Schuljahr 1958 - 59 Zeitraum Juli - September

 

Dienstag, 1. Juli 1958

Die Kleinsten riefen immer wieder Hurra!

Ganz Oldesloe stand heute vormittag am Straßenrand Spalier

Kindervogelschießen nach altem Brauch – Heute abend auf dem Marktplatz Abschlußfeier

st. – Durch die festlich geschmückten Straßen der Innenstadt, vorbei an einem dichten, frohgestimmten Zuschauerspalier, bewegte sich heute vormittag der lange, heitere und bunte Festzug des Kindervogelschießens. Eine Viertelstunde dauerte der Vorbeimarsch der farbenprächtigen Gruppen, deren verbindende Glieder die Spielmannszüge und Fahnenabordnungen waren. Ganz Oldesloe schien in dieser schönen Stunde auf den Beinen. Wenn auch der Sonnenschein fehlte, so war das Wetter doch warm und vor allem, allen Befürchtungen der letzten Tage zum Trotz, trocken!

Schon in aller Frühe hatte klingende Musik die Kreisstadt geweckt. Um 8 Uhr wurden unter Vorantritt einer Musikkapelle und von Spielmannszügen die vorjährigen Majestäten und die Fahnenabordnungen der Schießabteilung unserer Bürgerschützengilde und der Landsmannschaften vom Rathaus abgeholt.

Immer mehr Menschen, vor allem Muttis und Vatis, strömten in die Innenstadt, um dort den großen Festzug zu erwarten, der etwa um 9 Uhr die Königstraße erreichte und dann einen großen Bogen um den Stadtkern schlug, um schließlich gegen dreiviertel zehn Uhr in die Hindenburgstraße einzuschwenken.

Eine Gruppe von Lehrern machte den Anfang, dann folgte der hölzerne Vogel, der dem Fest den Namen gibt, und das Königspaar unter duftendem Baldachin. Die städtischen Körperschaften, an der Spitze Bürgerworthalter Rosch, ehrten die alte Tradition. Der erste Spielmannszug pfiff und trommelte, daß es eine Freude war, und daran schlossen sich die schier unübersehbaren Scharen der bekränzten Mädchen mit ihren Blumenbögen und der Jungen mit ihren Fahnenstöcken, immer wieder unterbrochen von Musik und den Fahnenabordnungen, die blauweißrote Schärpen trugen. In einigen Kutschen fuhren auch diesmal die alten Lehrer mit. Das Nahen der Kleinsten aber kündigte sich durch das begeisterte Hurra an, mit dem sie unentwegt ihrer Freude, auch dabei zu sein, Luft machten.

Durch die Hamburger Straße und die Schützenstraße fand der Festzug seinen Weg nach dem Bürgerpark, wo nach altem Brauch die Spiele begannen. Dieser Tag gehört unseren Kindern! Am Nachmittag werden sie tanzen und am Abend zur stimmungsvollen Abschlußfeier noch einmal nach dem Markt ziehen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.7.1958

 

Mittwoch, 2. Juli 1958

Feierlicher Ausklang des Oldesloer Kindervogelschießens

Zeugen einer lebendigen Tradition geehrt

Konrektor Hahn marschierte zum 55. Male im Festzug mit, Lehrer Dahm zum 54. Male

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st. – Oldesloes neues Hauptkönigspaar: der 14jährige Manfred Stolten von der Königin-Luise-Schule und die gleichaltrige Gisela Matthießen von der Hilfsschule.

Lauter Beifall der Jugend klang auf, als Oberstudiendirektor Richard Staberock gestern abend bei der Abschlußfeier des Kindervogelschießens auf dem überfüllten Marktplatz ehrend die Namen der Veteranen des Festausschusses nannte. Das war der Dank der Kinder vor allem an drei Männer, die schon vielen Generationen von Schülern und Schülerinnen das schönste Fest ihrer Kindheit bereitet haben und heute noch in ungebrochener Rüstigkeit bereiten helfen.

Diese drei Männer sind der 81 Jahre alte Konrektor Friedrich Hahn, der bereits 55mal Mitglied des Festausschusses war, der 80 Jahre alte Lehrer Robert Dahm, der bisher 54mal im Festausschuß an der Organisation beteiligt war, und der 73jährige Studienrat Christian Ohrt. In erstaunlicher Frische marschierten sie gestern im Festzug mit, der sich nach den Spielen im Bürgerpark und dem traditionellen Kindertanz, von zwei Polizeireitern geleitet, abends nach dem Marktplatz bewegte.

Hier wartete bereits eine große Menschenmenge auf das Eintreffen des langen Zuges. Auch alle Fenster ringsum an den Gebäuden, die den Marktplatz umsäumen, waren dicht besetzt, als das neue Königspaar den geschmückten Wagen betrat, der an der Stirnseite vor dem munter plätschernden Gänselieselbrunnen als Podium für den Redner diente.

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Oberstudiendirektor Staberock leitete seine Ansprache mit einem Dank an alle ein, die an der Gestaltung des Festes mitgewirkt hatten. Außer den bereits Genannten dankte er ganz allgemein der Lehrerschaft, die sich der von Laien nur selten richtig gewürdigten Aufgabe unterzogen haben, die Ordnung unter 2200 Kindern in 55 Spielgruppen einen ganzen Tag lang aufrechtzuerhalten. Sein Dank galt aber auch allen Spendern.

