Spielserie 1940 - 41
Teil 2

Freitag, 27. Sept. 1940
Friedrich Bölck tödlich verunglückt

Sonnabend, 12. Oktober 1940

VfL Oldesloe

Am Sonntag spielt um 14 Uhr eine kombinierte Jugendelf des VfL gegen eine Kombination Pölitz/Rümpel. – Die Frauenabteilung des VfL turnt außer Dienstag 19 Uhr am Sonntag von 9 bis 11 Uhr in der Turnhalle der Horst-Wessel-Schule.

OLDESLOER LANDBOTE vom 12.10.1940

 

Sonntag, 13. Oktober 1940

Fähnlein Oldesloe – Fähnlein Reinfeld 11:0

Nachdem die Fähnlein-Mannschaft vor 14 Tagen Oldesloe-Land-Fähnlein-Mannschaft mit 14:0 besiegen konnte, machte sie es gegen Reinfeld fast ebenso. In einem überlegenen Spiel besiegte sie die Fähnlein-Mannschaft Reinfeld mit 11:0. In zwei Spielen 25:0, das ist immerhin allerhand!

OLDESLOER LANDBOTE vom 14.10.1940

 

Sonnabend, 19. Oktober 1940

LBV Phönix Lübeck gegen VfL

Am Sonntag fährt der VfL nach Lübeck, um dort gegen den LBV Phönix anzutreten. Sonst zählten die Begegnungen beider Mannschaften zu den großen Ereignissen eines Fußballjahres. Infolge der veränderten Verhältnisse können beide Mannschaften natürlich nicht mit früheren Leistungen aufwarten. Nach den bisherigen Ergebnissen ist mit einem offenen Kampf zu rechnen, es kommt allerdings darauf an, welche Aufstellungen herausgebracht werden können. Gerade der LBV Phönix und der VfL können die nun einmal entstandenen Lücken nicht schließen. Wer Glück hat und im Augenblick über einige Urlauber verfügen kann, ist natürlich obenauf. Abfahrt mit der Bahn um 13.10 Uhr. Der VfL hofft, folgende Mannschaft herausbringen zu können: Brandt; Wienke, Hahn; Jack, Wolherr, Meins; Meinke, Dorn, Quoos, Pump, Harms.

OLDESLOER LANDBOTE vom 19.10.1940

 

Sonntag, 20. Oktober 1940

Lübecker BV Phönix – VfL Oldesloe 2:1 (1:1)

(4. Punktspiel)

Mit dieser „Fohlenmannschaft“ war, besonders nach der Vorschau des Lübecker General-Anzeigers nicht viel zu „erben“. Aber es kam ganz anders. Durch forsches und aufopferndes Spiel der ganzen Mannschaft kam der Phönix nicht zur Entwicklung. Wohl waren die Lübecker in technischer und taktischer Hinsicht etwas überlegen, aber zu Erfolgen reichte es nicht. Nach etwa 20 Minuten gingen die Oldesloer durch energisches Nachsetzen durch Pump in Führung. Kurz darauf glichen die Lübecker durch einen haltbaren Schuß des Rechtsaußen aus.

Nach Halbzeit drückten die Lübecker aufs Tempo, aber Erfolge wollten sich immer noch nicht einstellen. Durch einen Kopfball des Halbrechten gingen die Lübecker dann in Führung. Nur knapp unterlagen die VfLer; der LBV Phönix mußte alles hergeben, um den jungen Oldesloern beide Punkte abzunehmen.

Die Jugend B spielte vorher gegen eine gleiche Mannschaft des LBV Phönix. Nach einer sehr guten Gesamtleistung gewannen die Oldesloer Jungs mit 4:0.

OLDESLOER LANDBOTE vom 21.10.1940

VfL Oldesloe: Brandt – Wienke, Meins – Jack, Hahn, Klueß – Petersen, Meinke, Quoos, Pump, Harms.

