Spielserie 1943 - 44
Teil 3

 

Montag, 3. Januar 1944

Änderung im Jugendfußball

Wie der Bannfachwart für Fußball bekanntgibt, spielen in der neuen Serie die Jahrgänge der A- und B-Klassen in einer Staffel zusammen, während die C-Klasse wie bisher bestehen bleibt. Um den Mannschaften Gelegenheit zum Einspielen zu geben, beginnen die Rundenspiele erst am 23. Januar

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 3.1.1944

 

Montag, 3. Januar 1944

Schiedsrichterzusammenkunft

Die Fußballschiedsrichter des Kreises Lübeck treffen sich heute abend 20 Uhr im Lokal Both, Glockengießerstraße 28.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 3.1.1944

 

Sonntag, 16. Januar 1944

Schlesinger-Lehrgänge verschoben

Die Lehrgänge des Reichsbundsportlehrers Franz Schlesinger in Kiel, Eutin, Plön und Eckernförde, die in der Zeit vom 10. bis 29. Januar stattfinden sollten, sind um acht Tage verschoben worden. Die für Sonntag nach Kiel angesetzte Arbeitstagung der Gaufachwarte Schleswig Holsteins wurde abgesagt.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 16.1.1944

 

Montag, 17. Januar 1944

Schiedsrichtersitzung in Lübeck

Am 19. Januar, 20 Uhr, findet bei Both, Glockengießerstraße 28, die nächste Fußballschiedsrichtersitzung statt. Übliche Tagesordnung. Erscheinen aller Schiedsrichter und Anwärter ist Pflicht.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 17.1.1944

 

Montag, 24. Januar 1943

Gelöste Probleme

Kampf der Bürokratie – Breitenarbeit im Vordergrund

Die letzten Monate haben auch den deutschen Sport oft vor Schwierigkeiten gestellt, deren Lösung in früheren Jahren endlose Tagungen und einen starken Papierkrieg nötig gemacht hätte. Wie überall im Leben unseres Volkes, hat sich auch hier manches geändert, ohne daß aber die Ziele und Grundsätze umgestoßen worden wären. Was sich im Sport geändert hat, sind meistens nur Mittel und Einrichtungen, Verfügungen und Regelungen, die der Weiterführung eines breiten Wettkampfbetriebes und der Erhaltung des organischen Lebens unserer Vereine im Wege stehen.

Wie Probleme, die an die Grundmauern unseres Spiel- und Sportbetriebes rüttelten, bekämpft und erfolgreich gelöst werden, hat vor allem immer wieder das Reichsfachamt Fußball gezeigt. Wir greifen zwei Anordnungen heraus – eine alte und eine neue – die beispielhaft beleuchten, wie geschickt und großzügig man hier zu improvisieren versteht, ohne daß die Reinhaltung des deutschen Sports gefährdet wird.

  • „KSG“ und Meisterschaft

In wenigen Wochen werden 31 Gaumeister zur Vorrunde um die deutsche Fußballkriegsmeisterschaft antreten. Für den 18. Juni ist bereits heute das Endspiel eines Wettbewerbs angesetzt, der über 10.000 Mannschaften vereint. Das klingt sehr friedensmäßig. Indessen ist es nicht nur ein Irrtum, sondern eine Herabsetzung für den deutschen Sport, zu glauben, der Fußball lebe heute etwa genau so wie vor dem Kriege. Von Jahr zu Jahr sind die Schwierigkeiten größer geworden. Und das in erster Linie deshalb, weil man gewillt war, auf die Breite des Spielbetriebs zugunsten einiger repräsentativer Mannschaften zu verzichten. Als ein Symbol der Breitenarbeit ist die „KSG“ seit dem Sommer 1943 immer stärker in Erscheinung getreten, die Kriegs-Spiel-Gemeinschaft also, in der zwei Vereine aus den Not eine Tugend machen und sich zu gemeinsamem Einsatz zusammenfinden. Der Erfolg solcher „Kriegs-Ehen“ ist unverkennbar. Am Niederrhein bzw. in Köln-Aachen werden sie aller Voraussicht nach erstmalig den Titel eines Fußball-Gaumeisters erreichen, und damit das Recht erwerben, an den deutschen Meisterschaften teilzunehmen. Das war vor zwei Jahren noch unmöglich. Heute können auch diese Gemeinschaften Titelträger werden. Vielleicht gibt diese Tatsache den Kriegsmeisterschaften der nächsten Zeit eine neue Bedeutung.