Dann deutete er das Kindervogelschießen als ein heimatliches Fest, das allen die Einheit in der Vielgestaltigkeit schenke. „Jene Verbindung zwischen allen Bevölkerungsschichten, zwischen alt und jung, die wir sonst im Leben suchen, hier wird sie Wirklichkeit. Wir tragen diese Tradition dieses Festes nicht nur in der Form weiter, sondern auch in ihrem inneren Sinn.“

Oberstudiendirektor Staberock endete seine wiederholt von lautem Beifall unterbrochene Rede mit dem Gedanken an die Deutschen jenseits der Grenze. „Mögen die Fahnen der Landsmannschaften, die in diesem Zuge mitgetragen wurden, hinübergrüßen an ihre Heimatprovinzen zu jenen, die zu uns gehören.“

Schleswig-Holstein-Lied und das Deutschland-Lied ertönten, und dann kam, jubelnd aufgenommen, die Ankündigung der Großen Ferien in ihrer überlieferten Formulierung: „Und morgen ist Frei-Tag!“

Noch lange feierten dann im Anschluß die Erwachsenen in den sehr gut besuchten Gaststätten bei Tanz und Unterhaltung das Fest ihrer Kinder weiter.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.7.1958

 

Mittwoch, 2. Juli 1958

Königspaare der Spielgruppen

Alte Stadtschule:

  • Klasse 1a: Rosemarie Dahms und Thomas Sturtz; Klasse 1c: Helga Brüggmann und Hartmut Feddern; Klasse 1d: Renate Barg und Jürgen Neumann.
  • Klasse 2a: Heidi Lewe und Michael Hormann; Klasse 2b: Monika Schröder und Hans Schaffrczyk.
  • Klasse 3a: Regina Führböter und Gerd Ulrich; Klasse 3b: Margitta Bretzke und Ernst Bischoff; Klasse 3c: Sabine Mallek und Manfred Cebulla.
  • Klasse 4a: Gisela Zollweg und Wolfgang Sommer; Klasse 4b: Marianne Bohn und Harald Gragen; Klasse 4c: Gisela Hass und Thomas Oellrich.
  • Klasse 5a: Ursula Freier und Christian Leinert; Klasse 5b: Roswitha Benz und Gerhard Tuppul; Klasse 5c: Heike Quartier und Helmut Pingel.
  • Klasse 6: Annelies Blome und Reinhard Koop.
  • Klassen 7/8a: Sylvia Rode und Erwin Schulz.

Klaus-Groth-Schule:

  • Klasse 1a: Uwe Josten und Ursula Dreblow; Klasse 1b: Uwe Carstens und Rosemarie Zehm.
  • Klasse 2a: Rainer Wulff und Monika Simon; Klasse 2b: Hans Schacht und Ingrid Hilmer.
  • Klasse 3a: Rüdiger Brinkmeyer und Christa Schadwinkel; Klasse 3b: Paul Otto Ehrich und Gisela Lilienthal; Klasse 3c: Joachim Runge und Juliane Kösner.
  • Klasse 4a: Winfried Karczewski und Monika Schäfer; Klasse 4b: Heinz Spahn und Anke Dölling.
  • Klasse 5: Wolfgang Ilmer und Vilja Schulze.
  • Klasse 6: Hans-Peter Krebs und Heidemarie Brieschke.
  • Klasse 7/8: Egon Gladasch und Doris Steppuhn.

Hilfsschule:

  • Unterstufe: Hans-Jürgen Stallbaum und Ursula Carstens.
  • Mittel- und Oberstufe: Reinhold Petermann und Monika Dreckmann.

Mittelschule:

  • M 10: Claus Näveke und Christa Döring.
  • M 11: Hans-Wilhelm Schlüter und Edith Wöltje.
  • M 12: Rainer Gleibs und Elke Schulenburg.
  • M 13: Joachim Tarla.
  • M 14: Dieter Wolgast.
  • M 15: Hans-Werner Wrage.
  • M 16: Annette Luther.
  • M 17: Monika Rössing.
  • M 18: Sabine Rieken.

Theodor-Mommsen-Schule:

  • Klasse IVa: Rüdiger Möller; Klasse IVh: Friederun Schmidt.
  • Klasse Va: Dorit Bredehorst; Klasse Vb: Jürgen Kahl.
  • Klasse VIa: Jürgen Krystkiewicz und Kirsten Riebel; Klasse VIb: Claus Jacobs und Dietlinde Schwirz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.7.1958

 

Mittwoch, 23. Juli 1958

Wann wird die Turnhalle fertig?

st. – Im Stadtparlament fragte der Stadtverordnete Karl Hungerland (SPD) den Magistrat, wann mit der Fertigstellung der Turnhalle für die Mittelschule zu rechnen sei. Bürgermeister Hermann Barth erklärte, daß der Bauunternehmer die Verzögerung mit Materialschwierigkeiten begründe. Man dürfe allerdings auch nicht vergessen, daß es Unklarheiten während des Baues gegeben habe. Dreimal sei darüber beraten worden, welche Heizungsart den Vorzug erhalten solle. Immerhin sei es „ein Trauerspiel, daß das Gerippe jetzt ein Jahr steht“.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.7.1958

 

Donnerstag, 24. Juli 1958

Elternbeirat entwarf Sieben-Punkte-Programm

st. – Sein Befremden äußerte Bürgerworthalter Rosch im Stadtparlament über eine Eingabe des Elternbeirates der Klaus-Groth-Schule, in der ein Sieben-Punkte-Programm für die Ausgestaltung der Schule aufgestellt werde.

