Spielserie 1944 - 45
Teil 2

 

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 27.9.1944

 

Freitag, 13. Oktober 1944

Sport als eiserne Ration

„Klare Gedanken – feste Herzen“ betitelt Guido von Mengden, der Stabsleiter des NSRL, einen Beitrag im Nachrichtenblatt des Reichssportführers, in dem er u.a. ausführt: „Sport gehört zur Lebensform des Volkes. Es macht uns stolz, daß Turnen und Sport der eisernen Ration des Volkes zugezählt werden, also den wenigen Gütern, die auch im Feldlager des Volkes unentbehrlich sind. Schwerpunkt unserer Arbeit ist jetzt erst recht die Übungsstunde. Mehr als je kommt es auf das aktive Mitmachen an. Jedermann sei sich bewußt, daß für uns jetzt der Satz aus der Felddienstordnung der Soldaten gilt, wonach das Falscheste von allem, was man tun kann, das Nichtstun ist. Wenn die Soldaten an der Front ihrer kargen Ruhepausen Regimentssportfeste veranstalten, so ist damit die Notwendigkeit von Sportveranstaltungen schlechtweg erhärtet, auch für den Sport im Feldlager der Nation. Es gibt keine Schwierigkeiten, vor denen wir auf die Dauer kapitulieren werden.“ …

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 13.10.1944

 

Dienstag, 17. Oktober 1944

Gastspieler und ihre Stammvereine

Der Einsatz von Gastspielern ist eine absolut kriegsbedingte Erscheinung und untersteht damit auch anderen Gesetzen, als sie bis zum Herbst 1939 allgemein Gültigkeit hatten. So wird vom Reichsfachamt Fußball nunmehr klargestellt, daß Gastspieler, die aus ihrem Stammverein ausgeschieden sind, weil dieser den Betrieb eingestellt hat, zu dem Stammverein sofort zurückkehren können, wenn dieser seinen Betrieb wieder aufnimmt.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 17.10.1944

 

Mittwoch, 18. Oktober 1944

Fröhliche Gymnastik und Spiele

Donnerstags um 19.45 Uhr in der Turnhalle der Horst-Wessel-Schule in Bad Oldesloe.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 18.10.1944

 

Freitag, 15. Dezember 1944

Volkssturm und Leibesübungen

Von jeher seit dem Wirken von Friedrich Ludwig Jahn hat zwischen den deutschen Leibesübungen und der Wehrbereitschaft des deutschen Volkes eine enge Verbindung bestanden. Im Freiheitskrieg 1814 hat Jahn – obwohl er nie ein Offizierspatent erworben hat – als Bataillonsführer das dritte Bataillon des Freikorps Lützow geführt, so daß er als der erste Kommandeur eines „Volkssturmbataillons“ gelten kann. Guido von Mengden schreibt im Nachrichtenblatt des Reichssportführers: „Je härter die Anforderungen der Zeit werden, um so bewußter und uneingeschränkter treten wir in den Dienst des totalen Krieges. Unsere Volkssturmmänner werden allen Belastungen zum Trotz nun erst recht zu den Übungsstunden, den Waldläufen und Wettspielen antreten, um in ihren Kompanien zu den Besten zu zählen. Darüber werden wir in unserer Arbeit an den Kindern, Jugendlichen und Frauen nicht nachlassen. Leibesübungen soll ein Kraftquell für das Volk bleiben. Mit letztem, verbissenem Trotz und dennoch mit heiliger Freude wollen wir immer wieder sagen: „Gerade jetzt erst recht!“

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 15.12.1944

 

Freitag, 15. Dezember 1944

Schiedsrichtersitzung Mittwoch, 20. Dezember, 20 Uhr, bei Both, Glockengießerstraße in Lübeck.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 15.12.1944

 

Freitag, 15. Dezember 1944

Achtung, Vereinsführer und Fachwarte!

Für alle Vereinsführer und Fachwarte des Kreises Lübeck im NSRL findet morgen, Sonnabend, eine Arbeitstagung statt. Erscheinen ist Pflicht. Beginn 17.30 Uhr im Haus der Lübecker Rudergesellschaft.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 15.12.1944

 

Sonntag, 17. Dezember 1944

Die Sportgemeinschaft der Lübecker Ordnungspolizei weilte mit zwei Jugendmannschaften beim VfL in Bad Oldesloe. Während die Jugend B mit 10:0 überlegen siegte, mußte die Jugend C der Lübecker eine 1:2-Niederlage einstecken.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 19.12.1944

 

Freitag, 22. Dezember 1944

Ein Winterauftrag für alle

Der mit der Führung der Geschäfte des Reichssportführers beauftragte Dr. Ritter von Halt wendet sich mit folgendem Aufruf an alle Sportgemeinschaften: „Hinaus ins Freie, ins Gelände und in den Wald! Das war der Aufruf, mit dem ich vor 14 Tagen erst die NSRL-Gemeinschaften aufgefordert habe, vor den sportlichen Schwierigkeiten des sechsten Kriegsjahres nicht zu kapitulieren. Das begeisterte Echo, das mein Aufruf gefunden hat, veranlaßt mich, die Aufgabe umfassender zu stellen, als sie ursprünglich geplant war. Sie soll über den Notbehelf hinauswachsen. Wo der normale Turn- und Sportbetrieb aller Zweige nicht mehr möglich ist, da bietet sich der Boden unserer Heimat von selbst an, ihn im fröhlichen Lauf zu durcheilen, die Lungen mit frischer Luft anzufüllen und in ernsthaftem Wettbewerb die Kräfte zu stählen für den harten Alltag. Möge es einmal in den Annalen des Krieges nachzulesen sein, daß Mauern zerbrachen, nicht aber die Liebe der Leibestüchtigen zu ihrem Werk, womit sie ihrem Volke dienen.“

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 22.12.1944



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