 

Sonnabend, 2. November 1940

„Ein Muskelkater stört uns nicht!“

Fröhliche Körperschulung im BDM und Jungmädelschaften in Bad Oldesloe

Die großartigen Erfolge der deutschen Wehrmacht wären gewiß nicht in dem Maße möglich gewesen, wenn nicht schon im Frieden alles in die Wege geleitet worden wäre, die deutsche Jugend auch schon körperlich zu ertüchtigen. Und nicht allein die in der Hitlerjugend zusammengeschlossene männliche Jugend wurde mit allen Sportarten vertraut gemacht, auch im BDM und bei den Jungmädeln wurde in jeder Hinsicht dafür Sorge getragen, die schon in der Schule geförderten regelmäßigen Leibesübungen weiter fortzusetzen.   Überall arbeiten Sportwartinnen daran, die Mädchen in regelmäßigen Übungen immer mehr zu schulen, damit die Mütter von morgen ihrer großen Aufgabe als Trägerinnen und Hüterinnen des besten Gutes der Nation auch gewachsen sind. Überall in den verschiedenen Gauen unseres Vaterlandes ist man mit großem Eifer am Werk. Wir besuchen heute einen der wöchentlichen Sportnachmittage beim BDM in Bad Oldesloe. Bald können wir uns davon überzeugen, wie fleißig man bei der Arbeit ist, aber auch wie fröhlich es dabei zugeht. Immer wieder hört man das Lachen der Mädelschar, das zeigt, wieviel Spaß ihnen dieser Sportbetrieb macht. Die Übungsnachmittage werden in der Turnhalle der Horst-Wessel-Schule bzw. auf dem Schulhof durchgeführt. Auch heute herrscht wieder reger Sportbetrieb. Nach der schönen Sommerarbeit auf dem Sportplatz geht es nun zum ersten Male wieder in die Halle. Schnell wird das Turnzeug angezogen und in kurzer Zeit tritt alles in der Halle an.

„Rechts um! Im Laufschritt, marsch, marsch!“ ertönt das Kommando der Sportwartin. Und es beginnt schon. Um den schönen Sonnenschein draußen noch auszunutzen, geht es im Laufschritt kreuz und quer über den Schulhof, bis die Mädel keuchend und pustend wieder in der Halle ankommen. Wenn ihn eben noch kalt war, so ist es jetzt schon recht warm geworden. Nach einigen beruhigenden Atemübungen kommt die Körperschule zu ihrem Recht. Jeder Teil des Körpers wird ordentlich durchgearbeitet.

„Das gibt aber einen schönen Muskelkater!“ stöhnt eine. Aber die Sportwartin stört das nicht. Im Gegenteil: „Das ist einmal ganz gesund für euch!“ ist ihre Meinung. Die Mädel geben ihr alle recht und machen kräftig mit. Noch schöner wird es, wenn die Sportwartin ruft: „Die erste Reihe holt einen Medizinball!“ Wie freuen sich alle auf die nun kommenden Übungen, denn jede weiß, daß nun lustige Staffeln auf sie warten. Und richtig, da hören wir schon die Sportwartin sagen: „Der Ball wird über den Kopf von Hand zu Hand gegeben, die Letzte läuft damit nach vorn und gibt ihn wieder weiter.“ Alle steht voller Erwartung, bis das Kommando ertönt: „Fertig – los!“ Und schon beginnt die wilde Jagd. Jede bemüht sich, nur nicht den Ball fallen zu lassen und dadurch ihrer Partei zu schaden. „Hurra! Gewonnen!“ ruft es da schon neben uns. Die Gegner waren diesmal schneller. „Aber das nächste Mal schaffen wir es bestimmt!“ Diesmal wird der Ball durch die gegrätschten Beine gerollt. „Inge, du schläfst ja!“ ruft es empört neben uns. Richtig, Inge, die Letzte der Mannschaft hat nicht aufgepaßt, und nun rollte der Ball bis ans Ende der Halle. Bei diesen lustigen Wettspielen vergeht allen die Zeit viel zu schnell. „Die Bälle an die Seite legen und zum Kreis anfassen“, hören wir die Sportwartin sagen. „Ach, wie schade!“ „Jetzt schon?“ tönt es von allen Seiten. Ein lustiges Lied beschließt diesen fröhlichen Sportnachmittag. Alle freuen sich schon auf die nächste Woche, wo sie sich wieder hier zusammenfinden werden.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 2.11.1940