Der Bürgerworthalter beanstandete, daß der Elternbeirat der gerade in Dienst gestellten Schule schon in seiner ersten Sitzung so umfangreiche Wünsche anmeldete. Die Stadt Bad Oldesloe gelte als ausgesprochen schulfreundlich, aber sie dürfe darüber ihre anderen Aufgaben, wie etwa die Vollkanalisation, nicht vernachlässigen. Woher solle sie wohl das Geld für die Erfüllung der Wünsche nehmen? Nach Meinung des Bürgerworthalters hätte es dem Elternbeirat wohl angestanden, der Stadtverwaltung und der Stadtvertretung den Dank für das bisher Geleistete auszusprechen.

In der Eingabe, die der Elternbeirat zugleich an das Kultusministerium und den Kreis Stormarn gerichtet hat, wird auf das Fehlen von Klassenräumen, eines Handarbeitsraumes, eines Werkunterrichtsraumes, einer Hauswirtschaftsküche und eines Zeichensaales hingewiesen. Außerdem tritt der Elternbeirat für den Bau einer Turnhalle und eines Sportplatzes ein.

Der Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses, Stadtverordneter Schömer, sah in dem Schreiben des Elternbeirates keinen Grund zur Entrüstung. In maßvoller Form seien Feststellungen getroffen worden, denen die Stadtverordneten im Grunde doch zustimmten. Der Elternbeirat habe lediglich die Bitte um wohlwollende Berücksichtigung ausgesprochen und durchaus nicht vergessen, der Stadt Dank und Anerkennung für den ersten Bauabschnitt zu sagen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.7.1958

 

Sonnabend, 26. Juli 1958

Ferienarbeiten

st. – Die Stadt hat weitere Renovierungsarbeiten vergeben, die während der Schulferien ausgeführt werden sollen. In der Alten Stadtschule erhält ein Klassenraum Parkettfußboden, in die Hilfsschule sind die Maler beordert. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.7.1958

 

Dienstag, 29. Juli 1958

Schüler auf der Suche nach Ferienarbeit

Je höher der Stundenlohn, um so begehrter der Posten – Pädagogen warnen

Auch dieses Ding hat seine zwei Seiten

st. – Ahrensburg. Schüler als Straßenbauarbeiter, Schülerinnen als Erdbeer- oder Erbsenpflückerinnen. Man kann sie täglich überall in Stormarn beobachten, wie sie am Straßenrand schaufeln oder gebückt auf den Feldern die Früchte sammeln. Die Zeit, daß nur die Landjugend in den Ferien bei der Erntearbeit hilft, ist längst vorbei.

Beim Arbeitsamt meldeten sich mehr arbeitssuchende Schüler als in den vergangenen Sommern.

Wenn sie aus dem volksschulpflichtigen Alter heraus sind, werden sie ihren Wünschen entsprechend vermittelt. Das Gewerbeaufsichtsamt wacht darüber, daß an den Arbeitsplätzen die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes eingehalten werden, Bei Wünschen, im Hochbau beschäftigt zu werden, rät das Arbeitsamt im allgemeinen ab, weil die Arbeit für Schüler meistens zu schwer ist. Im Tiefbau bietet sich für gewöhnlich leichtere Arbeit. Mädchen werden meistens in die Landwirtschaft vermittelt.

Staubverschmiert saß uns einer von diesen Ferienarbeitern, ein Oberschüler der Stormarnschule, gegenüber, nachdem er gerade den ersten Tag als Kohlenarbeiter hinter sich gebracht hatte. „Noch macht es Spaß“, lachte er und spülte mit einem großen Schluck Limonade seine Kehle. Die gelernten Kohlenarbeiter, die das Geschäft nun schon jahrelang betrieben, lächelten ihm kameradschaftlich zu. Sie nehmen etwas Rücksicht auf ihn.

Beim Straßenbau in Großhansdorf sind schon seit Wochen andere Schüler beschäftigt. Viele bleiben nur 14 Tage. Dann haben sie entweder „die Nase voll“, oder sie haben genug verdient für eine kleine Ferienreise.

Beneidet werden diejenigen Schüler oder Studenten, die a!s Reisebegleiter mit den großen Sonderzügen nach Bayern, Tirol oder Italien fahren.

Aber auch dieser „Job“ ist, wie uns einer von ihnen versicherte, kein „Honiglecken“. Die Ferienreisenden betrachten sie gern als ihre Lakaien und Kofferträger.

Auf den weitläufigen Wulfsdorfer Erdbeerfeldern sammelten in den vergangenen Tagen Schülerinnen eifrig neben anderen Frauen. Die Erbsenernte bringt jetzt ein neues Betätigungsfeld; später folgt dann die Tabakernte.

„Es ist gut, wenn die Jungen und Mädchen früh genug kennenlernen, was Arbeit ist. Das Herumhocken auf den Schulbänken macht sie nur weich. Außerdem bekommen einige einen Dünkel und Respektlosigkeit vor der Handarbeit.“ Das ist die Meinung der Fürsprecher der Ferienarbeit.

Ihr kann man hinzufügen, daß es zweifellos wertvoll ist, wenn die Schüler auch Handarbeit kennenlernen. „Ich habe nie gewußt, daß es so hohe Abzüge vom Stundenlohn für Sozialabgaben gibt“, meinte einer der jungen Straßenbauer.