  • Vereinswechsel am Ort

Zu Beginn des Krieges wurde den deutschen Fußballvereinen der Bestand insoweit gesichert, als der Vereinswechsel am Ort verboten war. Das sollte wenigstens die Kräfte an die alten Vereinsfarben binden, die vom Wehrdienst vorerst noch frei blieben. Mit ihnen und den Gastspielern aus der Wehrmacht ging vielerorts der Meisterschaftsbetrieb weiter. Wenn aber heute eine Gemeinschaft nur noch neun Aktive hat, die den Anforderungen für eine „erste Mannschaft“ irgendwie noch entsprechen, eine andere im Ort aber 13 aufweist, so ist es naheliegend, die überzähligen zwei Spieler an den Lokalrivalen abzugeben, damit alle Mannschaftsnöte gebannt sind. Das tut den früheren Bestimmungen über den Vereinswechsel am Ort keinen Abbruch, sondern erhält nur das Leben, denn eine Kriegs-Spiel-Gemeinschaft sollen ja nur Vereine eingehen, die wirklich nicht mehr aus eigener Kraft durchhalten können.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 24.1.1944

 

Montag, 24. Januar 1943

Nordmark-Turner im Jahre 1944

Dem Sportgau Schleswig-Holstein stehen in der Zeit vom 10. bis 29. Januar die bekannte NSRL-Lehrerin Edith Brandt und der Reichsbundsportlehrer Franz Schlesinger zur Verfügung. Edith Brandt wirkt in Flensburg, Südtondern und Husum, während Franz Schlesinger in Kiel, Eutin, Plön und Eckernförde tätig sein wird. Ein gemeinsames Abschlußturnen wird am 29. und 30. Januar in Flensburg und Kiel den Höhepunkt dieser begrüßenswerten Lehrgangsarbeit bilden. Bei diesen Lehrgängen sollen erstmalig die neugebildeten Kreisgruppen in Erscheinung treten, von denen uns die Gruppen VI (Lübeck, Eutin, Oldenburg) und VII (Oldesloe, Segeberg, Lauenburg) besonders interessieren. Dadurch soll erreicht werden, neues Leben in den Turn- und Sportbetrieb zu bringen. Es sollen vor allem die ländlichen Gebiete und damit die kleinen Gemeinschaften, die in den letzten Jahren etwas stiefmütterlich behandelt wurden, in den großen Rahmen eingespannt werden.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 24.1.1944

 

Montag, 24. Januar 1943

Wilhelm Schöning zurück

Ab sofort übernimmt der Lübecker Kreisfachwart für Fußball, Wilhelm Schöning, Lübeck, Ritterstraße 1b, seine Geschäfte wieder. Sämtliche Spielberichte und Abrechnungen sind an Kamerad Schöning zu senden.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 24.1.1944

 

Montag, 24. Januar 1943

Beste Sportler – tapferste Soldaten!

Die Wichtigkeit, die der deutsche Soldat dem Sport zuerkennt, geht aus einem Schreiben hervor, das Ritterkreuzträger Oberst Hannes Trautloff zur Neujahrswende an seinen alten Verein, den SC Weimar, richtete. Der große Jagdflieger schreibt darin u.a. folgendes: „Der sportliche Wettstreit der Friedenszeit war eine gute kämpferische Vorbereitung für den Waffengang dieses Krieges. Die besten Sportler haben sich in den harten Kämpfen als die tapfersten Soldaten erwiesen. Gibt es einen schöneren Beweis für die Notwendigkeit der körperlichen Ertüchtigung unserer Jugend?“

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 24.1.1944

 

Montag, 7. Februar 1944

Erste Versehrten-Sportabzeichen verliehen

Errichtung einer Gausportschule in Malente

In einer schlichten, schönen Feierstunde wurden in Kiel in Anwesenheit des Landeshauptmanns Dr. Schow, des Sportdezernenten bei der Provinzialverwaltung, Jeß, eines Vertreters der Kriegsmarine, des engeren Führerstabes und der beteiligten Fachämter des NSRL sowie der Versehrten-Sportabzeichenprüfer die ersten 18 Versehrten-Sportabzeichen verliehen. Nach kurzer, herzlicher Begrüßung unterstrich der Sportdezernent, Sportgauführer Jeß, daß der deutsche Sport – nachdem die Leibesübungen durch den nationalsozialistischen Staat als kriegswichtig herausgestellt worden sind – in harter und entschlossener Arbeit seine Bewährung in fünf Kriegsjahren bewiesen hat. In seinen weiteren Ausführungen streifte er das Aufgabengebiet der staatlichen Sportaufsicht und Sportpflege und sprach dann ausführlich über das im November 1942 vom verstorbenen Reichsführer Hans von Tschammer und Osten geschaffene Versehrten-Sportabzeichen. Sein besonderer Dank galt dem Landeshauptmann Dr. Schow, der durch verständnisvolle Mitarbeit und Hilfe die Belange des Sports in jeder Weise gefördert hat, und dessen Initiative es in erster Linie zu verdanken ist, daß Schleswig-Holstein als erster Sportgau die Errichtung einer Gausportschule in Malente in Angriff nehmen konnte.

Anschließend sprach dann Landeshauptmann Dr. Schow über Aufgaben und Zielsetzung des Versehrtensportes, der unter sachgemäßer Anleitung allen Körperbehinderten und Kriegsversehrten neue Kräfte verleiht und in seiner tieferen Wirkung dazu beiträgt, allen Teilnehmern durch Turnen, Spiel und Sport neue Lebensimpulse zu vermitteln. Landeshauptmann Dr. Schow übermittelte dann den 18 Bewerbern die besonderen Glückwünsche des Oberpräsidenten und Gauleiters der Provinz Schleswig-Holstein und verlieh ihnen in feierlicher Form das nach harter und entschlossener Vorbereitungszeit erworbene Versehrten-Sportabzeichen.

In einem kurzen Schlußwort dankte der Sportdezernent Jeß den 18 Bewerbern nochmals für die im Interesse des Versehrtensports geleistete Pionierarbeit. Mit einem Gruß an den Führer und die Wehrmacht fand die Feierstunde einen würdigen Ausklang.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 7.2.1944

 

Montag, 7. Februar 1944

Zusammenkünfte der Schiedsrichter

Die Fußballschiedsrichter des Kreises Lübeck kommen heute Abend, 20 Uhr, bei Both, Glockengießerstraße 28, zusammen. Am Mittwoch, dem 9. Februar, 20 Uhr, findet, ebenfalls bei Both, die Monatsversammlung der Schiedsrichter statt. Tagesordnung: Amtliches, Regelbesprechung, Verschiedenes. Wegen der besonderen Wichtigkeit müssen alle Schiedsrichter erscheinen.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 7.2.1944

 

Montag, 7. Februar 1944

Achtung, Fußballjugendwarte

Am Mittwoch, dem 9. Februar, findet um 20 Uhr bei Both, Glockengießerstraße 28 in Lübeck, zusammen mit den Schiedsrichterkameraden eine Besprechung statt, zu der sämtliche Vereinsjugendwarte erscheinen müssen.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 7.2.1944

 

Montag, 7. Februar 1944

Jugendfußball

Die Rundenspiele im Jugendfußball sind im ersten Durchgang abgeschlossen. Bannsieger 1943 wurden in den einzelnen Klassen LSV Gut Heil Jugend A1, Phönix Jugend B1, Phönix Jugend C1. …

Auf Anordnung des Bannfachwarts für Fußball wird ein zweiter Durchgang nicht durchgeführt, da in der A-Klasse fast alle Mannschaften zurückgezogen haben. Die Jahrgänge der Klasse A und B werden daher in der neuen Serie, die am kommenden Sonntag beginnt, in einer Klasse spielen. Auch die Jugendklasse C wird in zwei Staffeln spielen, der hier weitere Mannschaften hinzugekommen sind. …

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 7.2.1944

 

Montag, 14. Februar 1944

Neuer Schiedsrichterobmann

Am Mittwoch kamen die Fußballschiedsrichter des Kreises Lübeck zusammen. Kreisfachwart Schöning machte Mitteilung von dem Ableben des um den Sport und die Schiedsrichtersache verdienten bisherigen Obmanns Hans Kilian. Auf Wunsch des Verstorbenen hat die Beisetzung in aller Stille stattgefunden. Nach einem Gedenken an den geschiedenen Kameraden wurde die Ernennung des Kameraden Ewald Käselau, Lübeck, Marlistraße 106, zum Nachfolger bekanntgegeben. Von ihm werden künftig die Schiedsrichter angesetzt und an ihn sind etwaige Absagen zu richten, während die Spielberichte an den Kreisfachwart für Fußball, Kamerad Schöning, Lübeck, Ritterstraße 1b, zu senden sind.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 14.2.1944

 

Montag, 6. März 1944

Schiedsrichterzusammenkunft

Die Fußballschiedsrichter kommen heute, 20 Uhr, bei Both, Glockengießerstraße 28 in Lübeck, zusammen.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 6.3.1944

 

Mittwoch, 8. März 1944

Sportführer trafen sich

Eine Tagung der Sportkreisführer aus der Sportkreisgruppe VII (Stormarn, Lauenburg und Segeberg) und der Vereinsführer, Kreissportwarte und Kreisfachwarte aus dem Kreise Stormarn fand dieser Tage in Bad Oldesloe statt. Die zur gegenseitigen Stützung und Belebung des Sportbetriebes gebildeten Sportgruppen hatten ihre Vertreter hierher entsandt. Es wurde für das laufende Jahr ein umfangreiches Programm besprochen. Im April findet für die Turner und Turnerinnen ein Vergleichskampf, verbunden mit einem Schauturnen, in Lauenburg statt. Die Kreisvergleichswettkämpfe in den Sommerspielen (Faustball und Korbball) für Jugendliche, Frauen und Männer (Alte Herren) sollen Ende Juni in Mölln durchgeführt werden. Als Austragungsort für die Schwimmwettkämpfe, die Mitte August durchgeführt werden, wurde Bad Segeberg in Aussicht genommen. Im September wird als Abschluß ein Leichtathletiksportfest in Bad Oldesloe veranstaltet. Die Ausschreibungen zu den vorgenannten Sportwettkämpfen gehen den Sportkreisen bzw. den Vereinen rechtzeitig zu. Um größere Reisen zu vermeiden, werden innerhalb der drei Sportkreise die Vorkämpfe ausgetragen, so daß zu den Endkämpfen nur die ersten bzw. zweiten Mannschaften des Kreises zusammenkommen oder die besten Wettkämpfer antreten. Auf der Tagung der Vereinsführer, Kreissportwarte und Kreisfachwarte wurde auch der Einsatz der NSRL-Lehrer und -Lehrerinnen im Monat März für die Orte Reinbek, Ahrensburg, Bargteheide und Bad Oldesloe besprochen. Ende April führt die Kreisfrauenfachwartin für Kleinkinderturnen einen Kursus in Bad Oldesloe durch. Der Sportkreisführer wies auf die Durchführung der Kriegsvereinsmeisterschaften hin.

Im Laufe dieser Woche kann der Turnbetrieb in der Turnhalle der Horst-Wessel-Schule wieder aufgenommen werden.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 8.3.1944

 

Sonnabend, 11. März 1944

Sportveranstaltung

Am Sonntag, dem 12. März, findet um 12.15 Uhr auf dem Exer ein Trainingsspiel für die aufzustellende Bannmannschaft statt. Als Gegner spielt eine B-Mannschaft aus Oldesloe. Anhand des Spiels wird die Bannmannschaft aufgestellt, um gegen die benachbarten Mannschaften anzutreten.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 11.3.1944

 

Sonntag, 12. März 1944

Achtung, Sportler!

Aus Anlaß des Heldengedenktages besteht bis 13 Uhr Spielverbot für alle sportlichen Veranstaltungen.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 12.3.1944

 

Sonntag, 12. März 1944

Das Trainingsspiel der Bannmannschaft gegen eine Oldesloer B-Mannschaft zeigte viele schwache Punkte bei den „Besten“ im Banngebiet. Die Oldesloer siegten leicht mit 4:2. Im Anschluß an dieses Spiel spielten 22 Spieler des jüngsten Nachwuchses des VfL. Man sah hier ansprechende Leistungen, so daß bei den Wettspielen gegen Hamburger und Lübecker Mannschaften gute Ergebnisse erzielt werden können.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 17.3.1944

 

Montag, 13. März 1944

Versehrtensport und Wehrmachtbetreuung

Gespräch mit dem Stellvertreter des Reichssportführers

Unser Mitarbeiter hatte Gelegenheit, dem Stellvertreter des Reichssportführers, Hauptmann Arno Breitmeyer, eine Reihe von Fragen über den Stand der Prüfungen für das Reichssportabzeichen, insbesondere aber über das Versehrten-Sportabzeichen, den Versehrtensport und die sportliche Wehrmachtbetreuung vorzulegen. Hauptmann Breitmeyer gab in knappen und verständlichen Zügen Aufschluß über diese sportliche Wirksamkeit, die unzweifelhaft eine der wichtigsten und die dankbarste zugleich ist.

„Die Erwerbung des Reichssportabzeichens“, so führte Hauptmann Breitmeyer aus, „blieb auch im Kriege für Männer und Frauen und vor allem für unsere Soldaten ein erstrebenswertes Leistungsziel. Sportabzeichenprüfungen werden an allen Teilen der Front und bei allen Wehrmachtsteilen angenommen.

Es versteht sich von selbst, daß wir darüberhinaus dem Versehrtensport und dem von unserem verstorbenen Reichssportführer geschaffenen Versehrten-Sportabzeichen die liebevollste Beachtung und tatkräftigste Förderung widmen. Die Kriegsversehrten haben das stärkste Bedürfnis nach sportlich-körperlicher Betätigung. Mit zunehmender körperlicher Gewandtheit ist die geistige Auffrischung eng verbunden. Die körperlichen Hindernisse werden oftmals von einer Willenskraft überwunden, die einfach bewunderungswürdig genannt werden darf. Als abwegig sehen wir allerdings Versehrten-Sportfeste oder gar Versehrten-Rekorde an. Es kann sich nicht um solche Höchstleistungen handeln, für die alle Voraussetzungen niemals auf einen Nenner zu bringen sind, sondern um das Erreichen der körperlichen Leistungsmöglichkeit in möglichst erschöpfenden Ausmaß. Das angestrebte Ziel bleibt dabei, die Versehrten wieder einzureihen oder aufzunehmen in den Kreis der Sportgemeinschaften, aus dem sie teilweise gekommen sind. Sie sollen nicht abseits stehen, und keinesfalls ist die Gründung von Versehrten-Sportvereinen vorgesehen.

Die sportliche Wehrmachtbetreuung nimmt gerade in der letzten Zeit unserer Arbeit vor allem in Anspruch. Auf Grund meiner eigenen Fronterfahrungen verfolgen wie hier besondere Pläne, die schon erfreuliche Auswirkungen hatten. Unsere eigens zusammengestellten Vorschläge für den praktischen Soldatensport haben wir in einer kleinen Broschüre niedergelegt. Diese Anregungen gelten vor allem der Sportausübung ohne Geräte. Ein Film „Es geht auch ohne“ ist gerade jetzt fertiggestellt. Wir haben uns für den behelfsmäßigen Gerätebau eingesetzt und durch namhafte Sachverständige geeignete Vorträge halten lassen. Die Soldatensender haben sich durch anschauliche und vielseitige Sportsendungen in den Dienst unserer Aufgabe gestellt. So tun wir alles, was uns möglich ist, um unseren Soldaten das Bewußtsein zu erhalten, daß der deutsche Sport ein Helfer und ein Bindeglied zur Heimat ist. Und wir sind gerade auf diesem Gebiet für Anregungen dankbar, wie man die sportliche Wehrmachtbetreuung noch gründlicher und erfolgversprechender durchführen kann.“

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 13.3.1944

 

Montag, 13. März 1944

Schiedsrichtersitzung

Die nächste Sitzung der Fußballschiedsrichter findet am 16. März, 20 Uhr, bei Both, Glockengießerstraße 28 in Lübeck, statt. Alle Schiedsrichter und Schiedsrichteranwärter müssen erscheinen. – Die Vereinsschiedsrichterwarte werden gebeten, die Anschriften der einberufenen Kameraden umgehend an Heinrich Klaffs, Lübeck-Siems, Rangenberg 50, einzusenden, damit die Verbindung unterhalten wird.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 13.3.1944

 

Dienstag, 21. März 1944

Freigabe von Jugendfußballspielern

Nach einer amtlichen Mitteilung hat der Bannfachwart für Fußball, Schanze, die Jugendfußballabteilungen der Vereine Schwarz-Weiß, Kücknitz und Reichsbahn aufgelöst. Obwohl ein Vereinswechsel eigentlich nicht möglich ist, dürfen die restlich verbliebenen Jugendspieler dieser Vereine sofort zu anderen Vereinen übertreten und sind dort auch gleich spielberechtigt. Durch die Anordnung des Bannfachwartes soll ein Brachliegen von Jugendspielern verhindert werden.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 21.3.1944

 

Sonntag, 26. März 1944

Vom Sport

Bis zu Beginn der Übungsstunden des VfL auf dem Exer gilt folgender Übungsplan: Dienstags 16.30 Uhr Knabenabteilung (10 bis 14 Jahre), 20 Uhr Abteilung männliche Jugend (16 Jahre und älter) Turnhalle der Horst-Wessel-Schule; freitags 16.30 Uhr Mädchenabteilung (10 bis 14 Jahre), 20 Uhr Frauenabteilung (15 Jahre und älter) Turnhalle der Horst-Wessel-Schule; donnerstags 14.30 Uhr Fußballtraining auf dem Exer. – Nach Ostern beginnt das Kleinkinderturnen wieder.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 26.3.1944

 

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