 

Sonnabend, 2. November 1940

BLM Lübeck gegen VfL

Am Sonntag muß der VfL abermals nach Lübeck. Das letzte Spiel der Herbstserie wird gegen die Betriebssportgemeinschaft der Berlin-Lübecker-Maschinenfabriken auf dem Flugplatz ausgetragen. Beide Mannschaften haben noch nicht viel erreichen können. Mit nur einem Punkt aus einem Unentschieden gegen den LSV haben die Lübecker sich bisher begnügen müssen. Viel besser geht es dem VfL nun ja auch gerade nicht; beide werden jedenfalls morgen alles daran setzen, um ihre Position zu verbessern. Abfahrt 13.10 Uhr mit der Bahn. Die Oldesloer spielen in folgender Aufstellung: Brandt; Wienke, Meins; Meinke, Hahn, Petersen, Wolherr, Pump, Dorn, Harms.

OLDESLOER LANDBOTE vom 2.11.1940

 

Sonntag, 3. November 1940

BLM Lübeck – VfL Oldesloe 5:3 (4:1)

(5. Punktspiel)

Die recht jugendliche Elf des VfL konnte es auch in Lübeck auf dem Flugplatz nicht schaffen. Am Anfang sah es nicht danach aus, daß beide Punkte in Lübeck bleiben würden. Die erste Viertelstunde beherrschte der VfL das Feld und ging leistungsgerecht 1.0 in Führung. Durch unnötiges Handspiel im Strafraum wurde dem BLM ein Elfmeter zugesprochen und diese Gelegenheit ließen die Lübecker sich nicht entgehen. Von da ab aber klappte es nicht mehr, eine allgemeine Nervosität griff um sich und vor allem in der Hintermannschaft ging es reichlich bunt zu, sodaß die Lübecker bis zur Halbzeit 4:1 vorn lagen. Nachher wurde es auch nicht viel besser. Erst in der letzten halben Stunde kam der VfL wieder auf. Aber der Vorsprung, der sich inzwischen auf 5:1 erhöht hatte, war zu groß. Auf 5:3 konnte der Stand noch verbessert werden, dann war die Zeit herum. Alle haben den besten Willen gehabt, aber besonders bei den jugendlichen Spielern fehlt es noch an Erfahrung, und diese ist nun mal nicht von heute auf morgen gesammelt.

OLDESLOER LANDBOTE vom 4.11.1940

VfL Oldesloe (Ankündigung): Brandt – Wienke, Meins – Meinke, Hahn, Petersen, Wolherr, Pump, Dorn, Harms.

 

Dienstag, 5. November 1940

Oldesloer Sportler fahren zum Länderkampf Deutschland gegen Dänemark

Der am 17. November in Hamburg steigende Fußball-Länderkampf zwischen den Nationalmannschaften von Deutschland und Dänemark hat auch hier in Oldesloe lebhaftes Interesse erweckt. Die Gelegenheit, in Hamburg dem Spiele als Zuschauer beiwohnen zu können, wollen sich die Sportbegeisterten von hier nicht nehmen lassen. Der VfL hat beim Fachamt für Fußball Schritte unternommen, um Eintrittskarten für das große Sportereignis zu erhalten. Diese Karten sind inzwischen eingetroffen und waren natürlich sofort vergriffen.

OLDESLOER LANDBOTE vom 5.11.1940

 

Sonnabend, 9. November 1940

VfL Oldesloe

Nachdem die Herbstserie beendet ist, ist die Männermannschaft am Sonntag spielfrei; sie trainiert am Sonntag um 10 Uhr zusammen mit der Jugend A. Die Jugend B spielt am Nachmittag um 14.30 Uhr auf dem Exer.

OLDESLOER LANDBOTE vom 9.11.1940

 

Sonntag, 10. November 1940

VfL Oldesloe Jugend B – Reichsbahn Lübeck Jugend A2 6:0

Der ganze Spielverlauf stand im Zeichen einer ständigen Überlegenheit des VfL. Selten wurde der Gegner gefährlich. Schon bei Halbzeit (4:0) stand der Sieg fest. In der zweiten Hälfte ließ das Tempo etwas nach. Einen Elfmeter in ein Ehrentor zu verwandeln, nutzte der Gegner nicht aus. Durch zwei unhaltbare Tore wurde das 6:0 für die Hiesigen hergestellt.

OLDESLOER LANDBOTE vom 11.11.1940

 

Sonnabend, 30. November 1940

VfL Oldesloe

Für den VfL gelten jetzt folgende Übungszeiten: Frauen- und Mädchenabteilung: freitags 16 Uhr und sonntags 9 Uhr Gymnastik, Geräteturnen und Volkstänze in der Turnhalle der Horst-Wessel-Schule. Fußball: Jugend donnerstags 16 Uhr, Männer sonntags 10 Uhr auf dem Exer.

OLDESLOER LANDBOTE vom 30.11.1940

 

Sonnabend, 30. November 1940

Fußball auf dem Exer

Am Sonntag spielt die Jugend A des VfL (Jahrgang 1923/24) gegen eine Jugendmannschaft von Reinfeld in folgender Aufstellung: Wiek; Jack, Lange; Lübcke, Wetterström, Thielenhaus; Marquardt, Kollecker, Gerken von Berg, Dwenger. Das Spiel beginnt um 14.30 Uhr.

OLDESLOER LANDBOTE vom 30.11.1940

 

Dienstag, 3. Dezember 1940

Von unserem Bürgerpark ist einmal erwähnenswert festzustellen, daß auch hier trotz der Einschränkungen durch den Krieg die laufenden Ordnungs- und Unterhaltungsarbeiten weitergehen. Ungeachtet seiner Jahre hat sich dafür in erster Linie unser früherer Schulhausmeister Konrad Eggers, jetzt bald 75jährig und eigentlich in wohlverdienter Ruhe befindlich, seit etwa Jahresfrist wieder zur Verfügung gestellt; oblag ihm doch schon einmal während der Jahre 1927 bis 1933 die Betreuung des Bürgerparks. Für die gleiche Aufgabe stellte sich auch mit ihm der Arbeitsveteran Wilhelm Behrens (71jährig) in den öffentlichen und gemeinnützigen Dienst. Die Tatsache, daß beide Arbeitsveteranen nicht nur fleißig für Ordnung und Sauberkeit in unserem schmucken Bürgerpark sorgen, sondern darüber hinaus noch Verbesserungs- und Gestaltungsarbeiten übernehmen, sei hier besonders vermerkt und öffentlich anerkannt. Sie sind zur Zeit dabei, unter Zuhilfenahme von Kriegsgefangenen den hinter dem Schießstand befindlichen alten Tannenhang aus- und abzuholzen, um Licht und Luft und bessere Ausblicke auf Trave, Tal und Gelände zu schaffen und neuen, niedrigeren Anpflanzungen Platz zu machen. Bei der Schwierigkeit des abschüssigen Geländes und den teilweise recht stark, jedoch trocken gewordenen Tannenbäumen gewiß nicht leichte Arbeiten, die aber als heimatliche Verschönerungsaufgabe mit Befriedigung in Angriff genommen wurden. Wie wir sehen, schaffen es unsere beiden Veteranen und beweisen damit, daß sie in großer Zeit nicht zurückstehen wollen und als einstige aktive „Preußen“ noch von gutem Schrot und Korn sind.

OLDESLOER LANDBOTE vom 3.12.1940

 

Sonnabend, 7. Dezember 1940

Das für morgen auf dem Exer angesetzte Spiel VfL gegen Holstein Segeberg fällt aus.

OLDESLOER LANDBOTE vom 7.12.1940

 

Sonntag, 8. Dezember 1940

VfL Oldesloe – Holstein Segeberg ausgefallen

(Gesellschaftsspiel)

 

Sonnabend, 14. Dezember 1940

VfL gegen Holstein Segeberg

Nach langer Unterbrechung stehen sich der VfL und Holstein Segeberg morgen hier in einem Gesellschaftsspiel gegenüber. Die Segeberger sind in der letzten Zeit mächtig nach vorn gekommen. In der Kreisgruppe Neumünster steht die Mannschaft an führender Stelle. Wir sind deshalb gespannt, wie das morgige Duell auslaufen wird. Die durchweg jugendliche Mannschaft des VfL wird alles daransetzen müssen, um hierbei gut abzuschneiden. Das Spiel beginnt um 14.30 Uhr. Die Oldesloer spielen in der Aufstellung: Brandt; Wienke, Meins; Meinke, Wolherr, Harms; Petersen, Klueß, Rodeck, Pump, Drews.

OLDESLOER LANDBOTE vom 14.12.1940

 

Sonntag, 15. Dezember 1940

VfL Oldesloe – Holstein Segeberg 4:5 (2:0)

(Gesellschaftsspiel)

Aus 4:0 wurde 4:5!

4:0 führte der VfL und verlor dennoch 4:5

Es wird von allen Seiten immer dankbar und freudig begrüßt, wenn die Urlauber bei einem Spiel mitwirken. Nun war wieder der immer junge Willy Schlüter mit dabei und gab der jungen Mannschaft den nötigen Rückhalt. Dann hatte unser Jugendobmann, Christoph Axt, am letzten Tage seines Urlaubs es sich nicht nehmen lassen, sein Können als Schiedsrichter unter Beweis zu stellen. Paul Drews wirkte vielversprechend auf seinem angestammten Platz; Rodeck und Klueß bedeuteten ebenfalls eine merkliche Verstärkung der Mannschaft – und trotzdem verlor sie – unverdient und vollkommen unnötig – in den letzten 15 Minuten.

Bis dahin führten die Hiesigen 4:0! Die Gäste aus Segeberg hatten bis dahin allerlei Pech mit ihren Schüssen und unterstrichen durch den in den letzten Minuten tapfer erkämpften Sieg den guten Ruf als Spitzenreiter ihrer Kreisklasse. Leider verloren die Hiesigen in der zweiten Halbzeit drei Spieler (!). Der Zusammenhang ging dadurch verloren. Die Verteidigung klebte zu sehr im Strafraum und der Mittelläufer spielte zu offensiv, so daß die Verteidigung überlastet wurde.

Den Gästen fehlten zwei Stammspieler. Nachdem beide Mannschaften eine Ecke erkämpft hatten, schoß Rodeck nach einer Flanke von Drews in der vierten Minute nach Spielbeginn das Führungstor.

25 Minuten war verteiltes Spiel, dann erhöhte Drews durch einen Flankenschuß den Vorsprung auf 2:0. Die Gäste verstanden es nicht, gute Gelegenheiten vor dem Tor auszunutzen. Schlüter schoß vielversprechend in die Ecke, aber der gut aufgelegte Ersatztorwart der Segeberger hielt den Ball. Bis Halbzeit hatten die Hiesigen mehr vom Spiel.

Gleich nach Halbzeit hatten die VfLer gute Torgelegenheiten. Durch eine übertriebene Kombination blieb der Torerfolg aus, bis Petersen einen weiten Einwurf Pump zuwarf und derselbe zum 3:0 einschießen konnte. In der 22. Minute gab Schlüter eine Flanke zu Klueß, der unhaltbar einschoß. 4:0.

Petersen mußte ausscheiden. Meins, der bisher erfolgreich verteidigt hatte, schied vorübergehend aus und war bald nicht mehr spielfähig. Die Verteidigung wurde nun überlastet und so fielen in den letzten 15 Minuten fünf Tore (!!), wobei vor allen Dingen die beiden Außen der Gäste und der Mittelstürmer Lorenz beteiligt waren. So konnten die Gäste im letzten Sechstel der Spielzeit den Sieg erringen.

OLDESLOER LANDBOTE vom 16.12.1940

VfL Oldesloe (Ankündigung): Brandt – Wienke, Meins – Meinke, Wolherr, Harms – Petersen, Klueß, Rodeck, Pump, Drews.

 

Montag, 16. Dezember 1940

Vereine haften für Freihaltung der Spielfelder

Einige Zwischenfälle, die sich in der letzten Zeit bei den Fußball-Meisterschaftsspielen ereignet haben, sind sofort mit einer Platzsperre geahndet worden. Es wird allgemein begrüßt werden, wenn von den zuständigen Sportbereichen mit aller Schärfe eingegriffen wird, sobald durch andere Vorkommnisse Weiterungen entstehen, die mit einem entschlossenen Eingreifen hätten unterbunden werden können. Die Vereine haften für die Freihaltung der Spielfelder, und, wenn der Ordnungsdienst nicht durchgreift, dann haben die Platzvereine auch die Folgen zu tragen. Es liegt eine Anordnung des Reichsamtsleiters vor, in der es den Vereinen zur Pflicht gemacht wird, durch alle berechtigten Personen – Vereinsführer, Platzwarte und Spielordner – das Eingreifen am Spiel Unbeteiligter durch entsprechende Maßnahmen unmöglich zu machen. In der Anordnung wird weiter gesagt, daß jede sich am Spielfeldrand aufhaltende Zivilperson in den Zuschauerraum zu verweisen ist. Nun kann immer wieder beobachtet werden, daß hinter den Toren oder an anderen Stellen Verstöße gegen diese Bestimmung festzustellen sind. Allen Vereinen kann in ihrem eigenen Interesse nur dringend geraten werden, die vorliegenden Bestimmungen für einen Ordnungsdienst zu beachten, um Übergriffe einzelner Fanatiker vorzubeugen und die dann unausbleiblich eintretenden Folgen für den Verein zu vermeiden.

STORMARNSCHE ZEITUNG vom 16.12.1940

 

Montag, 16. Dezember 1940

Das Stadtamt für Leibesübungen veröffentlicht einen ausführlichen Plan über die Verteilung der beiden Turnhallen für die Verbände und Vereine. An allen Nachmittagen, an denen die Hallen nicht von den Schulen benutzt werden, sind sie vom VfL, der Hitlerjugend, dem Deutschen Jungvolk und dem Bund Deutscher Mädel belegt. Mit dem Verteilungsplan wurde eine seit Jahren erprobte Turnhallenordnung durchgeführt. Der Leiter des Stadtamtes ließ für die Mitbenutzung keinen Zweifel darüber, daß nur unter strengster Beachtung der Turnhallenordnung eine Benutzung gestattet wird. Im Januar kann eine Halle auch in den Abendstunden benutzt werden. Der VfL nimmt dann den Turnbetrieb für alle Abteilungen wieder auf.

OLDESLOER LANDBOTE vom 16.12.1940

 

Sonntag, 29. Dezember 1940

Fußballruhe in Schleswig Holstein

Im Sportgau Schleswig-Holstein wurden keinerlei Fußballspiele ausgetragen.

OLDESLOER LANDBOTE vom 30.12.1940

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