Es gibt aber genügend Stimmen regen diesen Einsatz zu harter Ferienarbeit. Doch sie haben im Zeitalter der Vollbeschäftigung, wo Arbeitskräfte Mangelware sind, kaum Gewicht.

Es geht allen Schülern und Studenten ums Geld. Je höher der Stundenlohn, um so begehrter die Arbeit.

Ist der Unternehmer vernünftig, setzt er die Leistungsgrenzen der jungen Arbeiter. Sie tun es nämlich nicht, sondern trauen sich alles zu. Auch lassen viele Eltern den Kindern freie Hand, egal, ob es ihre körperliche Leistungsfähigkeit übersteigt.

Vor der „ehrenamtlichen“ Arbeit im Geschäft des Vaters oder im eigenen Garten besteht eine ausgesprochene Abneigung. „Wir wollen Geld verdienen, um uns etwas leisten zu können.“ Das ist die allgemeine Ansicht. Fahrräder, Fotoapparate, Ferienreisen sind die Hauptwünsche.

Pädagogen haben schon in den vergangenen Jahren vor den Auswirkungen dieser Ferienarbeit gewarnt. Offensichtlich ohne großen Erfolg.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.7.1958

 

Donnerstag, 31. Juli 1958

Sportlehrertagung

st. – Am Montag werden rund 20 Sportlehrer aus dem ganzen Lande in die Jugendherberge einziehen. Sie nehmen an einer einwöchigen Landessportlehrertagung teil.

STORMARNER TAGEBLATT vom 31.7.1958

 

Montag, 4. August 1958

Leichtathletiklehrgang für Lehrer

st. – Im Bürgerparkrestaurant begrüßte der Landesturnobmann und Referent für Leibeserziehung Schlotfeldt die Teilnehmer des Leichtathletiklehrgangs, Lehrerinnen und Lehrer aus 18 Kreisen des Landes Schleswig-Holstein. Er dankte besonders Jugendherbergsleiter Schmidt für die liebevolle Herrichtung der Unterkünfte. Sportlehrer Nowak, vom Kultusministerium als Assistent eingesetzt, überbrachte Grüße und Wünsche des Kreissportverbandes Stormarn für die Durchführung des Lehrgangs. Von Montag bis Sonnabend wird das Pensum für die methodische und praktische Arbeit in der Leichtathletik vom ersten bis zehnten Schuljahr bewältigt und das Gebiet der Bewegungslehre für die Praxis des Sportlehrers angesprochen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.8.1958

 

Dienstag, 12. August 1958

Sportlehrer fühlten sich wohl in Bad Oldesloe

n. – Nachdem die vom Kultusministerium einberufenen Lehrkräfte in Bad Oldesloe acht Tage angestrengt im Stadion gearbeitet hatten, dankte Hauptlehrer Groß aus dem Kreis Oldenburg den Lehrkräften Schlotfeldt und Nowak für die Vermittlung des Stoffes und die menschliche Art, die den Kontakt unter allen Teilnehmern aufkommen und die Anstrengungen der Tage – ein Muskelkater löste den anderen ab – vergessen ließ.

Er sprach für alle Lehrgangsteilnehmer, die durch das Erlebnis des Körperlichen Zusammengehörigkeit und gute Freundschaft im Zeichen des Sports und neuen Auftrieb für ihre Arbeit gefunden hätten, nämlich Aufforderung zur persönlichen Weiterarbeit, ernsthaftes Betreiben der sportlichen Schularbeit und Weitergabe des Erlernten im Vereinssport.

Sein Dank galt der Landesregierung, die diese Lehrgänge ins Leben gerufen und finanziert hat.

Von Jugendheimleiter Schmidt und Frau Meier vom Restaurant am Bürgerpark verabschiedeten sich die Lehrerinnen und Lehrer mit Blumensträußen. Es hatte ihnen in Bad Oldesloe gut gefallen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.8.1958

 

Donnerstag, 14. August 1958

330 Stormarner errangen das Sportabzeichen

n. – Der Landessportwart Paul Gareis gibt in seiner statistischen Erhebung über die im letzten Jahr ausgegebenen Sportabzeichen einen Überblick über den Anstieg der Verleihungen. Daraus geht hervor, daß bei der Aufschlüsselung nach Kreisen Stormarn mit 330 Abzeichen an achter Stelle steht.

Im Vereinswettbewerb der Gruppe A mit mehr als 900 Mitgliedern nimmt der VfL Oldesloe hinter Fortuna Glückstadt (7,5 Prozent), Gut Heil Itzehoe (5,8 Prozent) mit 5,7 Prozent den dritten Platz im Lande Schleswig-Holstein ein. Noch günstiger schneidet der Sportverein Preußen Reinfeld (10,0 Prozent) in der Gruppe C (bis zu 600 Mitglieder) ab. Er sicherte sich den zweiten Platz.

Die Mithilfe der Schulen hat sich weiter verstärkt. In der Schulwertung liegt die Königin-Luise-Schule Oldesloe mit 102 Jugendabzeichen an dritter Stelle. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.8.1958

 

Freitag, 15. August 1958

Turnhallenbau geht voran

st. – „Der Bau der neuen Turnhalle für die Mittelschule scheint etwas voranzugehen. Einige Bauarbeiter waren in den letzten Tagen bei der Arbeit“, erklärte Bürgermeister Hermann Barth. Die Verzögerung des Turnhallenbaues war in letzter Zeit wiederholt scharf kritisiert worden. Seit fast einem Jahr steht nun schon das „Gerippe“ der Halle.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.8.1958

 

Sonnabend, 16. August 1958

Schüler verkaufen Postkarten für Nordschleswig

lno. – Der schleswig-holsteinische Heimatbund sammelt vom 19. bis 26. August für deutsche Schul- und Kultureinrichtungen in Nordschleswig.

Diese Sammlungen werden seit 1952 veranstaltet und sind seitdem zu einer ständigen Einrichtung geworden. In diesem Jahr werden Schülerinnen und Schüler unserer Schulen Postkarten mit Motiven aus dem heimatlichen Volksleben zum Preise von 25 Pfennig verkaufen.

Wie der schleswig-holsteinische Heimatbund mitteilte, trugen die bisher erzielten Ergebnisse der Sammlungen zum Bau deutscher Schulen in Rapstedt, Tingleff, Sommerstedt und Feldstedt sowie zum Ausbau der deutschen Mittelschulen in Nordschleswig und der Kultur- und Bildungseinrichtungen der deutschen Volksgruppe bei.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.8.1958

 

Mittwoch, 20. August 1958

Oldesloe gewann im Wettkampf der Gymnasien

M. – Am Bezirkssportfest der südholsteinischen Oberschulen in Bad Oldesloe, deren Durchführung der Schülermitverantwortung der Theodor-Mommsen-Schule übertragen worden war, nahmen Mannschaften der Gymnasien von Ahrensburg, Segeberg, Geesthacht, Ratzeburg und Bad Oldesloe teil. Es ging um den Wanderpreis des Herzogtum Lauenburgs, einen silbernen Teller. Erneut gewann ihn die Mannschaft der Theodor-Mommsen-Schule, die im vorigen Jahr in der Bestenliste der Bundesrepublik den dritten Platz belegte.

Es war die erste Veranstaltung dieser Art in Bad Oldesloe, die im wesentlichen selbständig von Schülern organisiert wurde. Schulsprecher Jürgen Reichardt, der mit dem Sportwart Wolfgang Melms und seinem Stellvertreter Reinhard Schmidt die Veranstaltung leitete, dankte den Sportlehrern für ihre Bereitschaft, als Kampfrichter tätig zu sein.

Oberstudiendirektor Richard Staberock äußerte in seiner Abschlußansprache seine Befriedigung über die zum Teil guten Leistungen und verlieh an die erfolgreichsten Teilnehmer fünf Buchpreise der Schülermitverantwortung.

Die Ergebnisse (der Sportler der Oldesloer Oberschule):

  • 100 Meter: 4. Helge Schmacka 11,9 Sekunden.
  • Weitsprung: 1. Jürgen Fröhlich 6,29 Meter, 2. Helge Schmacka 6,10.
  • Hochsprung: 2. Bernd Sievers, 1,60 Meter, 3. Jürgen Fröhlich 1,60.
  • Kugelstoßen: Eckart Harders 11,49 Meter.
  • Diskus: Peter Maibom 32,91 Meter, 2. Eckart Harders 32,85.
  • Speerwurf: 1. Rolf Reichardt 46,23 Meter.
  • 800 Meter: 1. Harm Bischoff 1:59,0 Minuten, 4. Jochen Becker 2:07,2.
  • 1500 Meter: 1. Harm Bischoff 4:14,2 Minuten.
  • 4 mal 100-Meter-Staffel: 1. Theodor-Mommsen-Schule 46,3 Sekunden, 2. Stormarnschule Ahrensburg 46,5, 2. Segeberger Gymnasium 46,5.

Außer Konkurrenz startete der ehemalige Oldesloer Gymnasiast Werner Schallau (100 Meter: 11,5 Sekunden, Weitsprung: 6,49 Meter, Kugel: 11,39 Meter, Hochsprung 1,65 Meter). Die Buchpreise erhielten: Harm Bischoff, Eckart Harders, Jürgen Fröhlich (alle Bad Oldesloe), Dietrich Wilm (Ratzeburg) und Christian Prinz (Ahrensburg).

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.8.1958

 

Freitag, 22. August 1958

VESDORO 50 Jahre

st. – Auf einer Vorstandssitzung wurde beschlossen, das 50jährige Jubiläum des Vereins ehemaliger Schüler der Oberrealschule Oldesloe Im Oktober in würdigem Rahmen zu begehen. Der Verein hofft, daß aus diesem Anlaß recht viele Ehemalige in ihre frühere Schulstadt kommen werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.8.1958

 

Sonnabend, 23. August 1958

Mittelschüler stellen im Stormarnhaus aus

st. – Eine kleine Ausstellung von Zeichenarbeiten, die Schüler und Schülerinnen der Königin-Luise-Schule anfertigten und gegenwärtig in der oberen Halle des Stormarnhauses zur Schau stellen, verdient Aufmerksamkeit.

Es sind 34 Arbeiten aus dem fünften bis zehnten Schuljahr in den verschiedensten Techniken. Allen gemeinsam ist die gegenständliche Darstellung und eine überraschende Fertigkeit. Hier ist es die Exaktheit der Kartoffelschnitte und Federzeichnungen, dort die Farbkomposition der Aquarelle, hier die Bewegtheit, dort der Einfallsreichtum, die die Arbeiten auszeichneten. Hübsch ist das Aquarell „Vogel im Nest“ vom Jüngsten der zeichnerisch begabten Schüler, oder ist es eine Schülerin? Sehr eindringlich ist die Arbeit in Grautönen „Kinder am Vorhang“ aus dem zehnten Schuljahr oder ein Mädchenporträt „Meine Freundin“ und die Federzeichnung „Bäume am Weg“, die nichts mehr von der Jugend ihres Schöpfers verrät. Ein Lob für das Stilleben in Deckfarben aus dem zehnten Schuljahr!

Die sehenswerte Ausstellung wird bis Ende September zu besichtigen sein. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.8.1958

 

Mittwoch, 27. August 1958

Theodor-Mommsen-Schüler tüchtige Sportler

Die Ergebnisse der Bundesjugendspiele zeigen eine wesentliche Leistungsbreite in der Leichtathletik an der Theodor-Mommsen-Schule. So wurden 1958 49 Heuss-Urkunden und 199 Landesurkunden errungen. Auf 2,1 Schüler entfällt eine Urkunde.

Die meisten Punkte erreichten bei den Mädchen Gudrun Sonnenberg (68,5), Carmen Epding (64), Heidrun Kallweit (63,5), Adelheid Dreckmann (61,5). Bei den Jugend waren es Harald Gniechwitz (78), Helge Schmacka (77), Jürgen Burandt (69,5), Jürgen Fröhlich (68,5), Eckart Harders (68).

Auch bei den Schulmeisterschaften wurden zum Teil sehr beachtliche Leistungen erzielt von Peter Maibom (Kugelstoßen 12,80 Meter), Jürgen Fröhlich (Weitsprung 6,25 Meter, Hochsprung 1,65 Meter), Harm Bischoff (1000 Meter 2:36,5 Minuten), Harald Gniechwitz (Schlagballwurf 81 Meter).

Sieger der Oberstufe: Jürgen Fröhlich (100 Meter 11,8 Sekunden), Carmen Epding (75 Meter 11,3 Sekunden). Mittelstufe: Helge Schmacka (100 Meter 12,0 Sekunden), Kock (Hochsprung 1,50 Meter), Ingeborg Förster (75 Meter 10,8 Sekunden).

Weitere Ergebnisse: Ulrike Alshuth (Hochsprung 1,30 Meter), Gudrun Sonnenberg (Schleuderballwurf 36,80 Meter), Adelheid Dreckmann (Schlagballwurf 51 Meter).

STORMARNER TAGEBLATT vom NN

 

Donnerstag, 28. August 1958

Bundesjugendspiele der Klaus-Groth-Schule.

 

Freitag, 29. August 1958

Bundesjugendspiele

st. – Heute trägt die Alte Stadtschule sportliche Wettkämpfe im Jahre der Bundesjugendspiele auf dem Exer aus. Gestern war die Klaus-Groth-Schule an der Reihe, vorgestern fanden die Wettkämpfe der Theodor-Mommsen-Schule statt. Alle drei Schulsportfeste waren von schönstem Wetter begünstigt. Als letzte der Oldesloer Schulen wird die Königin-Luise-Schule die Spiele am kommenden Dienstag veranstalten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.8.1958

 

Freitag, 29. August 1958

Bundesjugendspiele der Alten Stadtschule.

 

Dienstag, 2. September 1958

Lied und Tanz umrahmten Bundesjugendspiele

Heuss-Urkunde für 26 Mädchen und 37 Jungen der Königin-Luise-Schule – 200 Landessieger

n. – 634 Jungen und Mädchen der Königin-Luise-Schule waren im Oldesloer Stadion zu den Bundesjugendspielen angetreten. Mittelschulrektor Lüth sagte in seiner Begrüßung, der sei wirklich Sieger, der durch persönlichen Einsatz sein Bestes zum Gelingen des Festes beitrage.

In farbenprächtigen Trachtenröcken tanzten die Mädchen mit den Jungen unter dem Beifall der Kinder den Stop-Galopp, den „Schwarzerdener“ und den Großen Kreis, einen modernen englischen Volkstanz. Der Schulchor begann ein fröhliches Singen mit „Und die Morgenfrühe, das ist unsere Zeit“.

Die Veranstaltung wurde von der Lehrerschaft, unter Mithilfe der Schüler der zehnten Klassen geleitet. Zahlreiche Eltern, die ehemaligen Rektoren der Anstalt, ferner Kreisjugendpfleger Peters, Rektor i.R. Bodenhagen und der Vorsitzende des Sportausschusses der Stadt, Ohrt, verfolgten die Wettkämpfe.

Nach Pendelstaffeln und den 4 mal 100-Meter-Rundenstaffeln der Oberstufe war ein Korbballspiel der Mädchen angesetzt, eine kombinierte Fußballmannschaft der neunten Klassen schlug durch trickreiches taktisches Spiel die zehnten Klassen mit 2:1 Toren.

Rektor Lüth überreichte 26 Mädchen und 37 Jungen die Heuss-Urkunden und ehrte die Sieger der Schule Steinfeld, die als Gast an den Wettkämpfen in Bad Oldesloe teilgenommen hatte. Von der schulentlassenen Jugend nahm Martin Kößling vom SV Sülfeld teil und wurde mit 66,5 Punkten Heuss-Sieger. 200 Mittelschüler und Mittelschülerinnen wurden Landessieger.

Die Heuss-Urkunde erhielten:

Klasse 5a: Gesine Ohrt 61 Punkte, Henrike Göttsch 61, Heidemarie Nowak 60, Uwe Peters 57; Klasse 5b: Hans-Wihelm Schlüter 56; Klasse 5c: Elke Schulenburg 56.

Klasse 6c: Henry Schwiecker 58.

Klasse 7a: Rainer Bruhn 58, Dieter Wolgast 55,5, Renate Deckner 55; Klasse 7b: Wolfgang Busch 62, Gert Girschkowski 61,5, Frank Herzog 56; Klasse 7c: Gisela Kohse 57.

Klasse 8a: Hannelore Witt 68,5, Heide Drews 58, Jürgen Winkler 64,5, Hugo Müller 62, Walter Riecken 57; Klasse 8b: Udo Zantopp 69,5, Horst Bieschke 62, Günter Geffe 62, Hugo Harro Brehmer 67, Christel Koch 56,5; Klasse 8c: Dörten Ohrt 65,5, Margret Martens 62,5.

Klasse 9a: Rainer Rode 60, Heidrun Renner 57, Marion Klinck 56,5, Diethart Reichardt 71, Jasper Peters 56, Graf Michael von Sauma 55; Klasse 9b: Peter Wolf 71,5, Rainer Arps 68, Heinz Grube 60,5, Henning Arps 59,5, Jörg Kiesewetter 59, Gertrude Schwarz 58; Klasse 9c: Antje Freitag 69, Ulrike Pohlenz 61,5, Sigrid Eberhard 59, Richard Lifke 56, Rosemarie Brandt 55.

Klasse 10a: Heidemarie Schumann 69,5, Gerd Büsing 63,5, Wolfgang von Schachtmeyer 62, Elke Barkmann 60, Monika Schumann 55,5, Eckhard Buhrandt 55; Klasse 10b: Norbert Lux 64, Frauke Lurals 59, Röschen Geist 57,5, Erika Mielke 57,5; Klasse 10c: Hans Peter Schmidt 81, Waltraut Bliebenich 63, Heinz Stuhrmann 65, Rudolf Rietzke 62, Renate Schippmann 56,5, Paul Gerhard Schenk 56,5; Klasse 10d: Jürgen Dimke 63,5, Klaus Kock 59, Holger Arps 58, Wilfried Tiehm 57,5.

Jugendliche: Martin Kößling (Grabau) 66,5, Fischer (Steinfeld) 71.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.9.1958

 

Mittwoch, 10. September 1958

Schulmeisterschaften verschoben

st. – Wegen des Regens wurden die für gestern nachmittag vorgesehenen Meisterschaftskämpfe der Oldesloer Schulen, für die 200 Nennungen vorlagen, um acht Tage verschoben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.9.1958

 

Mittwoch, 17. September 1958

Theodor-Mommsen-Schüler schnitten gut ab

st. – Die Oldesloer Theodor-Mommsen-Schule bestritt kürzlich mit sehr gutem Erfolg sportliche Vergleichskämpfe in Geesthacht und Kiel.

In Geesthacht trafen sich die Sachsenwaldoberschule Reinbek, das Gymnasium Geesthacht, die Lauenburgische Gelehrtenschule Ratzeburg, das Gymnasium Albrecht-Thaer Hamburg und die Theodor-Mommsen-Schule. Dieser Wettkampf innerhalb der Deutschen Mehrkampfmeisterschaften (DMM) in der C-Klasse wurde mit 5792 Punkten von der Theodor-Mommsen-Schule gewonnen, 2. Sachsenwaldoberschule Reinbek 5542 Punkte.

Bemerkenswerte Leistungen in der Einzelwertung waren: 1500 Meter 1. Bischoff 4:11,0 Minuten, Kugel (7,25 Meter); 2. Harders 11,32 Meter.

In Kiel traten 50 zwölfköpfige Mannschaften aller schleswig-holsteinischen Gymnasien zu einem Vierkampf an (100 Meter, Weltsprung, Kugelstoßen, 1000 Meter). Es waren nahezu 600 Wettkämpfer beteiligt. Die Theodor-Mommsen-Schule belegte in Grippe 2 (Schulen mit weniger als 400 Schülern) den zweiten Platz. In der Einzelwertung wurde Helge Schmacka 7. und Jürgen Fröhlich 20. In der zusätzlich ausgetragenen 4 mal 100-Meter-Staffel kam die Theodor-Mommsen-Schule in 46,7 Sekunden auf den vierten Platz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.9.1958

 

Freitag, 19. September 1958

Turnhallen-Neubau gerichtet

st. – Nach über einjähriger Bauzeit wurde „in aller Stille“ auf dem Turnhallen-Neubau im Hof der Mittelschule die Richtkrone aufgezogen und anschließend mit den Bauhandwerkern das Richtfest gefeiert. Daran nahmen neben Bürgermeister Barth auch mehrere Stadtverordnete teil.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.9.1958

 

Donnerstag, 25. September 1958

Die besten Sportler der Königin-Luise-Schule

n. – Die Schulmeisterschaften der Oldesloer Mittelschule, der schlechten Witterung wegen um acht Tage verlegt, wurden an zwei Nachmittagen unter Anteilnahme und Mithilfe des Lehrerkollegiums abgewickelt.

Die zahlreichen freiwilligen Meldungen ließen das Leistungsstreben der Schüler erkennen, die im Laufen, Werfen und Springen gute Durchschnittsleistungen zeigten. Bei den Schülern des neunten und zehnten Schuljahres standen die technischen Disziplinen im Vordergrund. Kugel, Diskus, Speer und Stabhoch sind Geräte, die im Schulsport weniger gelehrt, doch angesprochen werden müssen, um die Abgänger mit diesen Techniken vertraut zu machen, hatten beachtliche Erfolge: So sprang Büsing (10a) 2,60 Meter stabhoch, und Dohrendorf (10b) belegte mit 2,40 Meter den zweiten Platz. Eine einwandfreie Doppelmessung zeigte für Ursula Stubitz 13,6 Sekunden für die 100-Meter-Strecke der weiblichen Jugend B. In dieser Jugendklasse benötigte Antje Freitag zum Sieg im Weitsprung 4,80 Meter! Die Leistungen der Schülerklasse zeigten eine erfreuliche Leistungsdichte.

Den Siegern wird Mittelschulrektor Lüth Urkunden überreichen, die von Schülern der Arbeitsgemeinschaft Zeichnen entworfen wurden. Ergebnisse:

Männliche Jugend A (1940/41):

100 Meter: Gerd Büsing 11,9 Sekunden; 200 Meter: Gerd Büsing 24,9 Sekunden; 400 Meter: Gerd Büsing 57,3 Sekunden; 1000 Meter: Jörg Kiesewetter 3:00,8 Minuten; 3000 Meter: Hans Peter Schmidt 10:29,2 Minuten; Weitsprung: Gerd Büsing 5,62 Meter; Hochsprung: Gerd Büsing 1,50 Meter; Kugelstoßen: Gerd Büsing 9,52 Meter; Diskus: Gerd Büsing 29,20 Meter; Speer: Jörg Kiesewetter 36,55 Meter; Stabhochsprung: Gerd Büsing 2,60 Meter.

Männliche Jugend B (1942/43):

100 Meter: Diethart Reichardt 12,1 Sekunden; 200 Meter: Diethart Reichardt 24,9 Sekunden; 1000 Meter: Hans Peter Schmidt 3:04,4 Minuten; Weitsprung: Diethart Reichardt 5,75 Meter; Hochsprung: Eckhard Matern 1,50 Meter; Kugelstoßen: Heinz Stuhrmann 10,77 Meter; Diskus: Rainer Arps 25,94 Meter; Speerwurf: Heinz Stuhrmann 28,28 Meter; Schlagball: Eckhard Matern 77 Meter; Stabhochsprung: Diethart Reichardt 2,20 Meter.

Schüler A:

75 Meter: Hugo Harro Brehmer 10 Sekunden; 600 Meter: Wolfgang Hafemann 1:41,0 Minuten; Weitsprung: Wolfgang Hafemann 5,29 Meter; Schlagball: Hugo Harro Brehmer 70 Meter; Hochsprung: Gert Girschkowski 1,35 Meter; Dreikampf: Hugo Harro Brehmer 2216 Punkte.

Schüler B:

75 Meter: Henry Schwiecker 11,5 Sekunden; Weitsprung: Hans Wilhelm Schlüter 4 Meter; Schlagball: Henry Schwiecker 60 Meter; Dreikampf: Henry Schwiecker 1508 Punkte.

Weibliche Jugend A:

100 Meter: Erika Mielke 14,5 Sekunden; Weitsprung: Erika Mielke: 4,20 Meter; Hochsprung: Erika Mielke 1,10 Meter; Kugelstoßen: Heidrun Reimer 7,30 Meter; Schlagball: Heidrun Reimer 55 Meter; Schleuderball: Heidrun Reimer 29 Meter.

Weibliche Jugend B:

100 Meter: Ursula Kubitz 13,6 Sekunden; 600 Meter: Frauke Luwald 1:50,6 Minuten; Weitsprung: Antje Freitag 4,80 Meter; Hochsprung: Marion Klinck 1,30 Meter; Schlagball: Ulrike Pein 54 Meter; Schleuderball: Waltraut Bliebenich 31 Meter; Kugelstoßen: Anke Pershon 8,35 Meter.

Schülerinnen A:

75 Meter: Dörten Ohrt 10,8 Sekunden; Weitsprung: Christel Koch 4,20 Meter; Schlagball: Gertrude Schwarz 52 Meter; Hochsprung: Christel Koch 1,20 Meter; Dreikampf. Hannelore Wirth 1450 Punkte.

Schülerinnen A (1944/45):

Schleuderball: Dörten Ohrt 33,04 Meter; 600 Meter: Sigrid Henze 2:04,0 Minuten.

Schülerinnen B:

75 Meter: Edith Meincke 11,3 Sekunden; Weitsprung: Henrike Göttsch 4,07 Meter; Schlagball: Lore Möller 44 Meter; Dreikampf: Gesine Ohrt 1308 Punkte.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.9.1958

 

Dienstag, 30. September 1958

Aus dem Schuldienst ausgeschieden

st. – Auf eigenen Wunsch scheidet die junge Lehrerin Frau Gisela Zabel, die seit Oktober 1952 an der Neuen Stadtschule und während der letzten Monate an der Alten Stadtschule tätig war, heute aus dem Schuldienst aus.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.9.1958

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