchte und dessen Einsatz sicher von manchen jüngeren Spieler nicht erreicht wurde. Ohne Fehler war auch Klose, auch wenn er nur einmal echt gefordert wurde, als er einen Nossol-Schuß aus kurzer Entfernung in der ersten Halbzeit groß-artig parierte.

Daß dieses Derby nicht mit einem SVE-Sieg endete, lag alleine an der fast schon nicht mehr zu übertreffenden Abschlußschwäche der Rot-Weißen, die nun schon die ganze Saison andauert und auch den Hauptgrund für den schlechten Tabellenstand des SVE darstellt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.5.1980

 

Sonnabend, 17. Mai 1980

Union: Schlußpunkt unter gute Saison

(mth) Mit einem Heimspiel gegen die zweite Mannschaft von Eutin 08 geht für den SC Union Oldesloe in der Fußball-Landesliga Süd die erste Saison in dieser Spielklasse zu Ende. Die Männer vom Kurparkstadion können dabei, egal, wie sie in ihrem letzten Spiel abschneiden, mit ihrem bisherigen Auftreten in der Landesliga überaus zufrieden sein.

In der ersten Saisonhälfte gab es beim SC Union zwar gelegentlich Anpassungsschwierigkeiten, die auch darin zu suchen sein mögen, daß die Mannschaft aus Krankheitsgründen auf ihren bewährten Trainer Horst Witt hatte verzichten müssen und dadurch kopflos war, aber in der Rückserie konnte sich die Mannschaft unter der Leitung des neuen Trainers Christian Last, der im Februar ein Kurzgastspiel des Coaches Hans-Otto Fahl beendete, dann so stabilisieren, daß sie schon frühzeitig ihr erklärtes Saisonziel, den Klassenerhalt, unter Dach und Fach brachte.

Dabei ist der Mannschaft das Kompliment zu machen, daß sie nicht nur kämpferisch zu überzeugen wußte – Kampfgeist gehört seit jeher zu den Tugenden der Männer vom Kurparkstadion –‚ sondern auch spielerisch deutliche Fortschritte gemacht hat.

Für das Spiel am Sonntag, das um 15 Uhr beginnt, hat sich die Mannschaft vorgenommen, als Belohnung für die treuen Fans einen erfolgreichen Schlußpunkt unter eine erfreuliche Saison zu setzen. Die Eutiner gehören an guten Spieltagen zwar gerade auswärts noch immer zu den besten Teams der Klasse, aber in der zuletzt gezeigten Form, trauen wir dem SC Union auch für dieses Spiel ein achtbares Abschneiden zu.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.5.1980

 

Sonntag, 18. Mai 1980

Union Oldesloe – Eutin 08 II 3:1 (1:1)

(30. Punktspiel)

3:1 – Union mit einem guten Saisonabschluß

Der Aufsteiger unterstrich seine guten Saisonleistung

(fi) Einen erfreulichen Schlußpunkt unter eine erfreulich verlaufene Saison setzte die Landesliga-Mannschaft des SC Union Oldesloe. Die zweite Mannschaft von Eutin 08 wurde mit 3:1 (1:1) bezwungen, wodurch sich der Stormarner Aufsteiger auf 29:31 Punkte verbesserte. Ihr gestecktes Saisonziel, nämlich den Klassenerhalt zu schaffen, haben die Oldesloer damit weit übertroffen. Im Spiel gegen die Rosenstädter erzielten Fischer (2) und wieder einmal „Oldtimer“ Nossol die Treffer für die Oldesloer.

SC Union Oldesloe: Spieler, Albrecht (40. Petzold), Metzing, Gossow, Borrek, Thom, Kürbis, Spiwek, Nossol, Fischer, Holger Brandt.

Eutin 08 II: Bröcker, Lundius, Kirschner, Schulz, Bohl, Baumann, Zaak, Reis, Blödorn, Stein, Horst (60. Lehmann).

Schiedsrichter: Neukirch (Brunsbüttel), der sich stets auf Ballhöhe befand und dessen präzise Entscheidungen von den 22 Akteuren akzeptiert wurden.

Tore: 0:1 Horst (13.), 1:1 Fischer (42.), 2:1 Nossol (82.), 3:1 Fischer (84.).

Zuschauer: NN.

Die Oldesloer hatten von ihrem Trainer Christian Last die Weisung mit auf das Spielfeld bekommen, dieses letzte Spiel mit allen Mitteln zu gewinnen und damit einen guten Abschluß der Serie zu erreichen. Das war leichter gesagt als getan, denn die Eutiner begannen sofort mit elanvollen Angriffen und hatten in den ersten 20 Minuten nicht nur die größeren Spielanteile, sondern auch die besseren Torchancen. Erstmalig geprüft wurde Torwart Spieler schon in der siebenten Minute durch Mittelstürmer Reis nach einer Vorlage des schnellen Zaak. Der Schuß wurde aber gehalten.

Dann aber gingen die Gäste durch Horst in der 13. Minute mit 1:0 in Führung. Einen Freistoß, den Zaak verlängerte, konnte Horst aus nur sechs Metern Entfernung im Nachschuß eindrücken. Danach erzwangen aber die Oldesloer für der Rest der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel.

In der 22. Minute wagte Gossow einen satten Schuß, der aber von Torwart Bröcker abgewehrt werden konnte und auch der Nachschuß von Gossow wurde gehalten. Eine Kombination mit Nossol konnte Fischer aus kurzer Entfernung zum Abschluß bringen, aber auch dieser Schuß wurde abgewehrt. In einem Alleingang konnte Holger Brandt in der 34. Minute Torwart Bröcker nicht überwinden. Dann kam aber die erlösende 42. Minute. Einen Flankenball von Kürbis verlängerte Nossol zu Fischer und der stellte mit einem unhaltbaren Schuß den verdienten Ausgleich her.

Im zweiten Durchgang kamen die Platzherren dann stärker ins Spiel, aber auch die Konterangriffe der Eutiner waren nicht ungefährlich. Nach einem Eckball von Kürbis jagte Fischer den Ball mit dem Kopf in der 50. Minute nur knapp über die Latte. Ein Konterangriff von Baumann wurde eine Viertelstunde später durch Torwart Spieler zunichte gemacht. In der 70. Minute wurde ein Schuß von Holger Brandt nach guter Vorarbeit von Spiwek durch Torwart Bröcker gehalten. Dann kamen die Eutiner in der 75. Minute nochmals zu einem ihrer gefährlichen Konterangriffe, aber Spieler machte auch diesen Schuß unschädlich.

Nach diesem Hin und Her rafften sich die Oldesloer zu einer Schlußoffensive auf und in dieser Phase des Spiels zeigte sich, daß sie im Endspurt über die größeren Kraftreserven verfügten. Dieser Einsatz sollte belohnt werden, denn nach einer Vorlage von Kürbis brachte Nossol aus halbrechter Position in der 82. Minute die Oldesloer mit 2:1 in Führung, die Fischer nach voraufgehender Kombination Brandt/Thom zwei Minuten später noch auf 3:1 ausbauen konnte.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.5.1980

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok